3 Wege aus der Schuldenkrise

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3 Wege aus der Schuldenkrise
Datum: 11.02.2015, 11:13

Egal ob Japan, Europa oder USA: Alle großen Wirtschaftsräume haben ultimativ viel Guthaben und Schulden. Auf einen oder mehrere der 3 Handlungsoptionen wird man sich einigen.

1. Steuererhöhungen

Steuererleichterungen sind out und die Menschen bezahlen gerne viel Steuern, denn sie denken es würden damit Straßen und Kitas gebaut. Ein Weg aus Privatvermögen staatliche Einnahmen zu generieren sind stets Steuern. Die Schmerzgrenze für neue Abgaben ist noch lange nicht erreicht. Mit entsprechend guter Propaganda können durchaus noch weitere fiskalische Raubzüge gestartet werden. Unter dem Vorwand Bildung, Kitas, Sicherheit und Infrastruktur werden immer mehr Steuern eingetrieben, die dann in dunklen Kanälen verschwinden.

2. Inflation

Durch die Entwertung von Guthaben und Schulden bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum sinkt die reale Schuldenquote. Dieser Weg ist der politisch einfachste, denn es müssen keine Steuern erhöht werden. Inflation entsteht durch steigende Löhne, billiges Geld und eine brummende Wirtschaft. Die Gefahr dabei ist, dass sich Inflation oft nicht nur in den Verbraucherpreisen sondern auch in anderen Assets zeigt, was zu gefährlichen Preisblasen führt. Inflation enteignet Sparer und die Altersvorsorge während sie Schuldner wie den Staat oder Unternehmen zu Gute kommt.

3. Vermögensabgabe

Die Schuldenkrise definiert sich dadurch, dass es ultrahohe Privatvermögen und ebensohohe staatliche Schulden gibt. Die banalste Lösung wäre also eine direkte Verrechnung: Ein Schnitt bei den Privatvermögen zu Gunsten des Staates. Auch hier wird unsere Propaganda dafür sorgen, dass sich die Betroffenen entsprechend gut fühlen werden. Eine Vermögensabgabe mit Schuldenschnitt vernichtet Geldmenge und sorgt natürlich für weniger Investitionen, was Wachstum kostet. Mit weniger Schulden benötigt man aber auch nicht mehr ein so hohes Wachstum.

Aktuell läuft alles auf eine Mischung der Optionen 1 und 2 aus. In allen 3 Fällen wird Privatvermögen beschnitten und dem mächtigen Staat zugeführt, damit er wieder ein oder zwei Legislaturperioden weitermachen kann. Eigentlich wäre die Leistung, die jeder Mensch mit seinem eigenen Körper erbringt, sein eigenes Eigentum, doch der Staat und die Geldpolitik maßt sich an, dieses Eigentum zu stehlen. Das ist die neue neosozialistische Umverteilung. Was wir wirklich bräuchten wären Steuererleichterungen und eine neue (höhere) Erbschaftssteuer. Die Kaufkraft der breiten Masse wäre gestärkt und wer “ohne Leistung” mehr Geld bekommt, als er jemals ausgeben kann, der wird für die Solidargemeinschaft zur Kasse gebeten.

Beitrag erschien auch auf: pinksliberal.wordpress.com

Sven von Storch

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