Genderschwachsinn der Frau Professorin

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Genderschwachsinn der Frau Professorin
Datum: 14.09.2011, 07:34

Gut, wir und unsere vier Kinder sind fein raus. Wir haben die Schulzeit hinter uns.

Erstaunlicherweise haben sich die drei Mädchen zu tollen Frauen entwickelt,  die keine Probleme damit haben, dass sie Frauen sind. Der Jüngste ist eben erst Unteroffizier der Schweizer Armee geworden und auch er hat mit seiner Rolle als Mann keine Probleme.

Männer und Frauen sind verschieden.

Nach einer Diskussion in der ETH, wo es um den niedrigen Anteil von Frauen im Ingenieursstudium ging, habe ich in der Bahnhofstrasse bei Franz Carl Weber einen der grössten Baukästen Stockys gekauft, den sie im Angebot hatten. Damit die Girls statt mit Barbies Müeterlis zu  spielen, auch mal einen richtigen Kran bauen.

Sie schraubten sich Babybettli. Die Girls amüsieren sich noch heute darüber.

Klar – sie haben auch jede Menge Spielzeugautos unter die Puppenstuben gemischt bekommen.

Als der Jüngste drei war – das ist auch so eine Szene, die sich ins kollektive Gedächtnis unserer Familie eingeprägt hat – wurde erstmals sichtbar, wie viele dieser kleinen Spielzeugautos sich in der grossen Spielzeugkiste angesammelt hatten, versteckt unter all der Babywäsche, Barbiepuppen, Pferdchen und sonstigem Müeterli- und Verkaufsladenuntensilien.

Er hatte zielgerichtet alle Autos herausgeklaubt und in seinem Zimmer zu einem ziemlich grossen Parkplatz aufgereiht. Wir alle hatten bis dahin nicht gewusst, wie viele Spielzeugautos unsere Mädchen im Verlaufe der Jahre tatsächlich geschenkt bekommen hatten.

Als er in den Kindergarten ging, fragte er mich, ob er mal den Motor unseres Autos sehen dürfe. Mädchen stellen nun mal keine solchen Fragen.

Ist das denn schlecht?

Nun, wenn es nach Geschlechterforscherin Andrea Maihofer geht, dann schon.

Sie sagt, liest man heute im Lokalblatt, allen Ernstes:

 

Viele Buben werden noch sehr nach traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit erzogen. Sie werden beispielsweise bestärkt, sich zu bewegen, aktiv zu sein und weniger etwa eine gerade Linie zu ziehen oder sich still sitzend auf eine Sache zu konzentrieren. Mit dieser Erziehung werden Buben im Gegensatz zu Mädchen schlecht auf die Schule vorbereitet. Das passt für das Schulsystem nicht.

 

Ach ja?

Nun, weder  haben wir unsere Mädchen aufs Stillsitzen getrimmt, noch haben wir den Jüngsten zum Fussballspielen animiert. Die taten das einfach von sich aus.

Selbst die erdrückende Frauenmehrheit im Haushalt hat ihn nicht dazu gebracht, mit Barbie-Puppen zu spielen.

Allerdings, da gebe ich der Geschlechterforscherin der Uni Basel recht, hätten wir die Girls zwangsweise zum Fussballspielen geschickt und ihn zum Verkäuferlisspielen verdonnert, wären alle ziemlich frustriert gewesen.

So frustriert wie offensichtlich viele Buben in der schon seit Jahren von Frauen dominierten Primarschule sind:

 

Vor allem in der Primar- und Sekundarschule zeigen sich Probleme bei den Buben: Sie kommen öfter in Sonderschulen, Therapieprogramme und Kleinklassen, sie zeigen mehr Auffälligkeiten im Verhalten und machen öfters schlechtere Noten. Das ist aus der Perspektive vieler Buben ein ziemlicher Hammer: Sie stellen fest, dass sie dem weiblichen Geschlecht gar nicht überlegen sind, viele von ihnen erstaunlicherweise immer noch oft glauben.

 

In Klammer: Eigentlich müsste man an dieser Stelle mal die Frage stellen, ob man der schon seit Jahren von Teilzeitfrauen dominierten die Primarschule nicht systemimmanentes Versagen vorwerfen müsste.  Aber na klar doch, im Gegensatz zu männlichen Systemen, wie zum Beispiel Banken, können weibliche Systeme, wie beispielsweise Schulen, nicht versagen.

Die offensichtlichen Probleme der Buben in der Schule  kann man nicht mit Stillsitzübungen im frühesten Kindesalter ändern, sondern damit, dass wieder mehr Männer Primarlehrer werden. Und zwar nicht in Teilzeitpensen, wie dies heute bei den Primarlehrerinnen die Regel ist, sondern 100 Prozent und engagiertem Einsatz.

Unser Jüngster wird Primarlehrer und das ist nun wirklich gut.

arlesheimreloaded.ch

Sven von Storch

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