Jeder zweite Riester-Sparer verschenkt Geld

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Jeder zweite Riester-Sparer verschenkt Geld
Datum: 28.05.2015, 11:43

Beim Thema Altersvorsorge geht es um jeden Cent, weshalb man natürlich nichts verschenken sollte. Unabhängig davon, ob man Riester gut oder schlecht findet gilt: Wer riestert, der sollte es dann schon wenigstens richtig machen! Nun wurde das Jahr 2011 von der ZfA ausgewertet. Man nimmt deshalb das Jahr 2011, weil es abgeschlossen ist und niemand mehr “Nachforderungen” o.ä. stellen kann. Nur gut die Hälfte der Zulagenempfänger erhielt eine ungekürzte Grundzulage; rund 29 Prozent der Zulageempfänger erhielten weniger als 75 Prozent ihrer möglichen Grundzulage.

Das Beitragsvolumen für Riesterverträge beträgt jährlich (Eingenbeiträge und Zulagen) zirka 10 Milliarden Euro. Ein knappes Drittel davon sind die Zulagen. Bei über 16 Millionen Deutschen, die das machen, kann man inzwischen durchaus von einem Massenphänomen sprechen. Wer tatsächlich Riester zur Altersvorsorge nutzt, der sollte es auch richtig machen: Den optimalen Beitag einbezahlen und diesen Beitrag bei der Steuererklärung angeben. Der optimale Beitrag ändert sich mit jeder Änderung des Einkommens. Wer zu faul oder zu dumm ist, die Zulage zu beantragen, dessen Riestervertrag ist nicht nur Quatsch sondern auch totaler Bullshit.

Praxis-Tipp: Einmal jährlich sollte man einen persönlichen Beratungstermin mit dem “Betreuer” des Vertrags für einen sog. Riester-Check vereinbaren. Dort wird der optimale Beitrag festgestellt und geprüft, ob die Förderung bestmöglich ausgeschöpft wird. Bei diesen Terminen sollte sich jeder Sparer auch erklären lassen, wie der Vertrag vererbbar ist und was es mit der nachgelagerten Besteuerung aufsich hat. Bei Fondsvarianten kann man (bei manchen Anbietern) die Fonds tauschen oder auch Gewinne sichern.

Sven von Storch

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