Lesermail (Medienpropaganda mit »Gewaltstudie«)

»Sexueller Belästigung« beginnt, wenn eine Frau jeweils »auf unwillkommene Weise« berührt oder umarmt wurde, einen anzüglichen Witz oder Kommentar hörte. Das ist Nonsens.

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Einer meiner Leser schreibt mir zu diesem Genderama-Beitrag:

Die Zusammenfassung der Studie (mit Erhebungsmethode) habe ich nach sehr langem Suchen hinter zehn Ecken hier gefunden. Ich habe daraus den Fragenkatalog extrahiert. Man muss dabei bedenken, dass je Fragenbatterie nur eine Frage mit ja beantwortet werden musste, um in die »positives« aufgenommen zu werden.

Ein jeder kann sich selbst ein Bild von den Fragen machen. Aber ehrlich gesagt: bei den Fragen und der Auswertung wundert es mich, dass NUR jede dritte Frau betroffen sein soll. Für mich ist die Studie eher ein Beweis dafür, wie unglaublich gut es euriopäischen Frauen geht (ohne dass das sarkastisch oder zynisch gemeint sein soll).

Ich habe den Test selbst gemacht und etwa 40 Prozent aller Fragen mit ja beantwortet. Bei den Fragen zur sexuellen Belästigung habe ich fast alle mit Ja beantwortet, dabei aber nur die banalen, alltäglichen Erfahrungen durch das andere Geschlecht in den letzten fünf Jahren berücksichtigt. Diesen Test hätte man niemals mit Männern durchführen können. Er hätte eine »Opferrate« von annähernd 100 Prozent produziert.

Ich kann einen längeren Auszug aus dem Fragenkatalog leider nicht problemlos in mein Blog übernehmen, ohne mich damit in die Gefahr einer Urheberrechtsverstoßes zu begehen. (Und einer Gruppierung, die so etwas veranstaltet, traue ich auch zu, dass sie juristisch gegen Leute vorgeht, die diesen Irrsinn aufdecken.) Belassen wir es dabei, dass diesen Fragen zufolge eine Frau beispielsweise schon dann als »Opfer körperlicher Gewalt« gilt, wenn sie ab dem Alter von 15 Jahren von jemandem geschubst wurde, als »Opfer seelischer Gewalt«, wenn ein Partner sie schon mal der Untreue verdächtigte, als »Opfer von Stalking«, wenn jemand sie mit einem Kommentar im Internet attackierte, und von »sexueller Belästigung«, wenn sie jeweils »auf unwillkommene Weise« berührt oder umarmt wurde, einen anzüglichen Witz oder Kommentar hörte, zu einem Date eingeladen, angestarrt oder auf Facebook angebaggert wurde.

Dieser Nonsens schafft es ganz automatisch auf die Titelseiten etlicher Tageszeitungen. Über Jahrzehnte hinweg von anerkannten Fachleuten durchgeführte seriöse Forschungen über beispielsweise häusliche Gewalt gegen Männer schaffen das nicht.

Ebenfalls erschienen auf genderama.blogspot.de

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Musharraf Naveed Khan

Das Thema "Frauen und Gewalt" wird bei uns ganz groß geschrieben. Im öffentlichen Diskurs wird dies leider nicht so in der tatsächlichen Wucht wahrgenommen.

In unserem Frauen-Online-Archiv finden die Leser das, was bei Frau Alice Schwarzer keinen Platz mehr hatte. Auf diesem Hühnerauge ist diese Frau seltsamerweise blind. :-)

www.frauenmediaturm.de.vu

Gravatar: Michael Siebel

Ich kann meine tagtägliche Verwunderung mittlerweile kaum noch in Worte fassen, was ich zu lesen und zu staunen bekomme. Das Aussortieren von Büchern, die auf der Verkaufsliste der "Jungen Freiheit" stehen, durch einen Onlinehändler, ist sicherlich ein weiteres Schmankerl im Pool der Unmöglichkeiten, wo vorauseilender Gehorsam die rechtsstaatlichen Grundregeln ersetzt.

Jetzt schreibt die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) einen doch recht großen Artikel über Frauenhäuser als "letzte Hilfe vor Gewalt" (http://www.derwesten.de/staedte/essen/flucht-ins-frauenhaus-wo-gewalt-aufhoert-und-hilfe-anfaengt-id9044875.html). "Ich kenne nichts, was Männer Frauen nicht angetan haben", gibt dann auch die Psychologin ein; der Zeitung muß man eines vorhalten, nämlich nicht, daß sie solche Belange anspricht und Fachmeinungen anhört, sondern daß sie sich (wie viele andere auch) einfach das ziemlich einseitige Bild dieser Frau zueigen macht. Die zahlreichen (und nicht ganz selten dokumentierten) "Fälle", in denen das Stereotyp vom männlichen Täter und dem weiblichen Opfer nicht so ganz stimmt, werden ausgeblendet. Man könnte den Artikel dennoch rechtfertigen und sagen: hier geht es eben um weibliche Opfer. Um die geht es allerdings meistens, sei es in Broschüren in Behörden, auf Seminaren, in der tagtäglichen Politik.

