Lieber Herr Schuster, Lieber Zentralrat der Juden!

In der Jüdischen Allgemeinen warnen Sie vor einem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt. Würde die AfD vor der CDU zur stärksten Partei im Landtag in Magdeburg, »wäre das wirklich fatal«.

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Lieber Herr Josef Schuster,
Lieber Zentralrat der Juden,

In der Jüdischen Allgemeinen warnen Sie vor einem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt. Würde die AfD vor der CDU zur stärksten Partei im Landtag in Magdeburg, »wäre das wirklich fatal«.

Ich bin seit dem Sommer 2016 Mitglied der AfD. Als vor zwei Wochen eine Woge des Antisemitismus durch Deutschland ging, nachdem Israel begonnen hatte, sich gegen den Raketenbeschuss aus Gaza zu wehren, habe ich die Landesfahne Israels auf meinen Balkon gestellt.

Als ich ein Foto an die Parteikollegen versandte, erhielt ich unter andrem zur Antwort: »Bei aller Sympathie trage ich keine Israel-Fahne, schließlich würden wir aus Israel und vom Zentralrat«, also ich vermute auch von Ihnen, »als Nazis beschimpft«. Meine Antwort war: »Ist es verwunderlich, dass Juden besorgt sind, wenn eine rechte Partei in Deutschland erstarkt ? – Für mich nicht. Ich kann die Juden verstehen.«

Die Flagge Israels flattert weiter auf meinem Balkon. Und ich kann die Sorgen der Juden in Deutschland vor den Wahlerfolgen der Alternative für Deutschland verstehen. Und trotzdem – denn Verstehen heißt nicht für richtig befinden – trotzdem zeigt Ihre Haltung, dass Sie einen Fehler begehen, den die Juden gerade in Deutschland zu oft begingen und bitter bereuten: Sie erkennen nicht, wo die wirkliche Gefahr für die Juden tatsächlich lauert.

Dabei will ich nicht einmal leugnen, dass Antisemitismus in der AfD einen Platz hat. Diese Pest gibt es in jeder deutschen Partei: Bei den Grünen mehr als bei den Sozialdemokraten, bei den Sozialdemokraten wahrscheinlich mehr als bei den Christdemokraten. Am meisten aber bei den Freidemokraten und ganz zuvorderst bei den Linken. Würden Sie, Herr Schuster, aber eine Umfrage starten: »Haben die Israelis ein Recht sich gegen die Araber in Gaza und im Westjordanland zu verteidigen?« – Ja, dann würden Sie ein buchstäblich blaues Wunder erleben. Denn ich bin sicher: Die meisten Ja-Stimmen fänden sich anschließend in der AfD.

Und nun frage ich Sie: Wo sitzen wohl die Antisemiten? – In einer Partei, für die das Existenzrecht Israels selbstverständlich ist, ohne dass ihre Mitglieder bis in die Spitze hinein zugleich den arabischen Antisemitismus hofieren? Oder in einer Partei, die Landkarten ohne Israel zeigt und zum Boykott israelischer Waren aufruft? – Die Antwort erschließt sich wohl jedem.

Wie gesagt: Antisemitismus ist eine Pest. Und er ist in jeder Partei virulent. Ihnen, Lieber Herr Schuster, erschließt er sich jedoch nur in der Alternative für Deutschland. Deshalb appellieren Sie an die CDU in Sachsen-Anhalt, sowohl eine Koalition mit der AfD als auch eine Tolerierung durch diese Partei klar auszuschließen. Und dann sagen Sie in etwa: Diese rote Linie dürfe nicht überschritten werden. Eine bezeichnende Wortwahl. Offenbar stört Sie eine Koalition mit der Linken nicht wirklich.

Und doch ist es diese Linke, die in der Tradition des Ziels der Vernichtung Israels steht. Zu Ihrer Erinnerung: Es war die DDR, die mit Waffenlieferungen an die arabischen Staaten zu jedem Versuch, Israel zu vernichten, beitrug. Es war die SED, die ihre Reihen von Juden säubern ließ.

