Tyrannei des Kulturmarxismus_ Bildersturm und Meinungs-Totalitarismus

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Tyrannei des Kulturmarxismus_ Bildersturm und Meinungs-Totalitarismus
Datum: 17.06.2020 - 09:15 Uhr

Die Büchse der Pandora ist längst sperrangelweit offen: Die Kulturmarxisten stellen die komplette Gesellschaft auf den Kopf. Alles wird infrage gestellt: Gender, Familie, Tradition, Nation, Staat, Gesellschaft, Wirtschaft, Werte, Tugenden und auch die Geschichte.

Bücher werden zensiert oder aus Bibliotheken entfernt. Denkmäler und Monumente werden gestürzt oder geschändet. Mit der Familie wird der Grundpfeiler der Gesellschaft aufgelöst. Alles ist im Zerfall begriffen.

Gesellschaften werden gespalten, Gruppen gegeneinander aufgehetzt

Ideologisch gibt es hierbei kein Endziel, außer vielleicht den völligen Kommunismus. Denn den Kulturmarxisten, jenen Linken, die sich von der Arbeiterschaft abgewandt haben und sich als elitäre Vordenker der neuen Welt geben, geht es nicht mehr um den alten Klassenkampf der Alt-Linken.

Die heutigen linken Intellektuellen haben den »Narrativ des Kampfes« umgewandelt vom Konflikt zwischen »Arbeiterklasse« und »Bourgeoisie« zum Konflikt der »Unterdrückten« (»Oppressed«) gegen ihre »Unterdrücker« (»Oppressors«). Damit wurde die Büchse der Pandora geöffnet. Denn überall auf der Welt, wo eine Hierarchie zu erkennen ist, kann man auch einen Konflikt zwischen »Unterdrückten« (»Oppressed«) gegen »Unterdrücker« (»Oppressors«) herbeireden.

Es wird also immer weitergehen. Es ist eine permanente Revolution. Mal ist es Rassismus (»die bösen Weißen«), mal ist es Sexismus (»die bösen Männer«), mal ist es der Kampf der LGBTQ gegen die Heteronormativität (»die bösen Normalos«), dann ist es der Kampf der Klimaopfer gegen die Klimatäter (»die bösen Autofahrer«), dann ist es der Kampf der Generationen (»meine Oma, die Umweltsau«).

Permanente Revolution und Destabilisierung von Staaten und Gesellschaften

Diese scheinheilige Pseudo-Differenzierung zwischen »Unterdrückern« und »Unterdrückten« wird immer weiter forciert, ohne Ende, ein Motor des permanenten Wandels. Das ist die Dynamik, die von linken Intellektuellen ausgedacht, an den Universitäten den Studenten indoktriniert wurde und heute von den Global-Oligarchen und NGOs ausgenutzt wird, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen.

Diese Dynamik wird auch angewandt, um Staaten und Gesellschaften zu destabilisieren. Man muss nur nach sozialen Ungleichheiten in der Gesellschaft suchen, dort die »Unterdrücker« und »Unterdrückten« ausfindig machen (der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt), und schon hat man eine gesellschaftliche Spannung erzeugt, die von den NGOs und Mainstream-Medien manipuliert und angefeuert werden kann.

So lassen sich Regierungen stürzen oder gar der US-amerikanische Präsident unter Druck setzen. Und die Geheimdienste sind geradezu prädestiniert dafür, die entsprechenden Lunten zu legen, mit denen der soziale Sprengstoff einer Gesellschaft zur Explosion gebracht werden kann.

Strategie der Spannung — Machterhalt der Eliten durch Spaltung der Gesellschaft

Die Kommunisten in der Sowjetunion, die Nationalsozialisten im Dritten Reich oder die Maoisten in der Volksrepublik China haben es vorgemacht, wie durch eine »Kulturrevolution« Generationen gegeneinander aufgehetzt werden können.

Die Spaltung der Gesellschaft ereignet sich nie von alleine, ist kein Naturphänomen, das über die Menschen hereinbricht. Es stehen immer Menschen und bestimmte Interessen dahinter, wenn die Bürger der Zivilgesellschaft gegeneinander aufgehetzt werden.

Bei Mao Zedong in China war es seine Sorge um den Machterhalt. Weil es in der kommunistischen Partei gegen ihn rumorte, mobilisierte er die Jugend gegen die ältere Generation. Und schon war er wieder an der Spitze.

Die Proteste und der kulturmarxistische Aktivismus, die linksradikalen Gewaltexzesse und die Aktivitäten der NGOs (Nichtregierungsorganisationen) haben zugenommen, seitdem Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt und die Briten für den Brexit gestimmt hatten. Es schien ein Paradigmenwechsel in der Politik und Öffentlichkeit einzutreten, der bestimmten Interessensgruppen einen Strich durch die Rechnung machte. Seitdem werden die Mainstream-Medien im Tonfall immer schriller und dreister, als wolle jemand mit aller Kraft das Ruder herumreißen, egal, welchen Kollateralschaden man zu befürchten hat.

Die Kulturrevolution der Kulturmarxisten ist ein Mittel zum Zweck: Die Menschen werden auf allen Seiten missbraucht, um Raum für die Sicherung von Partikularinteressen zu schaffen. Aktuell ist überall in der westlichen Welt zu erkennen, wie insbesondere die bürgerliche Mittelschicht mit ihren Traditionen und Werten und ihrem Lebensstandard in die Mangel genommen wird.

Die Geschichte hat gelehrt: Bildersturm und Kulturrevolution, Zensur und Totalitarismus haben immer Verwüstung und Zerstörung über die Menschen gebracht. Bei den Chinesen spricht man heute in Bezug auf die Kulturrevolution von der »verlorenen Generation«.

Auch uns droht der Zerfall der Gesellschaft und eine »verlorene Generation«.

Sven von Storch

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