Die nächste Wirtschaftskrise wird pervers
Die nächste Wirtschaftskrise wird pervers
Datum: 05.10.2015, 23:35
Volkswirte reduzieren reihenweise ihre Wachstumsprognosen und die US-Zinswende ist in Gefahr. Es kündigt sich in großen Schritten eine neue Rezession an. Diesmal wird es nicht nur heftig, sondern auch ekalhaft.
O-Ton Schäuble in der NYT: “Wir können eine politische Union nur durch eine Krise erreichen.” Die seit 2008 noch immer andauernde Systemkrise führte bisher zu Prozessen, die die Menschen ihrer Freiheit beraubt und staatsähnliche Konstrukte mit ungeahnter Macht versorgt. Wir erleben einen Prozess hin zur Zentralisierung, Enteignung, Massenüberwachung und Volksverblödung. Die nächste Krise wird noch heftiger und weil der Wähler gerne seine Euronazis wählt, wird sie noch viel perversere Prozesse in Gang setzen.
Die neue Wirtschaftsflaute wird von den USA mit einem Timelag von 3-9 Monaten zu uns kommen. Die Medien hat es nicht interessiert, aber geneigte Leser wissen, dass die USA letzte Woche wiedermal fast pleite war. Am 11.12.2015 sind die USA dann wieder “quasi-pleite”, wie der Spiegel schreibt. In den USA ist Wahlkampf! Das heißt, die beiden Parteien werden sich gegenseitig wohl nicht viel gönnen. Der Streit könnte eskalieren und ähnlich wie in 2013, zu einem “Shutdown” führen. Dieser schwarze Schwan könnte dem globalen Endgame zu endgültigem Schwung verhelfen.
Die Situation an den Finanzmärkten wird zunehmend unangenehmer. EM-Währungen sind völlig implodiert, Aktienkurse sind im Keller und die “risikolosen” Zinsen sind schon ewig bei Null. Hinzu kommen geopolitische Risiken wie Flüchtlinge, Krieg und Politiker, die zu dumm zur gepflegten Darmentleerung sind. Die vergangenen Jahre waren ein letztes Zucken von Seiten der Zentralbanken, um das derzeitige System zu erhalten. Bei der nächsten Wirtschaftsflaute ist das Pulver verschossen! Dann geht nichts mehr. Der Zins kann nicht weiter gesenkt werden. Was dann kommt sind viele bunte Geldscheine mit großen Zahlen drauf.
Wenn die nächste Krise kommt, dann kommt sie pervers. Die Regierungen sind so hoch verschuldet, dass sie handlungsunfähig sind. Auch die Zentralbanken können nichts mehr tun. Was dann folgt, ist die Politik in ihrer hässlichsten und brutalsten Form: Enteignungen durch neue Steuern und Abgaben auf Vermögen, damit sich das Pack noch einige Zeit über Wasser halten kann. Hierbei trifft es natürlich wieder Leistungsträger und kommende Generationen. Die nächste Wirtschaftskrise wird heftig, denn es gibt keine Instrumente, um gegen zu steuern. Die Konjunkturzyklen sind da – die Wirtschaft kennt Aufs und Abs und das nächste Ab könnte bald kommen.
Krisen laufen immer anders ab. Einen Vergleich zu 1929 oder 2008 lohnt sich nicht. Ob es blutig, heftig oder pervers wird, müssen die Bürgerinnen und Bürger, die betroffen sind, entscheiden. Unser Schuldgeldsystem hat definitiv ein Ablaufdatum. Das Problem dabei ist, dass wir es nicht kennen. Ich persönlich rechne nur mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit für ein kurzfristiges Eskalationsszenario. Bevor das System zusammenbricht, werden wir noch nette Dinge wie Bargeldverbot, Enteignung und den zentralisierten Polizeistaat erleben. Wichtig dabei ist, dass man nicht zu 100% vom Zusammenbruch ausgeht. Es ist lohnender das System noch so lange zu nutzen, wie es noch läuft.
Lesetipp: Der Crash kommt nicht
Zuerst erschienen auf pinksliberal.wordpress.com
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