Martin Schulz im Hamsterrad
Martin Schulz im Hamsterrad
Datum: 10.01.2018, 15:07
Die Wählerwanderungen relativieren die gängige Erklärung, dass sozialdemokratische Parteien deshalb im Niedergang seien, weil die „traditionellen Arbeitermilieus“ geschrumpft und weggebrochen seien.
Die Malocher-Regionen der Schwerindustriegebiete im Ruhrgebiet und europäischen Regionen mag es
tatsächlich nicht mehr geben; sozialdemokratische Wähler existieren sehr wohl noch, sie haben sich
nur gewandelt und ausdifferenziert.
Leute „die Verorteten“ die im selben Umfeld aufwachsen, ihre Ausbildung machen, arbeiten, Familie gründen und in Rente gehen, fühlen sich von den Sozialdemokraten zunehmend verraten. Denn es handelt sich um Menschen mit gesellschaftlich sozialkonservativem Wertesystem, die mit internationalen linken Ideologien nichts anfangen können.
Der Keim der Entfremdung liegt schon im „sozialdemokratischen Jahrzehnt“ der siebziger Jahre, als Willy Brandt und Olaf Palme den Schulterschluss mit den Linksintelektuellen suchten und sich Weltbeglückungsphantasien hingaben. Hocherfreut fuhr Schulz zu Tsipras um auch hier den Schulterschluss zu dokumentieren, um ein sozialistisches Europa aus der Taufe zu heben. Dieser Unsinn beseelte wieder die Phantasien von Schulz.
Migranten-, Asyl- und Einwanderungslobbyismus schließen sich für sozialdemokratische Wähler aus und lassen sich mit gesteigerter Umverteilung nicht übertünchen.
Randgruppen Verhätschelung von der Homo-Lobby bis zu den Gender-Klempnern ist für die arbeitenden Menschen kein Herzensanliegen. Sie sehen sich vom EU-und Globalisierungs-Internationalismus in ihrem erarbeiteten Wohlstand bedroht.
Die grünlinke, neosozialistische Ideologisierung wird Inzwischen europaweit abgelehnt. Dramatische
Stimmverluste der Sozialdemokraten in allen Ländern erschrecken die SPD nicht.
Martin Schulz und seine Genossen haben es nicht verstanden und laufen weiter im Hamsterrad.
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