Ein Tritt ins Fettnäpfchen

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Ein Tritt ins Fettnäpfchen
Datum: 11.11.2013, 19:27

Nicht nur Fastfood und Süßes könnte bald teurer werden. Die Einheitspartei, auch große Koalition genannt, plant eine Fett- und/oder Zuckersteuer. Dänemark hat es bereits versucht und diese Steuer bereits wieder abgeschafft. Es macht einfach keinen Sinn, Nährwerte zu besteuern!

Nährwertangaben auf Lebensmitteln sind für viele ein Rätsel. Im Prinzip geht es nur darum, wieviel Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate in dem Produkt enthalten sind. Außerdem wird über die zusätzliche Angabe von beispielsweise Zucker und gesättigten Fessäuren eine Info über die Produktqualität geliefert. Ebenfalls angegeben ist der Brennwert (kcal/kJ). Ein hoher Zuckeranteil kann nach dem Workout sinnvoll sein – die Muskeln brauchen das. Ernähre ich mich dann etwa ungesund?

Viele Nährstoffe haben auch einen Gegenspieler. Kombiniert man diverse Lebensmittel, dann kann sich  das Gleichgewicht verschieben. Je nach Stoffwechseltyp kann es dem Körpergewicht dienlich sein, auf Kohlenhydrate (u.a. Zucker) zu verzichten. Andere schlagen eher auf Fette an. Vor allem eiweißreiche Nahrung hat einen hohen Brennwert, aber ohne die entsprechenden Kohlenhydrate kann der Körper nicht viel damit anfangen. Was genau soll also nun besteuert werden? Die Logik hinter dieser geplanten Steuer erschließt sich mir nicht.

Jeder Mensch ist anders. Die einen essen viel und die anderen weniger. Auch haben wir alle einen unterschiedlichen Energiebedarf. Die einen essen 5 mal am Tag “was kleines” und die anderen hauen 3 mal am Tag kräftig rein. Der Plan Nährwerte zu besteuern wird nicht zielführend sein. Das ändert aber nichts an der zu lösenden Problematik: Die Deutschen sind zu dick. Daran besteht kein Zweifel. Auch ist klar, dass Fastfood und viele Fertigprodukte keine Lebensmittel, sondern einfach nur chemischer Füllstoff sind.

Ich habe eine bessere Idee: Nicht die Nährwerte besteuern sondern die Verpackungen. Frische Lebensmittel muss man nicht aufwendig verpacken. Zumindest nicht so aufwendig wie Konserven und “Suppenpäckchen”. Ich versuche immer frisch einzukaufen und bringe die Verpackung selbst mit. Wenn ich die Müllberge von McDoof und Co. sehe, dann wird mir übel. Die Politik könnte einen Weg finden, wie wir Kunststoffe vermeiden . Was auf keinen Fall entstehen darf ist eine neue ökosozialistische Zwangsabgabe.

Die Idee, dass kranke Menschen, ihre selbst verursachte Krankheit (das Übergewicht) selbst bezahlen, finde ich hingegen gut. Banken sollen ihr selbst verursachtes Schlamassel bekanntlich auch selbst bezahlen. Ich sehe die Krankenkassen in der Pflicht. Wer gesund lebt, zahlt weniger und wer selbstbestimmt und freiheitlich ungesund leben möchte, der soll das dürfen, muss aber die Folgen selbst bezahlen. Was entstünde ist ein Gesundheitsmarkt. Aktuell haben wir einen Krankenmarkt. Es lohnt sich finanziell nicht, gesund zu leben, deshalb braucht es Anreize für Sport und bewusste Ernährung.

Beitrag erschien auch auf: pinksliberal.wordpress.com

Sven von Storch

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