Fleisch muss endlich als Klima- und auch Umweltsünder anerkannt werden

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Fleisch muss endlich als Klima- und auch Umweltsünder anerkannt werden
Datum: 28.01.2014, 17:11

Deutschland ist Schlusslicht beim Klimaschutz, aber nur deshalb weil man sich fast ausschließlich auf das farb- und geruchlose Gas CO2 als Bösewicht geeinigt hat. Wer den Klimaschutz konsequent zu Ende denkt, muss auf Fleisch die selben Steuern und Abgaben wie auf Mobilität erheben.

Beim eigenen Grill hört beim klassischen Deutschen die Akzeptanz für Klimaschutz auf. Man hat sich auf das CO2 geeinigt, denn niemand will auf seine Leichenteile verzichten. Manch einer freut sich schon heute auf den Sommer, um wieder zu grillen; wie Steinzeitmenschen oder Gorillas, die stolz ihre Beute präsentieren um für die Weibchen zu werben. Wie sagt es Mario Barth so schön? “Männer sind primitiv aber glücklich”. 

Wenn die Medien über Klimaschutz berichten, dann sieht man in den Einspielern meist versmogte Cities oder Fabriken mit dunklen Rauchschwarten. Warum man uns hier Ruß und nicht CO2 zeigt liegt auf der Hand: CO2 kann man nicht sehen und Ruß sieht einfach schlimmer aus. Genau so gut könnte man in den Einspielern auch eine idyllische Wiese mit Rindern zeigen; warum tut man das nicht? Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie eine 250 Kilometer Autofahrt. Dies hat das  Magazin “New Scientist”  berichtet. Der Transport der Tiere (z.B. Deportation zum Schlachthof) ist hierbei noch nicht berücksichtigt. Tipp: Geht mal in die Bildersuche von Google und sucht nach “CO2″. Was ihr findet ist Ruß und Wasserdampf; CO2 kann man nicht sehen!

Beim CO2 hingegen langt der Fiskus kräftig zu! EEG-Umlage, direkte Steuern, indirekte Steuern, KFZ-Steuer auf CO2 Basis bis hin zu Flugverkehrssteuern. In den vergangenen 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischverbrauch vervierfacht von 70 Millionen Tonnen im Jahr 1961 auf mittlerweile 283 Millionen Tonnen pro Jahr. Der Weltagrarbericht sagt, das  18% der gesamten Treibhausgas-Emissionen auf das Konto von Fleisch geht. 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche und 30% der globalen Landfläche werden von der Tierhaltung beansprucht. Hierdurch fehlen die fürs Klima wichtigen Wälder und naturbelassene Flächen.

Bei nur 50kg Rindfleisch pro Jahr hätte ich fast die Treibhausgase meiner jährlichen KFZ-Fahrleistung erreicht. Weil ich kein Fleisch esse, habe ich demnach eine Klimabilanz, wie wenn ich kein Auto besäße. Unabhängig vom Klima sollte sich jeder mal fragen, ob und wieviel Fleisch er essen will. Immerhin isst man tote Lebewesen, die mit Medikamenten und Hormonen vollgestopft sind.

Sofern es einen anthropogenen Treibhauseffekt gibt und sofern CO2 und auch Methan die Übeltäter sind, dann ist beim Fleisch das größte Einsparpotenzial. Welche Politiker trauen sich? Ich mage zu prophezeien, dass die “primitiven aber glücklichen” Menschen zu Protesten neigen würden. Man darf den Deutschen alles weg nehmen; ihre Rechte, ihr Geld, ihre Souveränität, ihr Grundgesetz und vieles mehr, aber um gottes Willen, nehmt einem Gorilla niemals seine Beute weg. Auf Fleisch kann man verzichten, aber auf Mobilität nicht! Auch aus diesem einfachen sozialen Grund sollte man lieber Fleisch statt den Verkehr besteuern.

PS: Dies ist ein “In your Face”-Artikel an alle fanatischen Gutmenschen, die meinen sie könnten mit ihrer affigen CO2-Planwirtschaft das Wetter beeinflussen. Methan und natürliches CO2 machen den Großteil der Treibhausgase aus. Das Kontrollieren des winzigen Anteils an “menschlichem CO2″ schränkt unsere Freiheit ein. Konsequent libertäre Menschen versuchen so wenig wie möglich Fleisch zu essen.

Beitrag erschien auch auf: pinksliberal.wordpress.com

Sven von Storch

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