Ist die Antwort auf alle Fragen „68“?

Anders als in dem genialen Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ konnte man im gerade zu Ende gehenden Jahr 2018 den Eindruck gewinnen, die Antwort auf alle Fragen ist nicht „42“, sondern „68“.

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Für die einen ist das Jahr 1968 nach wie vor die Chiffre für alles Gute, wie Demokratie, Fortschritt und Freiheit und für die anderen ist es dagegen die Wurzel alles Bösen, wie Verharmlosung von linkem Totalitarismus a la Mao und Ho-Chi-Minh oder RAF-Terror, sowie Urquelle linksgrüner Bevormundung und Umerziehung.

Da die Alt-68‘er und ihre Bewunderer gern international denken, wird von ihnen das Jahr 1968 oft auch als das Jahr weltweiten linken Aufbruchs dargestellt. Der Fakt, dass weltweit ganz unterschiedliche Ereignisse, wie z.B. die Unruhen in Paris, in Mexiko oder in Prag (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/1968 ) nur bedingt miteinander zu tun hatten, könnte aber die schöne kosmopolitische Andacht stören, weshalb das kaum erwähnt wird.

Für mich als „89’er“ sind die zu jedem 68’er-Jubiläum wiederkehrenden Erzählungen der mehrheitlich ungedienten West-68er das Gleiche, was für die 68‘er damals wohl das „Vater-erzählt-wieder-vom-Krieg“ war: Ausgeschmückte Anekdoten älterer Herrschaften (und Frauschaften natürlich genauso) von dicken Eiern, vom zivilen Ungehorsam gegen mächtige Gegner, ein ewiger Kampf des kleinen Guten gegen das große Böse.
Aber so, wie es schon mit  den „Vater- bzw. Opa-erzählt-vom-Krieg“-Geschichten war: Irgendwann kennt man alle Storys und ahnt, dass dabei alles was nicht so heroisch war, lieber weggelassen wird, bis es einen irgendwann dann nur noch nervt.
Diese linke Endlos-Erzählung geht ungefähr so:
„Einst gab es einmal einen Nazi-Deutschland-Nachfolgestaat namens BRD, in dem waren noch ganz ganz viele alte Nazis in Amt und Würden.
Dann kamen die jungen Studenten und kämpften gegen die alten Nazis in der Generation ihrer Väter, kämpften gegen den Muff, für Freiheit und Demokratie, für Menschenrechte, für die Rechte von Frauen und anderen Minderheiten und für Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt und natürlich gegen den bösen Kapitalismus.
Heute aber, liebe Kinder, gibt es leider schon wieder solche bösen rechte Gruppen, wie z.B. die AfD, Pegida etc., die gegen die 68er-Ideen kämpfen. Ja hört nur, sie sagen es ja selbst, das sie die bekämpfen und das beweist ja wohl klar, dass sie somit gegen Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechte von Frauen und Minderheiten sind.
Aber gegen diese Bösen steht das breite gesellschaftliche Bündnis aller Demokraten…bla, bla, bla. So, und nun schlaft schön.“
Was ist falsch an der Erzählung? Ja, die 68er kämpften für Freiheit, primär allerdings entweder nur für ihre persönlichen kulturellen bzw. sexuellen Freiheiten oder außerparlamentarisch für die Freiheit, gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit die parlamentarische Demokratie zugunsten eines unklaren Sozialismus-Experiments abschaffen zu können.
Über die These einer irritierenden Parallele der 1933er und der 68er-Jugendbewegung hat bereits Götz Aly, als 68‘er-Insider, in seinem Buch „Unser Kampf: 1968 - ein irritierter Blick zurück“ sehr anschaulich und ehrlich geschrieben.
Aber auch ohne diese These bleibt der schale Nachgeschmack, dass eigentlich trotz bunter „Flower-Power“ ein neuer linker Totalitarismus angestrebt wurde, wenn natürlich auch nur zur „endgültigen Befreiung der Menschheit“.

