Neue Erkenntnis_ Alle sind US-steuerpflichtig!
Neue Erkenntnis_ Alle sind US-steuerpflichtig!
Datum: 31.08.2009, 09:03
Er empfiehlt, sofort aus allen amerikanischen Aktien und Staatsanleihen auszusteigen. Wegen des amerikanischen Erbrechts.
Denn die USA konzentrieren sich auf die "Fahrhabe" eines Verstorbenen, also auch auf dessen Wertpapiere. Und diese müssen gemäss Hummler auch ausländische Erben (Non-Resident-Alien) der US-Steuerbehörde melden. Zwar gibt es je nach zwischenstaatlichen Vereinbarungen auch für Ausländer eine Freigrenze, aber:
"Um die Freigrenze zu beanspruchen, muss der „Estate“, das heisst müssen, kontinentaleuropäisch gesprochen, die Erben gegenüber dem IRS die gesamte, weltweite Hinterlassenschaft offenlegen."
Also auch das Haus im Entlebuch. Nun mag das ja bei ein paar Apple-Aktien eines Kleinsparers nicht der Rede wert sein, könnte man sich denken. Doch das Problem ist, dass beim Ableben die Banken dieser Welt, welche das Qualified Intermediary-Abkommen unterzeichnen, verpflichtet sind, den USA diese Wertpapierbestände zu melden.
Hummler ziehlt in seinem Kundenbrief jedoch nicht auf "Herrn Rüdisühl" sondern auf die vermögenden Leute in den Golfstaaten.
"Herr Abdullah aus, sagen wir, Dubai, typischer Besitzer von Treasuries, Industrial Bonds und GM-Aktien, Kunde von Citibank oder Morgan Stanley, schuldet bei seinem Ableben gegenüber dem amerikanischen Fiskus Erbschaftssteuer. Ihn wird’s nicht mehr stören, seine 12 Söhne Omar, Yakub etc. aber möglicherweise umso mehr."
Nun zweifeln wir nicht daran, dass Herr Hummler weiss, von was er da schreibt.
Und sollte sich seine Erkenntnis unter den Wohlhabenden und Investoren dieser Welt durchsetzen, dann dürfte wohl demnächst der Exodus aus amerikanischen Wertpapieren einsetzen.
Und das wäre dann die erste kapitalistische Revolution der Geschichte. Es wird spannend, Leute.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 28. August 2009 auf arlesheimreloaded.ch
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