RIDF-Chip ist nur der Anfang_ Geheimdienste und Forschung arbeiten an transhumaner Zukunft
RIDF-Chip ist nur der Anfang_ Geheimdienste und Forschung arbeiten an transhumaner Zukunft
Datum: 16.03.2017 - 11:19 Uhr
Die Zukunft gehört jenen Menschen, die nicht nur mit dem technologischen Fortschritt gehen, sondern diesen mitgestalten und prägen. Die Entwicklung hin zum Transhumanismus, zur Ergänzung des Menschen durch Apparaturen, Prothesen, künstliche Organe und Mikrochips sowie Neurochips im Gehirn und nanotechnologische Ergänzungen des Gewebes, öffnet neue Türen zur Erweiterung und Kontrolle des Menschen. Die Geheimdienste der Welt wollen diese Entwicklung in ihrem Sinne steuern und vorantreiben. Es geht um nichts Geringeres als um die totale Kontrolle und die maximale Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft.
Wie sehr sie davon ausgehen, dass ihre Visionen Wirklichkeit werden, verraten ihre Zukunftsprognosen wie zum Beispiel im „Global Trends 2030“-Report des „Office of the Director of National Intelligence“ beschrieben. Auch die „ESPAS Global Trends 2030“ auf europäischer Ebene gehen in diese Richtung. In diesen Berichten wird es wie ein natürlicher Entwicklungsprozess beschrieben. Doch es ist klar, dass man sich hinter verschlossenen Türen darauf einstellt und überlegt, wie diese Entwicklungen sich lenken und im eigenen Sinne nutzen lassen.
Die USA treiben die Entwicklung massiv voran
In den USA werden Forschungsprojekte und Initiativen zur Erforschung des menschlichen Gehirns und zur Entwicklung der Neurotechnologie massiv vom Staat gefördert. Ein solches Projekt ist beispielsweise die „Brain Initiative“. US-Präsident Barack Obama hatte persönlich bei seiner Eröffnungsrede der „Brain Initiative“ die Bedeutung dieser Forschungs-Entwicklungen unterstrichen.
Wie sind die allgemeinen Tendenzen? In ihrem Buch „2030: Neue Geopolitik und die Welt von morgen“ beschreiben die Historiker Thomas Flichy de la Neuville und Gregor Mathias das wahrscheinliche Szenario:
„Künstliche Organe, insbesondere Herzen, beseitigen den leidigen Mangel an Spenderorganen. Exoskelette ermöglichen nicht nur Menschen mit Bewegungseinschränkungen das Gehen, sondern gesunden Menschen das Tragen von tonnenschweren Lasten, was für bestimmte Berufe einen großen Fortschritt bedeuten würde. Der Wunde Punkt dieser Roboterrevolution ist jedoch, dass dadurch die meisten minderqualifizierten Arbeitsplätze wegfallen werden, während Berufe rund um die Programmierung oder Wartung der neuen Maschinen Hochkonjunktur haben.“
Besonders problematisch und dystopisch wird es mit der Überwachung und Kontrolle werden. Hier kann man sich nur allzu sehr ausmalen, wie sehr Regierungen und Geheimdienste, aber auch supranationale Organisationen und internationale Konzerne versuchen werden, davon zu profitieren. Weiteres Zitat aus dem Buch:
„Das zwingende Bedürfnis, permanent und überall online zu sein, wird durch die „Chiplementierung“ gelöst, die Einpflanzung eines Chips in den menschlichen Organismus. Der Chip enthält nicht nur den fälschungs- und diebstahlsicheren Personalausweis, sondern auch Lebenslauf, Gesundheitskarte, Bankkarte, Adressbücher, Autoschlüssel. Wohnungsschlüssel usw. und vielleicht sogar die elektronische Fußfessel, die im Zusammenhang mit bestimmten Straftaten angewendet wird. […] Während das Erscheinen der Smartphones in den 2000er Jahren das Verhältnis von Wissen und Erinnerung tiefgreifend veränderte – Gedächtnis- oder Wissenslücken lösten ein hektisches Tippen auf winzigen Displays aus, um eine Antwort im Netz zu finden – , verknüpfen jetzt integrierte Systeme aus intelligenten Brillen und elektronischen Implantaten die Menschen immer stärker untereinander und isolieren sie zugleich voneinander.“
Der RFID-Chip ist keine Zukunftsmusik: Es gibt ihn bereits und zahlreiche Menschen haben sich ihn bereits freiwillig implantieren lassen. Es ist schnell gemacht: Ein kleiner Stich mit der Nadel, eine kleine Wunde in der Hand, auf die ein kleines Pflaster gelegt wird. Nach ein paar Tagen ist alles geheilt. Doch man ist nicht mehr wie früher: Jetzt trägt man seine Daten mit sich herum und kann Signale aussenden.