Trotzdem, Herr Schuster, warnen Sie nicht vor der Linken. Sie warnen vor der Alternative für Deutschland. Sie warnen davor, die Demokratie wäre gefährdet, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt stärkste Partei wird. Doch einmal abgesehen davon, dass eine AfD mit 25 Prozent noch immer nicht einmal Änderungen an der Verfassung aufhalten kann – in Görlitz erreichte der Kandidat der AfD für das Bürgermeisteramt fast 45 Prozent. Haben Sie seither vom Ende der Demokratie in Görlitz gehört ? Gibt es besonders viele antisemitische Anschläge in der ostsächsischen Stadt ? Wurden in Görlitz israelische Fahnen verbrannt ? Wurde vor der gerade neu eröffneten Synagoge in Görlitz »Scheißjuden« skandiert ? – Nicht, dass ich wüsste!

Aber das geschah in Berlin, in Duisburg, in Münster und in Gelsenkirchen, in Köln, in Düsseldorf und in... Die Liste ist lang. Ostdeutsche Städte sind darunter nicht.

Lieber Herr Schuster, Sie wissen so gut wie ich, warum der neue und wirklich gefährliche Antisemitismus nicht im Osten des Landes, sondern im Westen grassiert. Er wurde von jenen Parteien ungehemmt nach Deutschland geholt, auf die Sie scheinbar vertrauen, und nennt sich radikaler Islam.

Ich kann nicht in die Zukunft blicken. Aber ich fürchte, die große Gefahr für die Juden in Deutschland sind nicht die paar Antisemiten in der AfD, sondern die Antisemiten, die in einigen Stadtteilen westdeutscher Großstädte schon jetzt weitaus mehr als 25 Prozent der Einwohner stellen. Das ist leider Fakt. Und die Juden in Deutschland würden gut daran tun, das endlich klar zu erkennen.

Doch Sie warnen, aus, wie zu Anfang gesagt, verständlichen Gründen, vor der AfD. Denn sie ist eine rechte Partei. Auch ich bezeichne mich als rechts-liberal. Mit dieser Warnung in die verkehrte Richtung bringen Sie sich und die Juden in Deutschland in ernste Gefahr. Denn seien Sie versichert: Grüne und SPD, Union und Linke werden abwiegelnd reagieren und wie Senator Geisel aus Berlin deeskalieren, wenn ihre importierten Antisemiten demnächst noch härter zuschlagen werden. Sie stellen sich so wenig vor die Juden wie Außenminister Maas für Israel eintritt.

Vielleicht haben Sie, Herr Schuster, ja einfach nur Angst. Eine verständliche Angst; die Angst, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Vielleicht klammern Sie sich deshalb an den Strohhalm unbedingter Treue zum Merkel-Regime. Weil Sie wissen, dass die Tage der Sicherheit für Juden in Deutschland vorbei sind. Und das liegt nicht an der AfD und auch nicht an den Bürgern aus dem Osten des Landes.

Doch wie gesagt, ich kann Sie verstehen.

Vor einer Woche tönte auf einem Wahlstand der AfD ein Parteikollege, die Juden und Deutschen hätten eines gemeinsam: Den Hass auf sich selber. So gesehen, setzte er fort, wären die Juden und Deutschen Anfang der 1940er Jahre gar nicht so verschieden gewesen. Ich hörte kurz zu und blaffte ihn an: »Was redest Du für einen Scheiß!« – Er war zuerst still. Danach kam es zu einem Gespräch. Und ich hoffe nun auf das Beste.

Lieber Herr Schuster, vielleicht sollten Sie, ähnlich wie ich zu den meinen, zu denen gehen, die Sie auf der Seite der deutschen Juden erwarten. Benennen Sie den Antisemitismus, der dort grassiert, statt meine Partei zu diffamieren, nur um mit den Wölfen zu heulen. Das wäre mutig. Das wäre hilfreich.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Abend.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Wolfgang Hebold

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Lieschen Müller

Lieber Herr Hebold,

danke herzlich für ihren Mut. Sie zeigen Flagge für
Israel. Das ist heute selten.
Nicht weil die Menschen hier böswillig sind, jedenfalls die
meisten nicht, aber sie sind nicht so mutig wie sie.
Nicht nur die deutschen Juden, sondern auch wir Christen
halten zu Israel.
So wie leider die Moslems zu den sogenannten Palästinenser halten, diesen Arabern. Und die sind leider
fanatischer.

Was hier wieder los ist an Juden-und Israelfeindschaft,
das ist kaum zu ertragen. Wer hätte das vor 40-30 Jahren
gedacht? Niemand. Wer Juden angreift, der greift auch uns Christen an. Das gilt auch für Israel. Israel ist auch
für uns das Heilige Land.

Von der Regierung hört man salbungsvolle Worte.
Doch es mangelt an Taten. Ausländer die sich so benehmen wie neulich, die gegen Juden und Israel hetzen, gehören abgeschoben.

Beste Grüße

Gravatar: Walter

Wo sind denn die ganzen "Bibelgläubigen Foristen", welche sonnst zu solchen Artikeln ihre Kommentare abgeben?
Zu diesem Widerspruch, den dieser Artikel hier beschreibt, haben diese wohl keine Meinung ?

Liegt es etwa daran, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland die Juden als geistig unterbelichtet bezeichnet hat, wenn diese in der AfD aktiv sind.

Im Dezember 2020 hat die AfD in einem Schreiben an das Auswertige Amt unter anderem die Forderung gestellt, bei den von der UNO vorgelegten Resolutionen nicht gegen Israel zu stimmen, was man nach meiner Auffassung nach nicht einfach pauschal fordern sollte.

Dies hat die AfD als einzige Partei in Deutschland gefordert und dafür wird ihr vom Zentralrat der Juden in Deutschland Antisemitismus vorgeworfen. Dies ist doch ein Schlag ins Gesicht der AfD und ein Widerspruch, welchen die AfD nicht hinnehmen sollte, wenn sie ihr Gesicht nicht verlieren will.

Der Zentralrat in Person des Herrn Schuster geht sogar soweit die Mitglieder des Vereins "Juden in der AfD" als geistig unterbemittelt darzustellen und keiner von diesen traut sich hier einen Kommentar abzugeben, mit welchem er den Herrn Schuster vom Zentralrat in die Schranken verweist.

Wenn die AfD - Führung noch weiterhin vor dem Zentralrat zu Kreuze kriechen möchte verliert sie damit vermutlich ihre Glaubwürdigkeit. Oder sie handelt nach dem Prinzip, wenn dir einer auf die rechte Wange schlägt, halte ihm auch noch die linke Wange hin.

Es gibt ja auch kritische Stimmen von jüdischen Kritikern, dass Israel den Antisemitismus braucht um die speziell bei den Deutschen vorhandenen Schuldgefühle aufrecht zu halten um die Politik Israels zu rechtfertigen.

Von den Generationen welche diese Schuldgefühle haben müssen, leben leider nur noch ein paar wenige Menschen in diesem Land. Und man kann Kinder nicht dafür verantwortlich machen, wenn ihre Großväter und Väter Verbrechen begangen haben.

Dieser Schuldkult der auch mit Millionen Beträgen an Zahlungen durch Deutschland verbunden sind, sind ungerecht gegenüber den heutigen Generationen. Warum stellen Länder wie Russland mit ihren 27 Millionen Kriegstoten nicht solche Forderungen? Sind deren im Krieg getötete Menschen etwa nichts wert.

Oder hat schon einmal jemand die ehemaligen Kolonialstaaten aufgefordet für ihre Verbrechen in den Kolonien gerade zu stehen ? Angefangen bei den Indianern in Amerika und den anderen Ureinwohnern in den ehemaligen Kolonien dieser Welt.

Warum werden nur wir Deutschen damit konfrontiert ?


