Klimawandel_ Der Wolf! Der Wolf!
Klimawandel_ Der Wolf! Der Wolf!
Datum: 10.11.2011, 09:50
Es war einmal ein Hirtenjunge, der jeden Tag die Schafe hütete. Jeden Morgen holte er die Tiere von ihren Besitzern ab und trieb sie in die Berge, wo die Schafe grasen sollten. Am Abend brachte er sie gewissenhaft zurück ins Dorf.
Doch manchmal langweilte sich der Hirtenjunge, schließlich sah er den ganzen Tag nur Schafe. So wollte er sich einmal einen Spaß erlauben und rief: „Der Wolf! Der Wolf!”
Die “Internationale Engergieagentur” warnt: Wenn wir jetzt nicht beginnen mit der Reduktion des CO2-Ausstosses, dann, ja dann kann die Klimaerwärmung nicht mehr gestoppt werden.
Alle Medien veröffentlichen dieselbe Meldung, deshalb weiss ich nicht, wie viel der an die Wand gemalte 3.5 %-Anstieg in Grad-C bedeutet. Und was die Basistemperatur oder das Basisjahr ist.
Aber das ist ja auch nicht so wichtig. Wurde ja von der Nachrichtenagentur so verbreitet, deshalb liest auch keiner von den Jungs und Mädels in den Redaktionen die Originalmeldung.
In the New Policies Scenario, cumulative CO2 emissions over the next 25 years amount to three-quarters of the total from the past 110 years, leading to a long-term average temperature rise of 3.5°C. China’s per-capita emissions match the OECD average in 2035. Were the new policies not implemented, we are on an even more dangerous track, to an increase of 6°C.
Okay, 3.5 Grad C. Aber trotzdem – nicht bis wann, sondern ab wann gerechnet.
Wenn das beispielsweise ab 1979 gilt, dann müssen wir noch einiges rauspusten. Seit damals ist der CO2-Anteil in der Atmosphäre von 320 ppm auf aktuell 392.29 ppm gestiegen, die Temperatur – siehe Widget – um sagenhafte 0.11 Grad C.
Ah ja, wer nicht weiss, was diese Agentur eigentlich macht – ich musste auch mal schnell nachgucken. Kurz – es ist eine internationale Plattform für den Oelhandel, ins Leben gerufen von verschiedenen Industriestaaten nach der ersten Oelkrise in den 70er Jahren.
Die haben 2007 vorausgesagt, dass es ab 2010 zu einer spürbaren Verknappung des Erdöls kommen wird. Die Krise, so die IEA, „könne zwar möglicherweise noch vermieden werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelinge, sei aber nicht sehr hoch und nehme an jedem Tag ab, an dem keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden würden“
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