SAG Solarstrom_ Anlegern drohen Verluste

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SAG Solarstrom_ Anlegern drohen Verluste
Datum: 10.12.2013, 12:11

“Als Privatbürger von der Energiewende profitieren”. Mit diesen Worten bewarb die SAG Solarstrom AG aus Freiburg im Sommer 2011 ihre 7,5%-Anleihe. Mit einer Stückelung von nur 1.000€ und vielen Hochglanzprospekten hat man gezielt Privatanleger angesprochen. Jetzt drohen herbe Verluste.

7,5% Zinsen bei einer Laufzeit von 6 Jahren hat man versprochen.Mit der Anleihe wollte die Freiburger Unternehmensgruppe, ihr angeblich profitables Wachstum bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen in Europa beschleunigen. Im Hochglanzprospekt fand man viele Propagandabegriffe wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Natürlich sind viele gut betuchte, politisch korrekte, “neogrüne allá Kretschmann”, die es in und um Freiburg massig gib, auf diesen Zug aufgesprungen.

“Wir sind ein Unternehmen, dass über ein Investment Grade Rating von BBB+ verfügt. Das Geld der Investoren, ist bei uns also sicher angelegt”, sagte der Vorstandsvorsitzende damals dem DAF. Die Rating-Agentur Creditreform hat die aktuelle Beurteilung der S.A.G. Solarstrom von „BB+“ als Konsequenz auf eine Gewinnwarnung von Ende November inzwischen ausgesetzt. Die mit Kurs 100% ausgegebene Anleihe notiert im Moment bei zirka 26%. Dies entspräche einer Rendite 57,37%. Ein Risikoaufschlag den man in dieser Höhe nicht mal von Griechenland und Co. kennt! Auch die Aktie markiert mit 0,86€ ein neues Tief. Zum Zeitpunkt der Anleiheemission stand sie bei ca. 4 Euro. Die Aktie fiel auf Sicht eines Monats um 61,47%.

Hintergrund sind schlechte Nachrichten über eine gewisse Projektpipeline, wie der IWR mitteilt. Der Fall SAG Solarstrom aus Freiburg zeigt erneut, dass Geldanlagen mit Risiken verbunden sind. Und vorsicht jetzt kommts: Das gilt sogar dann, wenn im Prospekt was von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltschutz steht. Die SAG hat im Jahr 2011 gezielt Privatanleger angesprochen. Vielleicht weil diese leichter zu beeinflussen sind? Wer investiert nicht “gerne” in eine gute und regionale Sache? Beim Investieren gibt es nichts geschenkt und das Beispiel zeigt, dass sich noch immer viele Privatanleger von Hochglanzprospekten blenden lassen. “Gier frisst Hirn…”

Profis analysieren jetzt die kommenden Kennzahlen der SAG Solarstrom AG. Möglicherweise sind die Kurse deshalb so sehr gefallen, weil viele Anleger panisch verkauft haben. Diese Gelegenheit könnte man nun für ein spekulatives Schnäppchen nutzen. Die Sache ist allerdings sehr sehr sehr heiß, und wer nicht auf spekulative Sachen steht, der lässt seine Griffel lieber weg.

Beitrag erschien auch auf: pinksliberal.wordpress.com

Sven von Storch

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