Die Bundeskanzlerin hat erklärt, dass Israel das legitime Recht hat sich zu verteidigen, dass ist richtig.
Sie hält sich allerdings bedeckt, warum es zu diesen jetzigem Konflikt im Nahen Osten gekommen ist und das ist falsch.
Die Wahrheit muss in der Politik an erster Stelle stehen, egal um was es geht, sonst haben wir keine Demokratie.

Wenn die Mitglieder des Zentralrates der Juden deutsche Staatsbürger sind, so müssen sie auch gegenüber diesem Staat ihre Loyalität zeigen. Wenn ich in einem anderen Staat lebe und dessen Staatsbürgerschaft angenommen habe, dann muss ich diesem Staat gegenüber auch meine Loyalität zeigen, sonst werde ich dort keine Freunde finden.
Dies bedeutet nicht, dass ich diesen Staat nicht auch kritisieren darf, wenn es berechtigt ist.

Die Äußerungen des Zentralrates gegenüber der AfD finde ich bei allen Gegebenheiten als falsch und für nicht angebracht.

Gravatar: lutz

Annalena Baerbock und George Soros kennen sich. Es gibt ein Photo.
Weil George Soros jüdische Eltern hat, wird die Geschichte ganz plump in die antisemitische und frauenfeindliche Ecke geschoben.
Das Niveau der Tagesschau und der Faktenchecker sinkt schneller unter die Gürtelline, wenn ein Strippenzieher in den A*s*h getreten wird.

George Soros steckt hinter der Fridays for Future-Bewegung. Er ist ein "Klimaschützer". Das ist kein Geheimnis.

George Soros kennt auch Bill Gates, Warren Buffet und David Rockefeller. Die treffen sich regelmäßig zu Geheimtreffen. Geheim, weil das Besprochene geheim bleibt. Durchgedrungen ist allerdings, daß man sich schon lange vor Corona über Pandemien und Impfen ausgetauscht hat.

"soros gates buffet" suchen. Gegen die Erwartung sind das Artikel aus seriösen Zeitungen.

Hinter Kohlenstoff-Greta steckt wider Erwarten keine Anti-AKW-Bewegung, sondern eine AKW-Lobby. Der Vater der Bewegung war James Hansen, ein Mann von der NASA. Er ist auch der Vater des Klimakiller-Modells.

Und wie der Zufall spielt, wollen die Kumpels von Soros, Gates und Buffet, nun ein Atomkraftwerk bauen (Reuters). Das sei klimaneutral.
Mit Soros und Kohlenstoff-Greta hat das natürlich nichts zu tun. So weit ist man noch nicht, aber das kommt.

Rockefeller spielt als Öl-Mann mit Garantie eine wichtige Rolle. Der Öl-Magnat managed mit großer Wahrscheinlichkeit den US-Boykott von North-Stream-2.
Im Kern geht es der Geheimgesellschaft, zu der auch Trittin schon eingeladen war, um die Neuaufteilung der Welt. Denn das Öl, so meine Überzeugung, neigt sich dem Ende. Europa soll ausgebootet werden. DESHALB kriegen wir diese albernen Windräder. DESHALB soll Feindschaft mit Rußland geschürt werden.

Das alles ist sauber recherchiert, nur vereinfacht und zusammengefaßt.

Europa wird Afrika als 3. Weltland ablösen. Amerika first. Und ich möchte wetten, daß Europa blind in die Falle tappen wird. Meine Stimmung in der Beziehung ist da eher negativ.

Gravatar: germanix

Zitat:

"Ist es verwunderlich, dass Juden besorgt sind, wenn eine rechte Partei in Deutschland erstarkt ?"

Sehr geehrter Herr Hebold,

wissen Sie denn eigentlich nicht, dass die CDU/CSU schon immer eine "rechte" Partei war? Wo war da der Zentralrat der Juden, Herr Hebold?

