Selbstbestimmung statt Mitbestimmung
Selbstbestimmung statt Mitbestimmung
Datum: 22.09.2015, 19:42
Alle wollen mitreden und mitbestimmen, doch die wenigsten wollen über sich selbst bestimmen. Das sollen schön mal andere machen. Die meisten Menschen geben die Verantwortung über ihr eigenes Leben an Dritte ab. Ein Plädoyer für einen gesunden Liberalismus.
Der Begriff “Mitbestimmung” ist zunächstmal positiv besetzt. Er ist wohlklingend, demokratisch und herzerwärmend. Doch Mitbestimmung heißt immer auch über andere Menschen zu bestimmen. Die Mehrheit entscheidet und die Geschichte lehrt uns, dass die Mehrheit nicht immer recht hat. “Tausend Fliegen können nicht irren! Fresst mehr Scheiße!” Manche sehnen sich nach Mitbestimmung, weil sie andere bevormunden wollen. Diese Menschen halten andere für dumm und meinen zu wissen, was sie brauchen und wie sie sich zu verhalten haben (sog. Gutmenschen). Andere hingegen sind devot und ganz glücklich darüber, von einer starken Hand geführt zu werden. Den meisten Menschen wurde es aberzogen, über sich selbst zu bestimmen.
Selbstbestimmung ist kein Gegensatz zum Gemeinwesen. Selbstbestimmung bedeutet, dass mein Körper und die Früchte meiner Arbeit mein persönliches Eigentum sind. In einer immer gleicher werdenden Gesellschaft geht die Vielfalt verloren. Egal ob Medien, Politik oder Wirtschaft: Alles wird gleichgeschaltet, monopolisiert und zentralisiert. Auch alle Menschen sollen gleich sein, aber ein Blick in die Geschichte zeigt: Nur Soldaten, Sklaven und Häftlinge sind wirklich gleich. Ich vertrete die radikale Ansicht, dass Menschen und die Natur kein Staatseigentum sind. Ich vertrete auch die radikale Ansicht, dass jeder einzelne Mensch besser über sich bescheid weiß, wie ein Staat oder mitbestimmende Dritte.
Zuerst erschienen auf pinksliberal.wordpress.com
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