Kein Recht auf veganes Essen im Gefängnis: Veganer laufen Sturm

Veröffentlicht:
Einführung

In einem bayerischen Gefängnis wollte ein Häftling einen Anspruch auf vegane Ernährung gerichtlich durchsetzen – und ist damit gescheitert.

Ein Strafgefangener in Bayern wollte aus ethischen Gründen vegane Kost, bekam aber nur Vegetarisches angeboten. Das Oberste Landesgericht hat nun entschieden: Ein Anspruch auf Tofu & Co. im Strafvollzug besteht nicht. Kurze Zeit später entlud sich in sozialen Medien die links-grüne Wut über die legitime Gerichtsentscheidung.

Anliegen an Realität vorbei

Im bayerischen Strafvollzug hat ein Häftling versucht, ein persönliches Anliegen durchzusetzen: vegane Ernährung aus seiner Überzeugung, wegen Tierwohl und Nachhaltigkeit. Die Gründe, die auf den ersten Blick nicht verwerflich klingen, sind jedoch schon mit dem Hausverstand schwierig mit einer Küche zu vereinbaren, die täglich hunderte Insassen versorgen muss. Die Justizvollzugsanstalt reagierte zunächst, indem sie sogar auf die Sonderwünsche einging und betonte, es gebe vegetarisches Essen, und laktosefreie Kost sei ebenfalls möglich. Für eine komplett vegane Linie fehle aber der Rahmen. Wer mehr wolle, könne sich aber zusätzliche Produkte selbst kaufen.

Gericht gibt Gefängnis Recht

Das Oberste Landesgericht bestätigte diese Linie, wie das ZDF berichtet, jetzt offiziell. Zwar müsse jede JVA “weltanschauliche oder religiöse Überzeugungen berücksichtigen”, doch die Richter machten deutlich: Das hat Grenzen. Angesichts der Vielzahl an individuellen Ernährungsansprüchen könne die Gefängnisküche nicht jede denkbare Lebensweise bedienen. Weder gesundheitliche Gründe noch religiöse Vorschriften sprachen hier für eine Sonderbehandlung. Die Hauptargumente des Häftlings waren lediglich moralische Tierwohl-Argumente, die das Gericht zwar zur Kenntnis nahm, aber nicht als verpflichtend einstufte. Was für viele selbstverständlich erscheint, ist also jetzt gerichtlich bestätigt: Ein Anspruch auf vegane Kost als Grundrecht scheidet damit aus.

Links-Grüne Wut auf Instagram

Nicht folgen konnten dem Gerichtsentscheid offensichtlich etliche andere Veganer. So finden sich unter dem Instagram-Beitrag zum erwähnten Artikel des ZDF Kommentare eines regelrechten links-grünen Mob. So schlägt Nutzerin anni_miechen vor, dass man sich statt der veganen Produkte lieber das Fleisch nur kostenpflichtig hinzukaufen können solle. Auch melbaum_birnanie schlägt vor, dass Gefängnisse lieber nur noch veganes Essen anbieten sollten. Pseudonyma123 schreibt dazu einen längeren Beitrag über die fehlende Würde des Tieres durch den Gerichtsentscheid. Dies sind keine einzelnen Aussagen, sondern die mehrheitlichen Kommentare der links-grün geprägten Leserschaft der ZDF-Seite. Die vielfachen Forderungen nach einem Fleischverbot in Gefängnissen lassen dabei schnell durchblicken, dass die eigentliche Intoleranz nicht vom Gericht, sondern von einer verschwindenden Minderheit gegenüber der Mehrheit ausgeht. Ähnliches kennt man ja aus der Gender-Hysterie.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Blog comments

Mmmhhh lecker...

27.11.2025 | 16:48

Der Typ soll doch einfach seine eigene SCHEISSE fressen, das ist vegan genug.

Da kann sich doch die "links-grüne Wut" mal woanders austoben als gegen die AfD!

Bestimmt sind diese Links-Grünen auch dafür, daß männliche Häftlinge*Innen nach Registrierung als Frau auch in Frauengefängnisse kommen und umgekehrt.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.