Ölpest im Golf von Mexiko_ Alles halb so schlimm
Ölpest im Golf von Mexiko_ Alles halb so schlimm
Datum: 10.05.2010, 08:22
Auf allen Kanälen? Da gibt es die NZZ am Sonntag. Und die bedient die Lust des Mitteleuropäers am Untergang an diesem Sonntag nicht. Sie schreibt nämlich: Alles halb so schlimm.
Man muss kein Prophet sein, um auch bei derzeitigen Unfall einen glimpflichen Verlauf vorherzusagen. Das zeigt die Erfahrung mit einer früheren, noch gravierenderen Katastrophe im Golf von Mexiko.
Man reibt sich frühsonntagmorgens die Augen - da hat es also noch eine weitaus schlimmere Ölkatastrophe gegeben? Offensichtlich. 3,3 Millionen Barrel Rohöl sind 1979 in den Golf von Mexiko geströmt.
Mit den derzeit vor Louisiana ausströmenden Mengen würde es zwei Jahre dauern, um auf die gleiche Gesamtmenge Öl zu kommen.
Fazit der NZZ am Sonntag:
Die ökologischen Folgen von Ölunfällen werden systematisch überschätzt. Die Natur leidet, aber sie erholt sich meistens schneller als vermutet.
Jetzt frage ich mich, weshalb in den Medien eigentlich immer die Folgen der Exxon Valdez in Alaska bemüht werden und nicht - naheliegender - die Folgen der noch grösseren Ölpest im Golf von Mexiko von 1979. Ich kann mir das nur so erklären: Die jetzt beschworenen Langzeitfolgen sind damals nicht eingetroffen.
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