Schafft „Wohlfahrt tatsächlich auch „Wohlstand

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Schafft „Wohlfahrt tatsächlich auch „Wohlstand
Datum: 23.04.2014, 11:12

Und das gilt heute nicht anders als vor 200 Jahren.

Wer immer sich in Vergangenheit und Gegenwart vorübergehend oder dauerhaft in private oder staatliche Wohlfahrt begab, der lebte  so wie der Volksmund es damals beschrieb: Zum Sterben hatte er zu viel, zum Leben zu wenig.

Wer besser leben wollte, musste selbst etwas tun: hart arbeiten und sparen!

Denn: Wohlstand ist im Umkehrschluss die unbedingte Voraussetzung dafür, dass Wohlfahrt überhaupt stattfinden kann. Nur wer etwas hat, kann etwas geben.

Wer selbst arm ist, ist auch bei allem guten Willen zur „Wohlfahrt“ nicht im Stande, kann seinem Nächsten nicht helfen.

Wohlstand aber schafft nur derjenige, der einer „wertschöpfenden“ Arbeit nachgeht: Mit der Kraft seiner Arme oder seines Verstandes schafft er die Werte, die anderen so bedeutungsvoll und „wertvoll“ erscheinen, dass sie ihrerseits bereit sind, etwas anderes, von Ihnen geschaffene, dafür herzugeben. Handel mit uns zu treiben!

Wertschöpfend ist, wer das Erz aus der Erde gräbt, wer Stahl daraus schmilzt, Bleche aus dem Stahl walzt, um später daraus ein Auto zu fertigen, das in der ganzen Welt begehrt ist.

Wertschöpfend ist nicht, wer Steuern berechnet und einzieht. Wertschöpfend tätig ist auch nicht, wer Gesetze macht oder über die zu Gericht sitzt, die sie nicht eingehalten haben. Wohlstand vermehrt sich nicht durch diejenigen, die Integrations­kurse für Spätaussiedler oder Sprachlehrgänge für Analphabeten durchführen.

Nicht einmal der Arzt, der seine Patienten heilt, schafft damit einen „Wert“ an sich, der zur Mehrung unser aller Wohlstands beiträgt.

Um ein Missverständnis zu vermeiden: Natürlich sind Ärzte unverzichtbar für eine moderne Gesellschaft! Aber ihre Dienste kann nur in Anspruch nehmen, wer zuvor im „produzierenden Gewerbe“ das Geld verdient hat, um den Arzt auch zu bezahlen.

Und anderswo als aus der menschlichen „Wertschöpfung“, dem produzierenden Gewerbe, entsteht nichts, was man, verkaufen, verteilen oder eben in Form von Wohlfahrt spenden kann.

Ein Akt der Wertschöpfung ist es entgegen anderslautenden Nachrichten aus Politik und Wirtschaft übrigens auch nicht, wenn jemand weiße Papierstücke bunt bedruckt und das Ergebnis dann „Geldschein“ nennt. Die deutsche Sprache ist da sehr präzise: es scheint in der Tat nur so, als wäre es tatsächlich Geld!

In Wahrheit aber ist es nichts weiter als Papier, das früher oder später zu seinem wahren Wert zurückfinden wird: Null!

Wo aber ist nun der Unterschied zwischen privater und staatlicher Wohlfahrt?

Wer privat Wohlfahrt veranstalten will, braucht dazu erst einmal eigenes Geld/eigene mit Händen oder Geist selbstgeschaffenen Werte.

Dem Staat mangelt es bereits an dieser ersten Voraussetzung: er verfügt über kein eigenes Geld!

Alles Geld, was er für Wohlfahrt auszugeben gedenkt, muss er zuvor seinen Bürgern wegnehmen.

Selbst das viel zitierte „öffentliche Geld“ in den vielen „öffentlichen Kassen“, war zuvor das sehr private Geld, für das der Bürger im Zweifelsfall sehr hart gearbeitet hatte.

Ist eigenes Vermögen nicht ausreichend, so muss der Wohltäter bei anderen dafür werben, selbst auch zum „Wohltäter“ zu werden, Geld für die vermeintlich gute Sache zu geben.

Weil er weiß, dass er dabei ganz und gar auf die Großzügigkeit und Freiwilligkeit (sprich den guten Willen und die christliche Nächstenliebe) des potentiellen Spenders angewiesen ist, muss er sich schon mächtig ins Zeug legen, um zu überzeugen.

Das braucht der Staat in keinem Falle zu tun! Für die (zunehmend höheren) Steuern, die er erhebt, steht er beim Bürger nicht direkt in der Rechenschaft. Es reicht völlig aus, das viele Geld mit dem Argument zu fordern, es für „soziale Zwecke“ unbedingt haben zu müssen. Und für den Fall, „man“ verweigere es ihm, den Untergang des Abendlandes und Hungerrevolten in Aussicht zu stellen.

Im Zweifelsfall reicht das Argument, das ja schließlich irgendjemand denen beispringen muss, die aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, sich selbst über Wasser zu halten.

Schließlich und endlich geht jeder private Spender mit seiner Spende ein erhebliches Risiko ein. Es könnte passieren, dass sein Geld gar nicht da ankommt, wo er es hingespendet hat?

Es besteht auch immer noch die Möglichkeit, dass der behauptet Notstand gar nicht oder zumindest nicht so schlimm eingetreten ist, wie das behauptet wurde.

Das der vermeintlich Bedürftige womöglich schlicht und ergreifend ein Betrüger ist?

Wenn ihm solches widerfährt, so hat er (der Spender) immerhin die Chance aus diesem Fehler/aus dieser „Fehlinvestition“ zu lernen; also zukünftig vorsichtiger zu sein. Genauer nachzufragen, intensiver zu recherchieren. Auf dass sein sauer verdientes Geld nicht in die falschen/unberechtigten Hände gerät.

Der Staat hat diese Chance nicht! Es ist ja schließlich nicht „sein Geld“, sondern das Geld der Steuerzahler, das er da zum Fenster herausgeworfen hat.

So tut es ihm selbst auch gar nicht weh, wenn es nicht da ankommt, wo es eigentlich gar nicht hin sollte.

Sven von Storch

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