Merkels Führung

Veröffentlicht:

Merkels Führung
Datum: 18.01.2011, 13:28

Respektlos gegenüber dem Willen der bürgerlichen Mehrheit hat Merkel die FDP mit deren im Koalitionsvertrag fixierten Wahlversprechen, auflaufen lassen. Dieses Wahlversprechen beinhaltete Konsolidierung der Haushalte, Steuervereinfachung, Entbürokratisierung, Senkung der Staatsquote und Abschaffung des Gesundheitsfonds. Dieses Programm hat viele Wähler aus der Union bewogen die FDP zu wählen, so dass eine bürgerliche Mehrheit zustande kam, anstatt erneut ein ROT/SCHWARZES Allerlei.

Die große Chance mit den Liberalen in Bundestag und Bundesrat das Land  s o f o r t, zukunftsorientiert mit Elan nach vorne zu bringen, hat sie (bewusst) verspielt. Es geschah bis zur NRW Wahl nichts. In diesem Wahlkampf hat sie Störfeuer durch Röttgen mit der Atompolitik gelegt. In Hamburg schickte sie Ole von Beust mit der Schulpolitik  als „Minenspürsucher“ ins Rennen. Mit dem Ziel die FDP möglichst klein zu halten,  und schon neue Koalitionspartner zu suchen, hat sie Zeit verspielt. Hier hat sich dadurch ein Vakuum gebildet das Grüne und SPD mit populistischem Elan füllen. Es gibt keine mitreißende Rede Merkels bei all ihren Auftritten, die sich gegen Sozialismus und Kommunismus wendet.
 
Wir haben hervorragende Männer und Frauen in der Bundesregierung und In den schwarz/gelben Landesregierungen, aber Merkels Führung ist autoritär,
schädlich für den Mannschaftsgeist in der christlichen Union und für die Koalition.

In Unternehmen wie auch in Politik muss Führung Teamgeist und Kreativität bewirken.
Ein wesentlicher Punkt ist der Umgang mit Spezialisten. Wer sie autoritär führen will läuft Gefahr sie zu verlieren.
 
Konkret sieht das in einem Unternehmen und in der Politik wie folgt aus:

Autoritäre Führung bedeutet für den Chef oder Vorgesetzen, dass er mehr weiß und kann als alle anderen und seine Untergebenen nach seinen Weisungen zu handeln haben.

Mit Spezialisten arbeiten und sie autoritär führen zu wollen, ist jedoch ein Widerspruch in sich selbst. Sie wissen auf ihrem Spezialgebiet mehr als der Chef oder Vorgesetzte und sind sich ihres Wertes auch bewusst. Sie wissen insbesondere, dass ihr Vorgesetzter ohne ihre Beratung nicht sachgerecht handeln kann und auf ihre Kenntnisse angewiesen ist.

Aber auch für die Spezialisten ist die Situation nicht einfach. Sie verfügen zwar über ihr Fachwissen, wissen auf ihrem Fachgebiet mehr als der Vorgesetzte, aber ob sie ihre Vorstellungen verwirklichen können, hängt von der Entscheidung des Vorgesetzten ab. Diese Situation macht sie besonders empfindlich und sensibel gegenüber Führungsfehlern des Chefs in der Zusammenarbeit.

Gravierende Fehler sind z.B.:

-    Die Spezialisten leiden darunter, dass der Chef sie vielfach als Konkurrenten betrachtet und sein Chefprestige durch sie gefährdet sieht.  Er empfindet ihre Beratung als eine Kritik an seinem Wissen und Können, die seine Autorität als Chef untergräbt.

-    Die Spezialisten erhalten nicht die Informationen von ihrem Chef, die sie brauchen um sinnvoll arbeiten zu können. Manchmal entsteht   bei ihnen der berechtigte Eindruck,  dass der Chef ihnen bestimmte Informationen bewusst  vorenthält, um sie nicht zu mächtig werden zu lassen.

-    Die Spezialisten haben das Gefühl, dass man ihren Einfluss fürchtet  und ihnen  deshalb für sie wichtige Fakten und Daten bewusst  vorenthält, um sie „auszuhungern“.

So regiert Merkel. Das macht tüchtige Menschen mürbe!
Kein Wunder, wenn sie aufgeben, die Konsequenzen ziehen und die Politik verlassen.

Merkel besitzt in keinem Ministerium Fachwissen, entscheidet dennoch alles klein, klein im engsten Kreis, und hervorragende Politiker, die in der Koalition
sowie in den Ländern engagiert arbeiten, haben sich damit abzufinden!
Sie hat es nicht zugelassen, dass Ministerpräsidenten in Wählkämpfen ihr Können, sowie ihre Erfahrung und ein eindeutiges CDU-Profil einbringen konnten.

Merkel missbraucht ihre Position und ordnet alles ihrem persönlichen Machterhalt unter. In England haben Konservative und Liberale sofort den Schulterschluss gefunden. Dort verstehen die Menschen die notwendige und drastische neue Justierung.
Das ist auch hier möglich wenn die Koalition den Wählerauftrag konsequent umsetzt. 

Eine vertragsbrüchige Kanzlerin ist für die christliche Union und die Wähler der bürgerlichen Koalition nicht mehr tragbar!

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.