Nimmt man mal etwas Emotion aus dem Thema raus, fällt als erstes auf, wie wenige Akteure damals 1968 in Westdeutschland eigentlich wirklich aktiv an den Demos teilgenommen haben. Es ist kein Vergleich z.B. mit dem 17. Juni 1953 in Ostdeutschland.
Der größere Teil der Bevölkerung, also z.B. die Arbeiter, die Älteren, die ländlichere Bevölkerung hat gar nicht teilgenommen, ganz im Gegenteil, sie lehnten das oft ab.
Es war nur die Rebellion einer relativ kleinen, satten und vor allen Dingen lauten Gruppe: der Studenten im freien Westen.
Deshalb hieß es auch richtig „Studentenunruhen“ und nicht Volksaufstand oder gar Revolution, wie sie es gerne hätten.
Anders als zur gleichen Zeit in Frankreich, fehlte den deutschen Studenten  z.B. jegliche Verbindung zu streikenden Arbeitern oder zu einer sympathisierenden Bevölkerung, wie bei den Aufständischen in Prag.
Viel später weitete sich diese 68er-Bewegung dann allerdings auch dank sogenannter „soft skills“, wie z.B. der westlichen Pop-Kultur und Naturschwärmerei, zu einer veritablen Jugendbewegung aus, inklusive der geistigen Sumpfblüte des Links-Terrorismus, die 1977 ihren Höhepunkt hatte und die dann erst in den frühen 90-igern nach der Wiedervereinigung endete.
Mit ihrem Marsch durch die Institutionen, vor allen Dingen in „soft skill“-Fächern als Lehrer, Soziologen und Journalisten und mit einem beständigen kulturellen Wirken haben die 68er so bis heute eine sehr nachhaltige Umgestaltung unserer heutigen Gesellschaft hervorgerufen.

Auch im Osten gab es ein „1968“, das hier aber vor allen Dingen für das Scheitern des Prager Frühlings stand.
Dieser hatte aber mit den Studentenunruhen im Westen wenig zu tun.
Er war als Reformversuch der Parteiführung unter Alexander Dubcek eher eine verspätete Reaktion der tschechoslowakischen Kommunisten auf die Volksaufstände im Ostblock, die es seit dem 17. Juni 1953 in Ostdeutschland, also 15 Jahre vorher, dann 1956 auch in Ungarn und Polen gab.
Es war der Versuch durch mehr marktwirtschaftliche Elemente und einer gewissen Liberalisierung, also letztlich durch weniger Sozialismus und mehr Sozialdemokratie solchen Unruhen vorzubeugen.
Inhaltlich gab es keine Gemeinsamkeiten, beide Bewegungen waren eher Antipoden, denn im Gegensatz zu den Prager Bürgern, die weniger Sozialismus wollten sehnten die 68‘er Studenten im Westen ja einen Sozialismus und Internationalismus regelrecht herbei.
1968 reiste auch ein Rudi Dutschke nach Prag um die Bürger für eine internationale Revolution zu gewinnen. Doch, obwohl er in seiner Kindheit und Jugend mal DDR-Bürger war, verstand er die Welt nicht mehr. Für seine sozialistischen Träume interessierte sich dort in Prag keiner mehr (Link: https://www.deutschlandfunk.de/uneinigkeit-auch-40-jahre-spaeter.795.de.html?dram:article_id=117511 ).

Was bleibt für Konservative von heute vom Jahr 1968 übrig? Ist es der Schlüssel zum Verständnis unserer heutigen Probleme und der Spaltung unseres Landes?
Nicht ganz, denn es gab einerseits eine linke Bewegung die viel weiter in die Vergangenheit zurückreicht als 1968, zu Marx, zu Rousseau, zur Französischen Revolution und zu den Bauernkriegen unter Thomas Münzers aufrührerischen Reden. In all dem lag immer schon ein Keim zur Zerstörung von Ordnungen, ohne etwas tragfähiges Neues bereitstellen zu können
Andererseits wuchs nach 1990 dann im wiedervereinigten Deutschland nochmal zusammen was trotz mancher Spannungen lange schon zueinander strebte, die Ostlinke (SED-PDS-Linke) nahm die vielen heimatlosen Westlinken auf und band sie parlamentarisch mit ein und im Westen insgesamt bildete sich überall so etwas wie ein linksliberaler Kartellkonsens heraus, der in Deutschland von der Linkspartei bis zur CDU/CSU reicht.

Da wir keine Zeit zurückdrehen können, müssen wir den Fakt akzeptieren, das viele 68’er und die von ihnen nachfolgend geprägten Generationen heute noch über sehr viel Einfluss, als Professoren, Journalisten, Richter etc. pp verfügen und es, bis auf wenige Renegaten, nun mal unsere politischen Haupt-Gegner sind, da sie sich mit den Grünen den parlamentarischen Arm ihrer Bewegung geschaffen haben.

