Jedes Kinderzimmer nur eine Glotzebude?

Eine Gruppe glücklicher und spielender Kinder links, rechts daneben sitzt ein Kind einsam und allein vor dem Fernseher – das ist das Welt- und Familienbild der Grünen. Nach wochenlangen Verbalattacken gegen das Betreuungsgeld setzt die Bundestags-Grünen-Fraktion mit diesem Kampagnenbild ihrer diffamierenden Anti-Betreuungsgeld-Kampagne nun die Krone auf.  

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Spielende Gruppe Kinder links, einsames Kind vor dem Fernseher rechts

Denn was anderes als „Kinder, die daheim statt in der Kinderkrippe betreut werden, vereinsamen unglücklich vor der Glotze“ unterstellt dieses Bild? Es reicht den Grünen mittlerweile wohl nicht mehr, den Eltern schlicht abzusprechen, sie könnten ihre Kinder auch nur annähernd frühkindlich so bilden wie dies Erzieherinnen staatlicher Kinderkrippen könnten, nein das geht ihnen nicht weit genug. Nun muß auch noch das Buschkowski-Argument der Flachbildschirme herhalten, um es so richtig überzeugend zu machen. Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen, setzen ihre Kinder, na klar – vor die Glotze, denn was anderes können die gar nicht. Das geht nun auch wohl vielen treuen Grünen-WählerInnen entschieden zu weit. So finden sich im Kommentarbereich des Artikels zu diesem Bild solch interessante Kommentare: 

„Wieso muss ich mich als Grünen-Wählerin, die eine zweijährige berufliche Auszeit für die Tochter nimmt, seit Monaten so erniedrigen lassen? Ich freue mich auch darauf, später wieder zu arbeiten, doch erstmal bin ich glücklich mit meinem Kind. Und bestimmt nicht zu blöd, meine Tochter gut zu betreuen.“

„Sind die Grünen denn jetzt von allen guten Geistern verlassen? Die überwiegende Mehrzahl von Eltern, die sich verantwortungsvoll um ihre Kleinkinder kümmern, derartig zu diffamieren? Jedes Kinderzimmer nur eine Glotzebude? Ich bin eine Grüne der ersten Stunde - aber das jetzt geht zu weit. Wie kann eine Partei, die einmal für mehr Menschlichkeit aufgebrochen ist, derartig auf Müttern herumtrampeln?“

„Bisher war ich eine treue Grün-Wählerin. Seit der Debatte über das Betreuungsgeld kann ich jedoch nur den Kopf darüber schütteln, welche Meinung vorherrscht. Ich betreue meine Kinder selbst zu Hause (2 Kleinkinder) und ich empfinde es als grausam, dass es mittlerweile als normal gilt, seine Kinder in fremde Hände zu geben, die sich in diesem Alter (1-3) oftmals noch nicht vollständig erklären können!“

Interessant auch, da - schaut man den Blätter- und Medienwald so durch - man doch stark den  Eindruck gewinnen könnte, ganz Deutschland wolle seine Kinder in Krippen betreuen lassen, nur ein kleines Dorf irgendwo im Süden Deutschlands würde noch für die Betreuung durch die Eltern streiten. Das Hauptargument der Opposition gegen das Betreuungsgeld, auf dem sie so „kreativ“ herumreitet, stößt dabei auch vielen Anhängern von Rot und Grün übel auf, sind doch die meisten von ihnen recht glücklich bei, und in den ersten Jahren hauptsächlich von ihren Müttern/Eltern höchstpersönlich selbst betreut, groß geworden: Das „Fernhalte“-Argument torpediert und diffamiert die Erziehungsleistung aller Eltern, die sich liebevoll und aufopfernd um ihre Kinder kümmern. Und es unterstellt, nur der Staat könne wirkliche Erziehungs- und Bildungsarbeit leisten. Ja man bekommt fast den Eindruck, so formulierte es auch einer der Kommentatoren, „als wollten die Grünen die Mütter um jeden Preis von ihren Kindern fernhalten.“

www.gruene-bundestag.de/themen/familie/kita-ausbau-statt-betreuungsgeld.html

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Melanie

@Bürger
Viele Eltern entscheiden sich nur scheinbar freiwillig für eine Krippe. In Wahrheit sind sie gezwungen, ihr Baby dort abzugeben, weil ein Verdiener in der Familie nicht mehr reicht für den Lebensunterhalt. Von "freiwillig" kann dann nicht wirklich die Rede sein.
"Kinderkaserne" ist ganz gut. Ich denke an "Kinderdepot". Morgens abgeben, abends holen, dazwischen deponiert.

Gravatar: Lupengucker

@K.Weber
Sie sagen es!
Für mich sind auch die GRÜNEN die eigentlichen "Totengräber" unserer Gesellschaft.

Gravatar: Karin Weber

Die GRÜNEN nehmen für mich immer mehr faschistoide Züge an. Den Einstieg in die Gesellschaft haben sie über den Missbrauch des Umweltbewusstseins der Menschen geschafft. Heute formen sie den neuen Menschen per Gender-Mainstreaming. Väter bzw. Familien passen nicht in dieses Konzept.

Gravatar: Petra

Die Grünen und ihr sozialistisches Menschenbild!

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