Leicht gerät bei solchen einseitigen Darstellungen eines aus dem Blickfeld, nämlich daß sie eine Seite irgendwann automatisch ausblenden. Zu dieser einen Seite gehört die allgemeine Erkenntnis, daß wer sich umhört nicht so schnell die "jede vierte Frau" finden kann, die "schon einmal Opfer von Gewalt in einer Beziehung" geworden sei, wie man das ab und an so hört. Zu dieser einen Seite gehören ferner die oben gemeinten "Fälle", in denen eine unglückliche Trennung vom Partner nicht verwunden wurde, ungerechtfertigte Mißbrauchsvorwürfe aufgestellt werden konnten, der Kontakt zwischen Kindern und Vater ergo ohne wirklichen Grund abbrach, dieser Vater massiven Ärger am Podex hatte, die Trennungsfrau das Frauenhaus als Podium für ihre Vorwürfe mißbrauchen konnte (weil das Personal ja auf so etwas geschult ist), der Richter ebenfalls den Zeigefinger erhob (weil er anstatt jetzt wenigstens rechtsstaatlich gemäß "in dubio pro reo" zu prüfen,
ob der Mann wirklicher Täter sei oder bloß verleumdet wurde, den Frauenhausaufenthalt der Frau als "Beleg" für die "Gewalttätigkeit" des Mannes annahm) und am Ende das eigentliche Opfer ganz gewiß nicht die Frau ist, die sich auf eine Lobby berufen kann, die das vermeintlich "starke" Geschlecht (noch) nicht zu brauchen glaubt.

Der "Fall Görgülü" nebenbei war ein besonders schlimmes Beispiel (nicht für feministische Oberpeinlichkeit, sondern für ungesühnte und unverhohlene Rechtsbeugung gegenüber Christopher Görgülü und seinem Vater Kazim) -- als der "Väteraufbruch für Kinder" diesen Fall minutiös dokumentierte, wurde das gleichsam als "Einzelfall" hingestellt, den der Väteraufbruch quasi "hochstilisieren" wolle. Nun hat dieser Verein noch anderes dokumentiert, so "einzelfallig" scheint es da wohl doch nicht zuzugehen.

Zurück zum Artikel der WAZ: Hier steht noch weiteres, nämlich über die Anzahl der Nationalitäten, denen die Frauen angehören (welche, welcher religiös verbrämte Hintergrund mag Gewalt begünstigen?), Zusammenhänge werden so nicht vertieft, eher, daß man kritisch sei, auch werde vom Gericht oftmals gefordert, Kinder und Väter sollten Kontakt haben. Das sei recht gefährlich, gerade für die Frau. Schließlich sei bereits eine totgeschlagen worden von ihrem Mann. (Das war ein Einzelfall, der zum Glück nicht oft vorkommt und hier hochstilisiert wird, könnte man getrost annehmen.)

Was lernen wir daraus? Sicherlich nicht, daß solche Stereotype einfach aus den Köpfen herauszubekommen wären. Wir lernen, daß die größere/mächtigere/lautere Lobby immer den Ton angibt und, mag ihr Kernanliegen noch so berechtigt (gewesen) sein, irgendwann dazu neigt zu übertreiben. Das tut sie dann, wenn sie aus der gewonnenen Offensive heraus agieren und agitieren kann. Männer- und Väterrechtler agieren nach wie vor aus der Defensive. Bis sie also erst einmal werden übertreiben können, wird noch viel Wasser die Gumpe hinunterfließen, wie der Kenner von Entenhausen weiß.

So möchte ich zum Abschluß einen Juristen sprechen lassen, der bereits vor über 16 Jahren etwas erkannt hat, was heute mühsam danach sucht, öffentliches Gehör zu finden; Deutschland hängt, was die Rechtsstaatlichkeit (längst nicht nur für Kinder und Väter) angeht, in wesentlichen Kernbereichen des Lebens, weit hinter dem Mond:

„In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben, erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestselbstbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben.“

– Harald Schütz: Amtsblatt 8+9/97 Seite 466-468, 1997 (10. Mai 1997, 49. Deutscher Anwaltstag)

Zehn Jahre später folgte ein Ausruf zum Fall Görgülü, auch dieser wohl von einem Juristen, der den schleichenden Verfall der Rechtskultur beklagt:

