Über 500.000 Kirchenaustritte in 2014 erwartet
Über 500.000 Kirchenaustritte in 2014 erwartet
Datum: 26.10.2014, 10:31
Die Kirchenaustrittszahlen des laufenden Jahres zeigen in Deutschland steil nach oben. In den ersten neuen Monaten war in Regensburg ein Anstieg um fast 60% gegenüber demselben Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Von den Kirchenmitgliedern mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Regensburg haben in den ersten neun Monaten 1071 die beiden großen Kirchensteuerkirchen verlassen. In Osnabrück haben dieses Jahr im ersten Halbjahr ungefähr 50% mehr Mitglieder die evangelische Kirche verlassen als letztes Jahr im selben Zeitraum.
Als Grund wird der direkte Kirchensteuerabzug von Kapitalerträgen genannt. Je früher man austritt, desto geringer ist der finanzielle Schaden. Die Kirchensteuerkirchen sind auf Kosten der Bürger unermesslich reich.
Die meisten Christen sind durch die Kleinkindtaufe gegen ihr Selbstbestimmungsrecht Kirchenmitglieder geworden, das Potenzial für Kirchenaustritte ist daher riesig.
2013 haben ungefähr 180.000 Mitglieder die römisch-katholische Kirche verlassen. Rechnet man vorsichtig mit einem Anstieg von 35%, so kommt man für 2014 auf ungefähr 240.000 Austritte. Ein Anstieg um mindestens 35% scheint realistisch zu sein, 2013 betrug der Anstieg sogar 51%.
Die evangelische Kirche muss in der Regel wesentlich mehr Kirchenaustritte als die r.-k. Kirche verbuchen. Ich erwarte daher für 2014 gut 260.000 Austritte.
Jetzt heißt es abwarten, wahrscheinlich wird die Zahl von 500.000 Kirchenaustritten übertroffen. Der Aderlass ist auf jeden Fall beträchtlich. Der bisherige Höchstwert von 554.000 Austritten im Jahr 1992 könnte dieses Jahr übertroffen werden.
Siehe: www.kirchenaustritt.de/statistik
Ich bin gerne bereit, Fragen zu meiner Vorhersage zu beantworten.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment