Jetzt ist es revolutionär, konservativ zu sein

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Jetzt ist es revolutionär, konservativ zu sein
Datum: 07.02.2018 - 10:32 Uhr

Motto: Wer die offene Diskussion verweigert, hat selbige schon verloren...

In der Bevölkerung gibts es einen riesigen Bedarf, Dinge anzusprechen, die von den Linken zu Tabu-Themen erklärt worden sind. Doch die Linken verbieten die freie Rede. Sie sind es jetzt, die für Verbote kämpfen. Die Rechtskonservativen sind es dagegen, die für die Freiheit der Rede und Meinung streiten.



Der kanadische Professor Jordan Peterson trifft auf den eloquenten kalifornischen Intellektuellen Ben Shapiro (siehe Video hier: »The Rubin Report«). Beide sind nicht links. Sie sind konservativ. Beide sind hochbegabte Akademiker. Ihre Ideen treffen beim Publikum in den USA und Kanada auf fruchtbaren Boden. Sie sind zu Stars avanciert. Ihr jüngstes Gespräch über das Thema »Redefreiheit« wurde auf YouTube innerhalb von 24 Stunden rund 250.000 mal angeschaut, innerhalb von vier Tagen 800.000 mal – und bald wird das Video die Millionenmarke überschreiten.


Rechtskonservative Intellektuelle werden zu Medien-Stars


Noch vor zwei Jahren war Peterson ein öffentlich Unbekannter. Seitdem er sich dem neuen kanadischen Gesetz widersetzte, Transgender-Personen mit gender-neutralen Pronomen anzusprechen, und seine Entscheidung öffentlich mit seinem Recht auf Redefreiheit verteidigte, ist er zum Helden der Konservativen geworden. Seinen Widerstand trug er gegen den Wind der Mainstream-Medien bis in die höchsten Instanzen der kanadischen Politik. Auch seine Kritik an der Islamisierung des Westens, am radikalen Feminismus und am Kulturrelativismus erregte weltweit Aufmerksamkeit.


Petersons Internet-Videos und Interviews werden weltweit millionenfach angeschaut. Seine internationalen Vorträge sind schnell ausverkauft. Jordan Peterson ist dabei, zur intellektuellen Frontfigur einer neue Bewegung zu werden, so wie einst Noam Chomsky für die amerikanischen Linken. Chomsky ist der meist zitierte lebende Intellektuelle aller Zeiten. Aktuell ist jedoch Peterson der weltweit am meisten nachgefragte Intellektuelle. Die Menschen suchen seine Ideen wie Durstige nach Wasser. Sein Buch »12 Rules for Life: An Antidote to Chaos« ist auf der internationalen Bestseller-Liste von Amazon gelandet – war dort sogar zeitweise auf Platz Eins!


Es gibt einen riesigen Bedarf, Themen anzusprechen, die von den Linken zu Tabus erklärt sind


Rechtskonservative Professoren werden zu Stars, weil es in der Bevölkerung einen riesigen Bedarf gibt, Dinge anzusprechen, die von den Linken zu Tabu-Themen erklärt worden sind. Es gibt Redebedarf. Doch die Linken verbieten die freie Rede. Sie sind es jetzt, die für Verbote kämpfen. Die Rechtskonservativen sind es dagegen, die für die Freiheit der Rede und Meinung streiten.


In den US-Universitäten hat es deswegen Ausschreitungen gegeben – von Berkeley an der Westküste bis Yale an der Ostküste. Die gesellschaftlichen Spannungen entladen sich in politischen Beben. Die Trump-Wahl war nur der Vorbote einer gesamtgesellschaftlichen Veränderung.


Auch wenn es ein kleiner Anfang ist: Die Geschwindigkeit der Entwicklung deutet auf einen radikalen Wechsel im gesellschaftlichen Diskurs hin


Es ist ein radikaler Paradigmenwechsel. Große gesellschaftliche Veränderungen stehen uns bevor. Die Linksliberalen (Sozialdemokraten, Sozialisten und Grüne in Europa, die Demokraten in den USA) verlieren an Boden in der gesellschaftlichen Diskussion. Man glaubt ihnen nicht mehr. An der Basis entsteht mit rasanter Geschwindigkeit eine konservative Gegenbewegung.


So, wie in den 1960er Jahren die intellektuellen Debatten, Bürgerrechtsbewegungen und Studentenbewegungen den Grundstein für die linksliberalen Reformen der Gesellschaft der folgenden Jahrzehnte gelegt haben, so werden nun neue Grundsteine für eine konservative Wende gelegt.


Milliardäre verlieren gegen Graswurzelbewegungen


Woran lässt sich das festmachen? Fast alle großen Mainstream-Medien, die milliardenschwer vom Staat oder von großen multinationalen Unternehmen oder reichen Investoren finanziert werden, propagieren ein bestimmtes linksliberales Weltbild, welches die Werte und Normen der bürgerlichen Gesellschaft zerstört. Doch ihre unvorstellbar teure Propaganda verpufft zunehmend im Wind.


Dagegen braut sich in den alternativen Medien des Internets eine wachsende Gegenbewegung zusammen, die alles bisher dagewesene an Ausmaß sprengt. Egal, ob auf Twitter, Google, YouTube, Facebook oder auf den vielen neuen sozialen Media-Plattformen, überall dominiert die konservative, mitte-rechts-orientierte Gegenbewegung. Von der republikanischen Trump-Bewegung bis hin zu den konservativen Christen, von der Männerrechtsbewegung bis zur MGTOW-Bewegung (»Men Going Their Own Way«) – es ist eine vielfältige Welle unterschiedlichster Bewegungen entstanden, die alle Eines eint: Sie wollen Schluss machen mit der kultur- und familienfeindlichen Ideologie der Linken. Frauen posieren als »Trad Wifes«, als traditionelle Mütter, um gegen die jüngsten Ausuferungen des Feminismus zu protestieren. Wache Bürger protestieren gegen die Masseneinwanderung und gegen die bewusste Zerstörung der eigenen Geschichte und Kulturgüter.


Wegen der um sich greifenden Zensur entstehen immer neue Internet-Plattformen, die bewusst geschaffen werden, um ein Gegengewicht zum linksliberalen Mainstream zu bieten. Je mehr die Regierungen und Konzerne mit Zensur dagegen ankämpfen, desto willensstärker und wacher wehren sich die Bürger.


Das Internet macht sich über die linken Fanatiker lustig


Sie werden »Social Justice Warriors« (kurz: SJW) genannt. Damit sind radikal-linke und kulturmarxistische Feminist*innen gemeint, die, von Kopf bis Fuß tätowiert, für die Rechte der LGBTQ-Community kämpfen und traditionelle Familien (im Sinne von Mutter-Vater-Kind-Konstellationen) als reaktionäre und faschistoide Gebilde bekämpfen. Alle weißen heterosexuellen Männer seien potentielle Faschisten, Rassisten, Sexisten und Nazis. So ihr simples Weltbild. Doch jene Szenen, wenn sie Hand in Hand mit der Antifa durch die Straßen ziehen und die Gesellschaft beschimpfen, werden immer skurriler und bizarrer, so dass sich immer mehr Normalbürger davon abgeschreckt abwenden.


Im Internet ist die Stimmung eindeutig: Man macht sich lustig über diese linken Demonstrationen. Es wird für alle sichtbar, dass deren kulturmarxistische Ideologie nur destruktiv, nicht konstruktiv ist. Es dreht sich alles um Selbsthass. Sie zerstören, relativieren und kritisieren alles, was die Gesellschaft zusammenhält.


Wenn schließlich die Gesellschaft tatsächlich auseinanderbricht, Familien die Ausnahme und alleinerziehende Mütter die Norm werden und autochthone Bevölkerungen zur Minderheit im eigenen Lande werden, dann wird deren zerstörendes Wirken offenbar.


Immer mehr Bürger wollen es nicht soweit kommen lassen. In den USA sind die Fronten verhärtet. Für die Amerikaner wird es immer offensichtlicher, dass es nun die Konservativen sind, die die berechtigten Fragen stellen. Und sie sehen, wie die Linken entweder mit Sprech- und Denkverboten oder unverhältnismäßig emotional reagieren. Sie sind am Ende ihrer rationalen Argumente. Statt von Tatsachen, reden die Linken von Gefühlen. Die konservativen US-Bürger haben diese linke Masche längst durchschaut.


Die mutigen »cool kids« von heute sind konservativ


Die konservativen Intellektuellen von heute sind die Medienstars von morgen. Die Linksintellektuellen dagegen – mit ihren globalistischen Ideologien – sind keine Revolutionäre mehr. Sie haben ihren Zenit überschritten. An den »High Schools« und »Colleges« sind jetzt Persönlichkeiten wie Jordan Peterson und Ben Shapiro (»Are you getting ofended by the facts?«) die Vorbilder der smarten »cool kids«. Wer die Zustände in der Gesellschaft kritisch hinterfragt, ist rechtskonservativ. Wer angepasst dem Mainstream folgt, ist linksliberal. Das ist wie 1960 – nur umgekehrt. Eine Zeitenwende.

 

Sven von Storch

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