Unter Merkel ist die CDU/CSU undemokratisch und linkslastig geworden - man kann schon meinen, dass Merkel demokratiefeindlich ist, (siehe Interview Gaus Merkel vor 30 Jahren).

Warum hat sich der Zentralrat hierzu NIE gemeldet? Fürchtete der Zentralrat etwa um die Abschaffung der Steuermittel, die der Zentralrat von uns jährlich bekommt?

Warum ist Ihr Schreiben an den Zentralrat so unterwürfig - so angsterfüllt, unbedingt keinen Fehler machen zu wollen?

Was in die AfD reinschreit, ist nicht das, was aus der AfD rauskommt! Die AfD ist eine rechte, konservative Partei! Und wenn das ein Herr Schuster nicht begreifen will, dann hat es keinen Sinn, diesem Herrn mit versüßter Rhetorik unter den Augen herzulaufen.

Der Zentralrat der Juden schießt seit Beginn die AfD mit allen rhetorischen Mitteln!

Und genau das dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Schreiben Sie bitte mit Biss - so wie es auch der Herr Zentralratsvorsitzende gegenüber der AfD macht - DANKE!

Gravatar: Britta

Sehr geehrter Herr Hebold,

mit ihrer Aktion die Israelflagge so ganz öffentlich zu zeigen, stellen sie sich nicht nur auf die Seite Israels sondern sie beweisen damit einen Mut, der in Deutsch-
land selten geworden ist.
Darum mein ganz großes Lob an sie.
Überall auf der Welt erheben sich jetzt wider die Juden-
feinde. Und die Israelfeinde. Als hätte die Menschheit aus der Vergangenheit
nichts gelernt. Und als wollte sie den gleichen, tragischen
Fehler wiederholen.

Auch ich kann die Juden gut verstehen. Sie sind in
Deutschland nur wenige. Und wenn sie zu laut sind.
Dann war es das für sie. Was man ihnen erlaubt und den
Christen auch, ist die Erinnerung an den Holocaust. Nicht er-
wünscht auch Moslems für den wachsenden Judenhass
zu benennen. Auch die Juden müssen sich daran halten.
Wenn viele Millionen Christen und auch die Atheisten
schweigen, was können wir von den wenigen hier lebenden Juden erwarten.
Dafür habe ich auch jedes Verständnis.

Lieber Herr Hebold, bleiben sie standhaft.
Und ich wünschte, sie fänden reichliche Nachahmer.

Gravatar: NASPD

Herr Schuster verlässt sich meines Erachtens ein bisschen zu sehr darauf, dass die jüdische Gemeinde und ihre Mitglieder nicht noch einmal betroffen sein wird vom Doppelstaat, vom "Parteienstaat" und von der politischen Agenda, also von politischer Verdächtigung, politischer Verfolgung, von Volksverhetzung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Verleumdung und vom Vergiften und Vergessen, das nie jemand besser konnte und wohl auch nie jemand besser können wird, als die Deutschen, so weit sie als "Staat" organisiert sind ...

https://app.box.com/s/39hdzu4lp1kk9xppnl9l4rufm8b2h1k2 .

Gravatar: Joachim Datko

Es handelt sich um Proteste von arabischstämmigen Menschen, wohl meist Asylbewerbern!

Zitat: "Als vor zwei Wochen eine Woge des Antisemitismus durch Deutschland ging, nachdem Israel begonnen hatte, sich gegen den Raketenbeschuss aus Gaza zu wehren, [...]"

Ich würde die Verursacher nennen. Wir sollten uns nicht den arabischen Protest zurechnen lassen.

