Europawahl_ Die neue Gefahr von rechts

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Europawahl_ Die neue Gefahr von rechts
Datum: 27.01.2014, 19:20

25. Mai 2014 wählen wir das EU-Parlament. Doch seit einiger Zeit zeichnet sich eine wachsende Gefahr vom rechten Rand ab. Die Ideologie ist mitten in der Gesellschaft angekommen und zeichnet sich durch eine gefährliche Zustimmung der breiten Bevölkerung aus.

Die neuen rechten Kräfte wollen, dass “alle Menschen Brüder werden”. Mit solchen Parolen will man die Menschen gleichschalten und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln. Wer das nicht möchte, wird sofort diffamiert und als “anti-europäisch” abgestempelt. Schon in früheren Diktaturen auf deutschem Boden hat man Kritiker als “anti-deutsch” beschimpft; heute passiert das gleiche. Aus national wurde kontinental – die Methoden sind die gleichen. Natürlich geben auch die neuen (Ver)Führer nicht zu, was sie vorhaben. Über die gleichgeschalteten Medien impft man der Bevölkerung ein, dass es um Friede und Wohlstand gehe.

Einschnitte und zentralistische Planung müsse man hinnehmen, sagt man uns. Die neuen Rechten streben ein europäisches Großreich an. Auch eine umfangreiche Militarisierung ist in Planung. Was wir hier beobachten ist das Aufkeimen eines EU-Großreiches, das seine Bürger überwacht und Kritiker mundtot macht. Wie so oft in der Anfangsphase einer rechten Diktatur machen die meisten Menschen mit. Vor allem die Deutschen bemerken den Schwindel erst, wenn sie wieder in ihren Wohnungen erfrieren oder in Schützenkräben verrecken.

Wer das EU-Großreich nicht möchte, hat keine Chance in den Medien. Zwangsfinanzierte TV-Standrichter wie Lanz wollen “ein klares Bekenntnis zu Europa”Ein Reich. Ein Volk. Eine Führung. Journalisten, die das nicht möchten, werden gnadenlos abgesägt. Das elitäre Propagandapack bestimmt, was politisch korrekt ist und was nicht. Man muss sich mal überlegen, was in der Vergangenheit schon alles politisch korrekt war. Vieles davon wäre heute kriminell. Die meisten Gegner des EU-Großreiches sind nicht gegen Europa. Im Gegenteil: Echte Demokraten wollten ein Europa der Mitbestimmung, frei von Zentralismus, bedingungslosen Bankenrettungen, Spardiktaten, NSA und Lügenpropaganda. Wer das EU-Großreich ablehnt, will nicht automatisch einen Nationalstaat. Es gibt auch EU-Kritiker, die ein demokratisches Europa möchten. Es gibt nicht nur “pro” oder “contra”. Die neue rechte Propaganda implementiert gezielt eine gefährliche Stimmung zur Gründung des neuen EU-Großreiches: “Wer nicht bedingungslos und vollumfänglich mitmacht, ist dagegen”.

Man sollte nicht alle Macht an eine kontinentale oder nationale Stelle geben. Demokratisch wäre es, wenn alle Macht vom Volke ausginge; von jeder einzelnen Person. Am 25.05.2014 liegt die Entscheidung bei den Bürgern: Wollen wir den neuen rechten Kräften erlauben, ein faschistisches Großreich auf europäischem Boden zu errichten, oder wollen wir das nicht? Erkennt die Signale: Die Ideologie ist da, die Pläne zur Gründung eines Großreiches sind da, die (Ver)Führer sind da, das Militär ist da, die Ablenkungspropaganda ist da, die elitären Standrichter sind da und eine breite Zustimmung bei den Bürgern ist da. Viel mehr Zutaten braucht eine neue rechtsradikale Diktatur nicht.

Ach ja noch was: Ich möchte die EU weder mit dem dritten Reich, noch mit der UdSSR vergleichen. Die EU ist etwas neues und anderes. Viele Signale und Prozesse sind zwar ähnlich, haben aber eine neue Qualität. Die EU ist eher ein Gebilde, das man “viertes Reich” nennen könnte.

Beitrag erschien zuerst auf: pinksliberal.wordpress.com

Sven von Storch

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