Staatsfeiertag als Auftakt in den Wahlkampf in Ungarn
Im Frühjahr 2026 entscheiden die Ungarn über die Politik von Ministerpräsident Viktor Orbán. Der Jahrestag des Volksaufstands von 1956 gegen die Sowjet-Diktatur läutete den Wahlkampf für die entscheidenden Wahlen im Frühjahr 2026 ein.
Widerstand gegen Brüssel
In seiner Rede zum Staatsfeiertag sprach Ministerpräsident Viktor Orbán vor dem Parlament und tausenden Anhängern von seiner Partei Fidesz als einer „größten patriotischen Bewegungen“, die Ungarn gegen das „Schlangennest Brüssel“ schütze und die seit 16 Jahren seine christlich-konservative Regierung getragen habe. Er präsentierte die bevorstehende Wahl 2026 als Entscheidung „zwischen Krieg und Frieden“, warf der EU Einflussnahme vor und warnt, wer seinen Herausforderer unterstütze, unterstütze in Wahrheit den Krieg.
Neue EU-freundliche Konkurrenz
Doch gegen Orbán hat sich eine neue Kraft etabliert. Péter Magyar wurde binnen weniger Monaten zum schärfsten Gegner. Bei der EU-Wahl im Juni 2024 erreichte seine Partei TISZA‑Partei („Respekt und Freiheit“) auf Anhieb rund 30 Prozent der Stimmen. Magyar antwortete mit einer eigenen Veranstaltung. Er bezeichnete den Aufstand von 1956 als „Wunder“, rief zur Erneuerung und Freiheit Ungarns auf, kritisierte Orbán als „treuesten Verbündeten des Kremls“, weil dieser einst gegen sowjetische Truppen aufgetreten sei und später eine enge Beziehung zu Moskau aufgebaut habe.
TISZA vor Fidesz in Umfragen
Die nächste Parlamentswahl in Ungarn ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen (voraussichtlich April). 199 Sitze sind in der Nationalversammlung zu vergeben. Fidesz regiert seit 2010 nahezu ununterbrochen mit großer Mehrheit. Laut Medienberichten liegt TISZA aktuell laut Umfragen sogar knapp vor Fidesz. Während Orbán Ungarns nationale Souveränität betont und die Übergriffigkeit Brüssels kritisiert, sich offen gegen die Teilnahme Ungarns am Krieg in der Ukraine positioniert, will Magyar ein „verlässliches“ Mitglied von NATO und EU bleiben, steht für mehr Transparenz und die Bekämpfung von Korruption.
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Blog-Kommentare
... „Widerstand gegen…
... „Widerstand gegen Brüssel In seiner Rede zum Staatsfeiertag sprach Ministerpräsident Viktor Orbán vor dem Parlament und tausenden Anhängern von seiner Partei Fidesz als einer „größten patriotischen Bewegungen“, die Ungarn gegen das „Schlangennest Brüssel“ schütze und die seit 16 Jahren seine christlich-konservative Regierung getragen habe.“ ...
Womit Viktor den Nagel scheinbar auf dem Kopf traf!!! https://balk.hu/de/2025/10/24/orban-mint-vucic-bekemenet/
Magyar Péter, ein…
Magyar Péter, ein Befehlsempfänger von Manfred Weber und Pfizeruschi hat seine Frau,die damalige Justizministerin ABGEHÖRT um die Aufnahmen gegen die Orbán-Regierun zu verwenden.
Deshalb ist sein Name bei den meisten Ungarn einfach "Wanze" , auf ungarisch "poloska".
Mit einem -- unwahrscheinlichen -- Sieg der Tisza-Partei wäre Ungarn die längste Zeit ein souveräner Nationalstaat in Europa. Und würde den Krieg und die EU-Mitgliedschaft der Ukraine unterstützen.
Schluß mit Souveränität und Wohlstand. Befehlsempfänger der Brüssel-Mafia gibt es schon zu viele....
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