Der Crash kommt in Raten

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Der Crash kommt in Raten
Datum: 04.08.2014, 20:55

Deutschland hat zirka 2 Billionen Euro Schulden. Für die erste Billion haben wir 45 Jahre gebraucht (1950-1995). Für die zweite Billion haben wir nur noch 18 Jahre benötigt. Die USA hat knapp 15 Billionen Euro Schulden. Für die ersten 10 Billionen Euro Schulden hat die USA fast 215 Jahre gebraucht. Knapp ein Drittel der heute 15 Billionen wurde seit 2009 aufgenommen. Die Schuldenberge wachsen schneller und stärker als die Realwirtschaft. Dies liegt vor allem daran, dass Kriege und Blödsinn finanziert wird, was kaum reale Werte oder Wohlstand schafft.

Jeder zehnte Euro, den wir an unseren Vater Staat zu überweisen haben, fließt als Zinszahlung aus dem “Wohlfahrtstaat” an seine Gläubiger. Jeder zehnte Euro baut weder Kitas noch Straßen und das obwohl wir das niedrigste Zinsniveau ever haben. Steigende Schulden und auch steigende Zinsen können und werden diese Quote drastisch erhöhen. Der Bund bezahlt auf seine Gesamtschulden zirka 1,34% Zinsen. Steigen die Zinsen auf z.B. 4,76%, dann fließt (vorrausgesetzt wir nehmen bis dahin keine neuen Schulden auf) bereits jeder Dritte Euro des Bundeshaushalts in die Zinszahlungen. Was wird eine Regierung in dieser Situation tun? Es gibt eigentlich nur 3 Lösungen: 1. Neue Schulden aufnehmen und Defizit in Kauf nehmen. 2.  Steuern und Abgaben erhöhen, oder 3. Ausgaben kürzen. Die meisten Regierungen entscheiden sich für “Defizit in Kauf nehmen”, denn sie wollen ja gewählt werden. Das Problem wurde dann zwar vergrößert, aber in die Zukunft verschoben. Durch mediale Verdummung und Ablenkung wird das niemanden stören.

Irgendwann kommt der Tag, da ist die Schmerzgrenze erreicht. Dieser Tag definiert sich mit der Tatsache, dass der Staat keine Steuern und Abgaben mehr erhöhen kann. Durch Propaganda, totale Verdummung und gelenkte Meinungsmache hat der Staat noch ziemlich viel Spielraum. Die Menschen lassen sich gerne versklaven, aber sie wollen glücklich dabei sein. Schon heute bezahlen wir zirka 70% unseres Einkommens an den Staat. Die deutschen Spießbürger sind obrigkeitshörig und werden sich daher noch viel krasser ausbeuten lassen. In anderen Ländern und Kontinenten ist das anders, weshalb der Crash in Raten kommt.

Über zwei Drittel der Weltverschuldung gehört zu den drei reichsten Ländern: USA, Deutschland und Japan. Für den finalen Kollaps genügt es, wenn eines dieser drei Länder pleite geht. Beginnen wird es mit Japan. Japan ist mit 237% des BIP verschuldet. Selbst Griechenland “schafft” nur 157%. Japan hat aber auch andere gravierende Probleme, wie eine sehr fortgeschrittene demografische Entwicklung.  Im Jahr 2030 wird jeder vierte Japaner über 65 Jahre alt sein. Diese Menschen sind heute schon geboren, daher weiß man das so genau, sofern die Geburtenrate gleich bleibt. Die USA wird sich mit Kriegen und notfalls einer Inflation in die Zukunft retten. Deutschland fällt als letztes, denn die Propaganda wird es schaffen, dass der Michel noch sein letztes Hemd gibt.

“Ein Crash in Raten”, so kann er ablaufen: Bevor es “nach unten” geht, werden wir kurz- bis mittelfristig noch drastisch die Fallhöhe erhöhen. Durch lokale Krisenherde wird immer mehr zentralisiert und globalisiert. Die Währungen kommen unter Druck. Von den aktuell ca. 60 Währungsräumen bleiben vielleicht noch eine Hand voll übrig. Die Rolle des US-Dollars bleibt neben dem Euro und dem Remninbi stark. Dieser zentralisierte Geldsozialismus wird für weitere Ungleichgewichte sorgen. Eine Währungsunion ist vergleichbar mit einem schlechten Koch. Er wirft Lebensmittel mit unterschiedlichen Garzeiten in den gleichen Topf. Manches wird roh bleiben und anderes wird verbrennen. Es kommen also bereits in dieser Phase ziemlich viele Menschen unter die Räder.

So trifft es die Deutschen: Viele Dinge wurden schon ausprobiert. Schauen wir nach Zypern, wo man einfach für 2 Wochen alle Banken geschlossen hat. Oder schauen wir nach Griechenland, wo Immobilien mit Zwangshypotheken belastet werden. Oder schauen wir nach Spanien, wo Sparer auf ihre Einlagen eine Abgabe zu entrichten haben. Es ist alles bereits da, allerdings noch auf Sparflamme. Die Propaganda wird zu gegebenem Zeitpunkt die Instrumente in gekonnt loyaler Manier bewerben. Die Schließung von Banken, Online-Banking und die Deaktivierung von Zahlungskarten kann per Knopfdruck geschehen. Am besten eignet sich aber ein Wochenende, damit man die eventuelle Reform sauber abwickeln kann. Es ist eine Frage der Logik! Irgendwann kommt es zu den eingangs erwähnten Zinszahlungen auf die Bundesschuld. Wenn die Einkommen der Menschen nicht weiter belastet werden können, dann muss der Staat natürlich an die Vermögen.

Was kommt nach dem Crash? Ich glaube nicht an einen “Reset”. Der Staat wird sich an den Vermögen der Menschen bedienen und danach weiter existieren. Der Staat und seine verlogene Elite sichert sich dadurch ihre alternativlose Macht und beginnt einfach neu. Schulden werden mit Guthaben verrechnet, damit man wieder neue Spielräume hat. Dies funktioniert dann wieder 50-100 Jahre. Es bleibt zu hoffen, dass alles friedlich abläuft. Vor allem die Deutschen sind dafür bekannt, dass sie alles kurz und klein schlagen wenn ihnen “Brot und Spiele” entzogen wird. Der Crash ist kein “schneller, heftiger Knall” sondern ein Prozess, der mehrere Jahre andauern kann. Ob es schon begonnen hat, kann ich nicht sagen.

Bis es soweit ist, sollte man das System für sich nutzen, denn ändern kann man es nicht. Die Masse der Menschen hat nicht den Willen, etwas zu verändern. Freiheit gilt als “neoliberal und böse” und Kritik am Papiergeld gilt als Verschwörungstheorie. Die Menschen werden wie Frösche gekocht. Es tut ihnen nicht weh, denn sie sind bereits bewusstlos. Ganz vielen Menschen geht es gut, denn das Morden findet (noch) woanders statt. Wer das System für sich nutzen möchte, muss loyal sein und deren Spiel mitspielen. Dabei sollte man darauf achten, dass man Papier in echte Werte konvertiert. Wer es kann, nutzt auch Finanzinstrumente, um mit dem täglichen Wahnsinn Profite zu machen. Umverteilung findet statt und wird von den Menschen geliebt (siehe Wahlergebnisse). Man sollte darauf achten, dass man auf der Empfängerseite steht. Die Geberseite soll von mir aus weiterhin z.B. RTL2 schauen, damit sie keine unbequemen Fragen stellt.

Beitrag erschien auch auf: pinksliberal.wordperss.com

Sven von Storch

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