Heute ist es die demokratische Rechte, die in Deutschland wirklich für Freiheit, für echte Demokratie, und Einhaltung von Bürgerrechten im Kampf gegen Ideen von der Zerstörung der Nation, der Familie, der Partnerschaften und des Eigentums steht.
Von Ideen, die aber oft noch älter als die Alt-68’er sind. (Link: https://www.epochtimes.de/wissen/geschichte/die-freie-liebe-das-gescheiterte-sowjetische-experiment-a2158469.html )
Deshalb sollten wir nicht ahistorisch die 68’er dafür alleine verantwortlich machen.
Und nicht vergessen: Von ihren kreativen Protestformen wird so einiges heute auch von uns genutzt – leider noch viel zu wenig.
Angesichts des inzwischen sogar in Kitas praktizierten Gender Mainstreamings oder der staatlich geförderten Denunziationskultur bräuchten wir z.B. dringend „alternative Kinderläden.“

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Unmensch

Die sozial-emotionale Schwarmintelligenz kann gut mit Kultur und ähnlichem umgehen, aber schlecht mit Dingen, Organisationen und Staaten, Deswegen würden die am liebsten das alles abschaffen, denn es stört sie nur.
Und weil es durch die hohen Kriegsverluste des 20. Jhdt. eine wesentliche Krise der Nationalstaaten gab, haben die sozial-emotional begabten Menschen das ausgenützt, um sich an die Hebel der Macht zu setzen.
Dort tun sie nun alles, um Staat, Recht, Sicherheit und Kapital zu schwächen - und um im Gegenzug staatenlose Menschen zu vermehren, auf dass das Werk der Auslöschung dauerhaft sei.

Gravatar: karlheinz gampe

Erinnert sei hier auch an die Ermordung an den Studenten Benno Ohnesorg, der durch den DDR Stasi Agenten Kuras in der berliner Polizei hingerichtet wurde. Die Berliner Polizei hat diesen Mord vertuscht und der kriminelle Stasi Agent wurde von der Systemjustiz damals frei gesprochen. Die Hippies Blumenkinder waren unpolitisch, standen auf Drogen und freie Liebe. Folgten oft ihren Gurus nach und hatten mit der Studentenbewegung wenig am Hut. Rote Stasi , Linke gehen über Leichen wie die Geschichte zeigt. Wer ist so krank im Kopp und wählt linke, rote Stasi Parteien ?

Gravatar: Hans von Atzigen

So Umbrüche wie erwähnt Französische Revolution, usw.sind Gegenraktionen, die sich aus dem Scheitern, Versagen der jeweils etablierten, ergeben.
Aktuell ist eben das Scheitern, Versagen der links 68 iger
aktuell. Tja die waren laut regelrechte Schreihälse,grins
mit unterentwickelter Birne. Das tragische die sind das geblieben, die Weiterentwicklung ist marginal ausgefallen.
Tja jetzt sind die genau das gleiche, das die damals
deren ,,Alten,,vorgeworfen haben alte bornierte Ideologieknaker mit geringer Chanse sich dessen
auch noch bewusst zu werden. Hoffnungslos.
Was die zurücklassen ist ein beispielloses Deasaster,
dessen Ende, Auswirkungen und Volgen nur in einem sehr groben Raster abschätzbar ist.
Es gab damals 60-70 iger Jahre noch eine andere Denkrichtung deren Ziel war die bestmögliche Vermeidung der aktuellen sich verdichtenden Probleme und Fehlentwicklungen.
Die ,,Sache,, hatte fatalerweise keine Schance, das Geschrei der 68.iger links Knalltüten hat alles, regelrecht
in den ,,Boden,, gestampft.
Als Beispiel sei hier nebst so einigen Anderen aus unterschiedlichen Disziplinen einer erwähnt.
Frederic Vester
Neuland des Denkens.
Vom Technokratischen zum Kybernetischen Zeitalter.
Alles im Winde verweht !!!
Fatal: Jetzt droht eben ein unerfreuliches ,,Zeitalter,,
die Enkel der 68 iger Generation darf die absehbare,
Megasch.ausfressen. Nicht so verantwortungsvoll,
eher unfreundlich, so etwas den Enkeln aufzuhalsen.
Tja das ist der Lauf der Geschichte.
Einmal mehr,eine unwiederbringliche Chance verbraten.