Gravatar: Hajo

@ Matthias

Bei dieser Wahlentscheidung in Israel wird aber das Zusammenleben keineswegs besser, eher noch unübersichtlicher, wenn nicht gar Staatsgefährdend und was sich die Wähler dabei gedacht haben ist im Prinzip hinsichtlich ihre eigenen Sicherheit ein riesen Fehler, denn da kommen soviele neue Imponderabilien dazu, die niemand mehr einschätzen kann und nur die Gegenseite stark macht und das eigenen Land schwächt, fast so wie bei uns, wo ja auch die Vertreter der Linksfraktion seit Jahren dabei sind uns um die Ecke zu bringen und man soll es nicht für möglich halten daß so etwas auf unklarer Sachlage aufgebaut auch in diesem gefährdeten Staat möglich ist und für was haben denn die Alten gekämpft, wenn das jetzt leichtsinnig auf`s Spiel gesetzt wird und Folgen haben kann, die heute noch von niemand einzuschätzen sind.

Der Traum aller Utopisten ist die Zweistaatenregelung und die wird nicht funktionieren, dazu sind die Fronten viel zu verhärtet um jemals Frieden zu finden und allenfalls in einer anderen Lösung stattfinden kann, indem Anrainerstaaten mit herangezogen werden um Platz zu schaffen, denn die Grenzen wurden auch bei denen künstlich geschaffen und wer dies zu verantworten hat sollte nun auch den Mut dazu haben den gordischen Knoten zu lösen, wenn das überhaupt jemals möglich sein wird.

Gravatar: Hajo

Was wäre denn daran fatal? Das ist dann nichts anderes als die Entscheidung der Bürger gegen die derzeitige Politik und wenn sie demokratische Gepflogenheiten ernst nehmen, dann ist es zu tolerieren oder sie müssen Farbe bekennen und ihre totalitären Gedanken nach außen dringen lassen, sodaß selbst der Dümmste erkennen kann, wen er vor sich hat.

Das alles ist doch schon lange im System verankert, denn seit der Gründung des BVG im Jahre 1949, was übrigens ein Novum darstellt, indem man den Reichsgerichten von früher noch ein weiteres Gericht vorstellt um angeblich die Verfassung zu schützen, was ja auch der BGH erledigen könnte.

Diese Einmaligkeit ist dem Umstand gezollt, daß die Sieger nach dem 2. Weltkrieg mit dieser zusätzlichen Gerichtsbarkeit neue rechte Tendenzen verhindern wollten und es liegt in der Natur der Sache, daß alle Präsidenten gehalten sind, sich dieser Sache besonders anzunehmen und deshalb wird von dort auch wenig Hilfestellung zu erwarten sein, wenn es um gegensätzliche Auffassungen geht, weil sie ja gerade das Bollwerk darstellen, was es zu verhindern gilt.

Somit ist jede Regierung gehalten über ihre Gerichte und den Verfassungsschutz alle Tendenzen durch ein erneutes Aufkommen von nationalen Gedanken zu unterbinden und das sieht man ja in regelmäßigen Abständen, wie dieses Thema zur eigenen Zufriedenheit abgewickelt wird und das wird erst beendet sein, wenn wirklich Freiheit in diesem Land einkehrt und und der Zwang von außen ignoriert wird.

Mit dem Aufkommen der AFD sehen sie zwangsläufig deshalb eine Gefahr, weil diese Partei gegensätzliche Auffassungen vertritt, die den Interessen der linken Koalition und auch deren Sachwalter entgegen stehen, was aber eine natürliche Reaktion ist auf jahrzehntelange Knebelungen und auch dem Geist der Freiheit wiederspricht und man auch durch falsches Zeugnis ablegen, anderen jede demokratische Legitimation absprechen will, was in sich schon falsch ist und natürlich von allen gefördert wird, die eine andere Meinung vertreten.

Das irgendwann mal eine Reaktion erfolgt war zu erwarten und es wird sich zeigen, wie die weitere Entwicklung voran schreitet, das hängt auch von den gesamten Umständen eines Landes ab und muß nicht stets vom linken Geist getragen werden, das kann sich ändern, wenn alles gegen sie spricht und derzeit sieht es ja nicht zu ihren Gunsten aus.

Gravatar: Ekkehardt Fritz+Beyer

Lieber Wolfgang Hebold,

herzlichen Dank für diesen so zutreffenden Text, der ganz in meinem Sinne ist!!!

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