„Justizverbrechen werden von der eigenen Zunft nur widerwillig wahrgenommen. Nichts sehen! Nichts hören! Nichts sagen! Letztmals geschehen in Naumburg. Dort beging das Oberlandesgericht (OLG) – objektiv – Rechtsbeugung im Wiederholungsfall. Keiner regte sich auf. (…) Diese Apathie ist ein schlimmes Zeichen. Sie schürt Wiederholungsängste. Schon einmal, 1933, als sich Recht in Unrecht verkehrte, nahm der „Stand“ den Verfall achselzuckend hin. (…) So dreist haben Überzeugungstäter erst ein Mal die Autorität des Rechts herausgefordert: Baader und Meinhof. Der Unterschied: Damals rebellierten Desperados, heute sind es drei Herren in roter Robe.“

– Rolf Lamprecht, 2007

Quellennachweise:

! => http://www.welt.de/partnerschaft/article10874913/Maenner-haeufiger-Opfer-von-Gewalt-als-Frauen.html <= !
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Tanneneichhorn/Gender-Diskussionen
http://de.wikipedia.org/Fall_Görgülü
http://de.wikipedia.org/wiki/Männerrechtsbewegung
http://de.wikipedia.org/wiki/Väteraufbruch_für_Kinder
http://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauch_mit_dem_Missbrauch
http://de.wikipedia.org/wiki/Erin_Pizzey
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Tanneneichhorn/Gender-Diskussionen
http://www.JungeFreiheit.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Junge-Freiheit-Urteil
http://www.ef-magazin.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/eigentümlich_frei

Die "Wikipedia"-Artikel über "eigentümlich frei" und die "Männerrechtsbewegung" werden (siehe Artikel selbst und die Diskussionen) versucht, in die "rechte Ecke" zu schieben, da "personelle Gemeinsamkeiten" mit diesen bestünden. Meines Erachtens wird ganz bewußt das schlichte Äußern von Gemeinplätzen biologischer, soziologischer und psychologischer bzw. historischer Art bereits als "inadäquat" dargestellt. Das dürfte den Neutralitätskriterien der Enzyklopädie widersprechen.

Anzudenken ist, einmal mehr den Deutschen Presserat einzuschalten. Bekanntermaßen ist das immer möglich, wenn gegen die Ausgewogenheit der Berichterstattung verstoßen wird, und sei es nur, um eine fünfzeilige Richtigstellung zu bekommen: "Es gibt nicht nur weibliche Opfer und nicht nur männliche Täter".

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Dieser Text ist bereits einige Tage alt, jetzt legt heute die Frankfurter Rundschau nach, nicht indem sie das überzogene "jede vierte Frau Opfer in Beziehung geworden" korrigiert, sondern indem zu aller Verwunderung noch einmal nachgelegt (http://www.fr-online.de/panorama/neue-studie-immer-mehr-gewalt-gegen-frauen,1472782,26470716.html) wird, mit einer ziemlich tendenziös erscheinenden Studie, deren Inhalt jeder getrost anzweifeln kann.

Es gibt wenige wachsame Menschen, die hier Zweifel klar formulieren, unter ihnen Dipl. Psychologin Beate Kricheldorf ("Verantwortung -- Nein danke! Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik") und natürlich Birgit Kelle ("Dann mach doch die Bluse zu"). Unbedingt lesenswert und erfrischend entlarvend.

Gravatar: qed

Bei Lichte betrachtet fällt nicht nur die uferlose Entgrenzung des Gewaltbegriffes auf, vielmehr dienen diese regelmäßig neu aufgelegten Propagandastudien vor allem dem Zweck, den ideologisch definierten Gewalt- Begriff zu transportieren und zu ächten: 'Böse' Gewalt, wie "wir" Politkommissare, Regierenden, usw. sie meinen. Dabei ist 'Gewalt' wertfrei und Bestandteil jeder Kultur: Gewalt gegen einen Aggressor ist z.B. Selbstverteidigung, gegen Terror notwendige Maßnahme, gegen Despoten (der EUSSR beispielsweise!) wäre es Befreiungskampf und sogar im GG legitimiert.

Schön zu sehen sind die Doppelstandards der Politspitzbuben und ihrer linken Mainstream- Presstituierten bei rassistisch motivierten Gewalttaten, wie sie regelhaft beim Hirn-aus-dem-Schädel-treten durch türkisch- arabische Mordbuben zu Tage treten: Da wird nicht auf Tötungsvorsatz, sondern Affekt abgehoben und somit die Mordanklage verhindert und regelhaft ist der 'gewaltsame Tod' als Attribut der Schicksalshaftigkeit des Geschehens die maximal schlimmste Formulierung überhaupt.

Die orwellsche Botschaft lautet: "Böse" Gewalt ist weiß-heterosexuell-männlich und deshalb schlecht. Verinnerlicht die Verwerflichkeit und werdet wehrlose Schafsköpfe!

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