Gravatar: Wolfgang Brugger

Der Autor ist voll auf die Erzählung der L-Medien hereingefallen!
Rolf Peter Sieferle, der Autor von Finis Germania, war SDS Vorsitzender in Heidelberg. Nur der geringste Teil der 68 Studentengeneration endete als Grüne oder Linke. Die K-Gruppen, deren Anhänger bei den Grünen aufstiegen, waren in der 68-Generation isoliert und verachtet und repräsentieren sie keineswegs. Der Verrat der Grünen an der Friedensbewegung und der Opportunismus und die Inkompetenz der Linken beseitigten anfängliche Sympathien. Die heutigen Anhänger dieser Parteien haben mit den 68ern gar nichts gemeinsam. Auch nicht die Antifa Schmarotzer.
Die Diffamierung der protestierenden Studenten als Kommunisten war doch genauso wenig wahr, wie die Diffamierung der heutigen Opposition als Nazis! Die “revolutionären” Splittergruppen spielten zum Teil zwar eine Rolle bei der Organisation der Demonstrationen und Proteste, wurden aber nicht sehr ernst genommen, so etwa wie die Demonstranten in Dresden weniger ihre Unterstützung für die Funktionäre von Pegida ausdrücken, als ihre Opposition gegen die Politik der Systemparteien.
Die Frankfurter Schule spielte nur im Feuilleton eine Rolle. Niemand hat Marcuse gelesen. Habermas wurde der unschöne Spitzname Laberhas angehängt.
Die Mehrheit der Demonstranten hatte gut nachvollziehbare Motive und fanden auch Zustimmung in der Bevölkerung, was sich im Wahlsieg der SPD niederschlug, die eine neue Ostpolitik vertrat und mehr Freiheit wagen wollte.
Es bestand eine große Enttäuschung über die repräsentative Demokratie, die in den Schulen idealisiert dargestellt wurde. Nachdem den jungen Leuten die Augen aufgingen, begriffen sie, dass es nicht genüge, alle 4 Jahre Leute zu wählen, die dann über die Wähler bestimmen. Folgende Faktoren spielten eine Rolle.
Das Versagen der Weimarer Republik war damals bekannt. Die Reichsbrandverordnung beginnt mit dem Satz: „Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung wird zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte folgendes verordnet…“ Dieser Satz stellt die Motive der bürgerlichen Parteien klar, Hitler an die Macht zu bringen und eine nationalsozialistische Diktatur zu ermöglichen. Es fand ein Putsch von oben in 3 Schritten statt, der innerhalb von anderthalb Monaten die Weimarer Republik in eine Diktatur verwandelte.
1. Nach einer empfindlichen Wahlniederlage der NSDAP mit dem Ergebnis von 33% wurde Hitler von den bürgerlichen Parteien und Hindenburg am 30.1.33 an die Macht gehievt.
2. Die Reichstagsbrandverordnung vom 28.2.33 diente der Ausschaltung der Kommunisten und der Stärkung der NSDAP. Infolge des Terrors von SA und SS, die als Hilfspolizisten fungierten, kam bei der Reichstagsneuwahl vom 5.3.33 die NSDAP auf 44%. Die KPD erhielt 12,3%. Doch noch vor der ersten Sitzung des neu gewählten Reichstags wurden die Mandate der KPD annulliert. Dieser Schritt brachte der NSDAP die absolute Mehrheit.
3. Am 23.3.33 stimmten die bürgerlichen Parteien der Errichtung einer nationalsozialistischen Einparteiendiktatur zu. Das Ermächtigungsgesetz konnte nur mit einer Zweidrittelmehrheit verabschiedet werden. Es enthält u. a. folgende Bestimmungen: „Reichsgesetze können außer in dem in der Reichsverfassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden…“
„Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze können von der Reichsverfassung abweichen…“ Bei der Abstimmung zum Ermächtigungsgesetz zeigte sich die breite Zustimmung bürgerlicher Parteien, auch der liberalen Parteien. Nur die SPD stimmte dagegen und wurde dann verboten. Damit begann die Selbstauflösung der Parteien, die bereits im Juli beendet war. Übrig blieb die NSDAP. Die Neugründung von Parteien wurde verboten.
Die Studenten der Nachkriegsgeneration befürchteten eine Wiederholung der Geschichte. Theodor Heuss, der dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt hatte, wurde als Superdemokrat und leuchtendes Beispiel hingestellt und zum ersten Bundespräsidenten ernannt. Der Kommunismus wurde auch in der BRD als Schreckgespenst benutzt. Die Notstandsgesetze zeigen erschreckende Parallelen zum Ermächtigungsgesetz indem sie der Regierung ohne Zustimmung des Parlaments erlauben, Unruhen niederzuschlagen. Die Aufrüstung weckte Befürchtungen über einen neuen Krieg mit Russland mit der möglichen Konsequenz einer Vernichtung der Menschheit.
Der US Imperialismus mit Vietnamkrieg und USA gestützten Diktaturen
wurde als Entlarvung der westlichen Demokratie als Scheindemokratie wahrgenommen.
Es bestand ein starkes Bedürfnis nach einer Friedensordnung und der Beendigung des kalten Krieges.
Vorstellungen von Sozialismus bestanden nur als verschwommene Utopie. Eine Rolle spielte vielleicht die Zunahme der Zahl von Studenten aus den unteren Schichten. Vor allem aber ging es um eine Vermittlung bzw. “Synthese” im Konflikt Kapitalismus-Kommunismus. Der Kapitalismus sollte sozialer und der Sozialismus nach dem tschechischen Modell demokratisch werden.
Alle diese Bestrebungen sind viel eher mit dem Programm der AfD vereinbar, als mit den Tendenzen der Blockparteien. Die neuen Rechten entsprechen am ehesten den neuen Linken von damals.
Das postfaschistische Deutschland wurde aus einem anderen Schoß geboren.