Zahlreiche Reporter haben den Selbstversuch gemacht (siehe Berichte Welt-Online/N24, FAZ.net). Sie haben sich den reiskorngroßen Chip implantieren lassen. Noch geschieht dies völlig freiwillig. Der Chip kann jederzeit mit einem kleinen Schnitt wieder aus der Hand entfernt werden. Und man kann auch bestimmen, welche Daten dort gespeichert werden sollen und welche nicht. Doch wenn solche Chips nicht nur in der Hand, sondern in den Kopf implantiert sind und von außen mit Daten bestückt oder abgerufen werden können, dann sind der Kontrolle des Menschen keine Grenzen mehr gesetzt.
Im Fernsehen wird schon Werbung für diese RFID-Chips und deren Implantation gemacht, sogar im ZDF-Heute-Journal von Klaus Kleber persönlich, wie in der Sendung vom 23.02.2016 geschiehen, die wieder aus der Mediathek gelöscht wurde aber noch gelegentlich auf YouTube geteilt wird. In der Sendung ging es um die „Vorteile“ der Bargeldabschaffung und dass im schwedischen Malmö bereits ein Modellversuch laufe, mit implantierten RFID-Chips zu bezahlen, indem die Kunden ihre Hände an einen Scanner an der Kasse halten.
Die Glaube vieler High-Tech-Unternehmen, die Chiptechnologie für die Implantation risikofrei und nicht staatlich überwacht voranzutreiben zu können, wird sich als Traumschloss entlarven. Denn bisher sind fast alle Überwachungstechnologien für die Überwachung instrumentalisiert worden. Es wäre naiv anzunehmen, dass es ausgerechnet beim RFID-Chip anders sein sollte.
Die zwei Seiten der Medaille: die überwachten Arbeitsmaschinen und die herrschenden Supermenschen
Zweit Tendenzen sind klar erkennbar und selbst bei aller Nüchternheit nicht mehr zu leugnen: Erstens werden die Menschen durch die technologischen Errungenschaften der Mikrotechnologie, Nanotechnologie, Neurotechnologie und Robotik effizienter und kontrollierbarer. Auf diese Weise kann eine wirtschaftlich perfekt funktionierende und überwachte Arbeitsgesellschaft erschaffen werden.
Zweitens können selbige Entwicklungen einer Elite zugute kommen, die sich bestimmte Technologien aneignen, um anderen überlegen zu sein und einen entscheidenden Informationsvorsprung und vorteilhafte Fähigkeiten zu bekommen.
Man muss sich das Szenario klar vorstellen: Die Technologie kann jeden von uns zum Alphawesen mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten werden lassen, sie kann aber auch jeden von uns in eine kontrollierte Arbeitsmaschine verwandeln. Es ist klar, dass nicht alle Menschen von den Errungenschaften in voller Breite profitieren werden, sondern dass es eine Hierarchie geben wird.
Wer glaubt, dies sei eine düstere Dystopie, der solle sich die Missbrauchsmöglichkeiten genauer vor Augen führen und dem gegenüber stellen, wie Eliten und Regierungen bereits in der Vergangenheit Technologien missbraucht haben. Man braucht nur an die NSA zu denken und daran, wie sehr die Masse zum ausspionierten Objekt degradiert wird, während sich eine kleine Elite wichtige Schlüsselinformationen sichert.
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