Die Unabhängigkeitserklärung und die Neunte
Die Unabhängigkeitserklärung und die Neunte
Datum: 06.07.2011, 07:27
nicht unser demokratisches System aufzwingen.” Wobei mit “denen” meistens Nationen gemeint sind, die unter einer Diktatur leiden.
In der Tat: Wir müssen “denen” unser demokratisches System mit seinen bürgerlichen Freiheits- und Mitbestimmungsrechten nicht aufzwingen.
Die wollen es von sich aus.
Begonnen hat dieser Aufbruch heute vor 235 Jahren mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräusserlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit. Daß zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; daß sobald einige Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volks ist sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket.
Was für eine Ansage an die kommenden zweihundertfünfunddreissig Jahre!
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 und die Neunte von Beethoven von 1824 – welch grandioses westliches Fundament.
Die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung lässt sich nicht mehr stoppen.
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