Gravatar: Ede Wachsam

Diese roten und grünen „Bessermenschen“ verhalten sich genauso wie die Schriftgelehrten und Pharisäer damals zu Jesu Zeiten und daher wird es ihnen auch genauso ergehen wie es Jesus denen schon vorausgesagt hat wenn sie nicht umkehren von ihrer Selbstgerechtigkeit und versteckten Heuchelei und Boshaftigkeit.

Eine der moralischen Selbsterhöhungen, der Rot gefärbten 68’er und dem heutigen rot/grünen Einheitsbrei in Politik und Medien war, sich für was Besseres zu halten als die Generation ihrer Großväter und Väter. Die taten so, als wären sie natürlich nicht auf den Demagogen Hitler hereingefallen, hatten ja von Anfang an den vollen Durchblick und vor allem so viel Lebenserfahrung und auch die Not Deutschlands nach WWI am eigenen Leibe erlebt, so dass sie die Umstände hätten sofort erkennen können nicht wahr?. Wären diese Leute am Anfang im Paradies gewesen, hätten die natürlich niemals vom Baum der Erkenntnis gegessen, dank ihrer studentischer Gelehrsamkeit und der dadurch erreichten Superintelligenz und vor allem ihrer großartigen Herzensbildung, die über jede Verführung erhaben ist. (lol)

Insofern liefert hier Gottes Sohn diesen aufgeblasenen Besserwissern eine treffliche Analyse mit Voraus- und Nachschau, egal welcher Couleur die sind. In dieser Rede Jesu geht es nicht nur um diese frommen Leute damals, sondern weil die Bibel zeitlos ist, auch immer um unsere falschen menschlichen Haltungen heute, welche der Wahrheit Widerstand leisten und meinen damit auch noch im Recht zu sein. Daher kommentiere ich einmal den Sinn dieses Disputes den Jesus mit den damaligen „Gutmenschen“ seiner Zeit hatte und setze seine Kommentare, die ER wahrscheinlich heute, zumindest sinngemäß dazu sagen würde, in (Klammern) darunter. Noch einen wichtigen Satz Jesu vorab aus dem gleichen Kapitel 23 hier der Vers 12:
„Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht“

Matthäus 23, 27-36 (Luther)
27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat!
28 So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, (gerecht) aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.

(Weh euch ihr Roten und Grünen, die ihr Euch vor den Menschen als Gerechter und besser darstellt und mit Euren Fingern auf eure Mütter und Väter zeigt und heute auf die, welche Euch mehr und mehr durchschauen)

29 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt.
30 und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten!

(Wehe auch Euch Ihr schwarzen Heuchler die ihr regelmäßige Gendenkveranstaltungen für die ermordeten Brüder meines Volks abhaltet und große Gedenkfelder, Tafeln und Steine errichtet, aber Euch gleichzeitige in Heuchelei und Feindschaft gegen mein Volk wendet welches zu dieser Zeit wieder neben Euch in ihrem Lande in der Mitte der Erde lebt und deren tödlichen Feinde und ihre Zerstörungspläne ihr massiv unterstützt)

31 Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben.
32 Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll!
33 Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?

(Ihr hintertreibt die Einigkeit Israels, gönnt ihnen nicht einmal dieses kleine Fleckchen Land auf Erden als Staat und denkt nicht daran ihnen ihre 3.000 Jahre alte Hauptstadt Jerusalem zu gönnen, welche nie die Hauptstadt eines anderen Landes war und überredet sogar andere Staaten ihre Botschaften nicht nach Jerusalem zu verlegen, indem ihr sie regelrecht über die EU erpresst.)

