Liebe Rentnerin Marianna A., bitte kaufen Sie sich eine Monatskarte
Liebe Rentnerin Marianna A., bitte kaufen Sie sich eine Monatskarte
Datum: 15.02.2016, 12:56
(Quelle). Für diesen Betrag könnten die Zahler des Zwangsbeitrags Qualität erwarten. Doch was man in der Sendung “Sparkasse in der Krise” sah, war billiger Populismus.
Besonders verstörend ist das Bild der Rentnerin Marianna A. In ihrem Wohnort, dem 2000 Einwohner-Dorf Garbenheim, hat die Sparkasse im September 2015 die Filiale geschlossen. ZDFzoom zeigt die alte Dame, wie sie jetzt deshalb Bus fahren muss, um in die Filiale im Nachbarort zu gelangen. Es wird extra noch erwähnt, dass das Busticket 4,20€ kostet. Ich habe bei den Wetzlarer Verkehrsbetrieben nachgefragt: Für Fahrgäste, die älter als 65 sind, bietet man dort eine Monatskarte für 37,50€ an. Warum hat Frau A. so eine Monatskarte nicht?
Ich glaube nicht, dass Rentnerin Marianna A. nur für den Sparkassenbesuch Busfahren muss. Laut Google gibt es in dem Dorf Garbenheim so gut wie nichts. Es gibt einen sehr kleinen Lebensmittelmarkt und einen Allgemeinmediziner. Es gibt keine Apotheke, keinen normalgroßen Supermarkt und keinen Metzger. Wenn Rentnerin Marianna A. zum Optiker, zur Krankengymnasik, zu einem Facharzt, in ein Modegeschäft, in einen Baumarkt oder einen Supermarkt möchte, dann muss sie ebenfalls Bus fahren. Ich empfehle Frau A. ganz dringend sich eine Monatskarte für 37,50€ zu kaufen, denn es scheint sich wirklich zu lohnen.
PS: Lieber 400 direkt gewählte Bürgermeister in den Sparkassen, als 400 GoldmanSachler in der Politik!
Beitrag zuerst erschienen auf pinksliberal.wordpress.com
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