34 Darum: siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige werdet ihr geißeln in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern,

(Ja ich habe angefangen ganz einfache arbeitende Menschen in Eurer Nation aufzuwecken, welche Euer schändliches Treiben durchschauen und ihr besitzt auch noch die Unverschämtheit, diesen das anzuhängen, was ihr selbst seid, Lügner, Heuchler, Demagogen, Gesetzesbrecher, Diktatoren und Unterdrücker der freien Rede und Feinde und hinterlistige Verräter eures eigenen Volkes.)

35 damit über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Secharja, des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar.
36 Wahrlich, ich sage euch: Das alles wird über dieses Geschlecht kommen.

(Da sich diese Leute genau so verhalten wie die damaligen Schriftgelehrten und Pharisäer, bescheinigt ihnen Jesus, dass sie auch Schuld am vergossenen Blut des gerechten Abel haben, und auch den Propheten Secharja ermordet haben, der allerdings auch schon zum Zeitpunkt als Jesus mit den damaligen „Gutmenschen“ sprach, schon 500 Jahre tot war. Jesus sagt damit im Klartext, dass jeder Mensch der meint etwas Besseres zu sein, also auch besser als ein Mörder, der wird von Gott des Mordes angeklagt werden. Denn wer Niemand ermordet hat und meint damit besser zu sein, verkennt dabei, dass nur Gottes Gnade ihn davor bewahrt- oder abgehalten hat. Aus uns heraus, behaupte ich, weil es auch Gottes Wort so lehrt, sind wir alle ohne jede Ausnahme auch zu jeder Schandtat fähig.)

SEINE Gerechtigkeit ist daher weitaus differenzierter als unsere Gerechtigkeit, die einem befleckten Kleid ähnelt, denn Gottes Gerechtigkeit reicht viel tiefer in die tatsächlichen Abgründe menschlicher Bosheit und richtet daher ein gerechtes Gericht über uns alle und vergibt denen die sein Urteil annehmen und sich zu den Anklagen als schuldig bekennen.

Mich selbst hat Gottes Geist nach einer Bußveranstaltung bezüglich der deutschen Schandtaten der Shoah gegen das jüdischen Volk, 1980 in Nürnberg, durchgeführt von bibeltreuer Christen aus 17 Denominationen und Gemeinschaften, die u.a. von Pastor Volkhard Spitzer aus Berlin mit initiiert war, auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg (ehemaliges Reichsparteitagsgelände) direkt gefragt, ob ich denn besser als meine Väter an den Juden gehandelt hätte? Ob ich nicht das Heil mit ausgestrecktem rechten Arm dort von A.H. erwartet hätte, kein Totenkopf SS Mann hätte werden können, kein KZ Leiter wie Rudolf Höß, kein brutaler KZ Aufseher oder Schreibtischtäter wie die SS Männer Adolf Eichmann, oder Reinhard Heidrich? Ob ich denn besser gewesen wäre als meine Väter und Jene, wenn ich im WWII schon erwachsen gewesen wäre, ohne SEINE Gnade? Es gab ja auch solche, denen Gott auch damals Gnade gab, auf dass sie nicht zu Mördern wurden, wenn es auch nur eine Minderheit war, aber meist sind oft die Wenigen auf der richtigen Seite und damit Gerechte.

Ich war wie von Donner gerührt und dann sprach ich mich in allen Punkten schuldig so als hätte ich alles selbst wie diese Leute begangen und bat den Vater im Namen von Jeshua unter Tränen um Vergebung und ER vergab mir mit dem Satz: „Mein Sohn, Deine Sünden sind Dir vergeben!“ Ach ja 1945 war ich erst 4 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt 1980 waren mir diese Bibelstellen aus Matth. Kap. 23, die ich zwar kannte, aber so gar nicht bewusst gewesen. Ich kam aber sehr schnell darauf, dass ER genau dies auch für uns heute in die Bibel hat schreiben lassen.

Tag‘s darauf hatte ich eine zuvor nicht gekannte Liebe für das jüdische Volk und den Staat Israel in meinem Herzen und bin u.a. in einem Internationalen Hilfswerk von Christen für das jüdische Volk und Israel tätig und habe den deutschen Zweig, 1998 zusammen mit meiner Ehefrau mitbegründet.

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