Irrationale Allianz_ Die feministische Linke und der politische Islam

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Irrationale Allianz_ Die feministische Linke und der politische Islam
Datum: 30.01.2017 - 10:53 Uhr

Eine der „Organisator*innen“ des links-feministischen Frauen-Marsches auf Washington, um gegen Donald Trump zu demonstrieren, war Linda Sarsour. Was wissen wir über diese Frau?



Linda Sarsour ist eine Amerikanerin mit palästinischen Wurzeln. Sie ist Muslimin, pro-palästinensische Aktivistin, trägt Kopftuch, argumentiert für die Einführung der Scharia (!) in Amerika, ist Vorsitzende der arabisch-amerikanischen Vereinigung in New York und hat Verbindungen zur radikalen Hamas-Organisation. Sie war der Grund, weshalb auf vielen Kundgebungen nicht-muslimische US-Amerikanerinnen aus „Solidarität“ einen Hijab trugen, d.h. mit einem Kopftuch herumliefen. Manche trugen die US-Flagge als Hijab.


Bei der Paralleldemonstration und Solidaritätskundgebung der „Feminist*innen“ in Berlin wurde dementsprechend auch laut und deutlich der Ruf des Muezzins zelebriert: „Allahu Akbar“ schallte es lautstark durch das Megaphon (siehe Berichte auf Freie Welt, Rebel Media sowie hier und hier und hier).


Bereits 2006 hatte der US-amerikanische Publizist David Horowitz in seinem Buch „Unholy Alliance: Radical Islam And the American Left“ vor dieser problematischen Verbindung zwischen der amerikanischen Linken und dem politischen Islam gewarnt. Wie sich gezeigt hat, hatte er nicht übertrieben.


Radikal und irrational: Hauptsache gegen Trump


Eine prominente Sprecherin des „Women's March on Washington“ war Donna Hylton. Es handelt sich um eine in Jamaika geborene Afroamerikanerin, die 1985 zusammen mit zwei Komplizinnen einen etwa 60-jährigen Mann entführte, diesen zwei Wochen lang derart schrecklich folterte und sexuell misshandelte (Eisenstangen ins Rektum eingeführt, Genitalien verstümmelt und zerquetscht, Nahrungsentzug, Erdrosselung, etc.) bis er qualvoll starb.


Vor Gericht war Donna Hylton wegen Beihilfe zur Folter und grausamen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden! Doch nach 25 Jahren kam sie frei. Nun spielt sie sich als Anführerin der Frauenrechtsbewegung auf – und dies wird von den Feministinnen nicht hinterfragt. Angesichts so mancher Demonstrationsschilder, auf denen „Eradicate Men!“ – „Löscht Männer aus!“ stand, müsste jeder normal-denkende Mensch ins Grübeln kommen.


Da wundert es auch nicht mehr, dass die Pop-Sängerin Madonna bei ihrer Rede auf der Demonstration äußerte, dass sie darüber nachgedacht habe, das Weiße Haus in die Luft zu sprengen.


Vielsagend waren auch die Übergriffe zahlreicher Feministinnen auf konservative Pro-Life-Aktivistinnen, die sich dem Frauen-Marsch anschließen wollten. Es kam zu regelrechte Prügeleien zwischen Feministinnen und Trump-Anhängerinnen.


Weniger überraschend ist hingegen, dass rund 50 Partnerorganisationen des feministischen Frauen-Marsches auf Washington von George Soros finanziert werden, der als größter Mentor von Hillary Clinton und schärfster Gegner von Donald Trump gilt.


So wundert es auch nicht, dass die US-amerikanischen Mainstream-Medien dem Frauen-Marsch auf Washington so viel kritiklose Aufmerksamkeit gewidmet haben. Während die Aussagen und Ziele des Frauen-Marsches nebulös und divers waren, so war ein bestimmtes Motiv kristallklar: Es ging gegen Trump. Deshalb haben die Medien auch so brav mitgespielt.


Ungleiches Paar – gemeinsamer Feind


Man kann einer irrationalen Ideologie nicht mit rationalen Argumenten begegnen. Genau dies ist das Problem mit der Allianz der feministischen Linken mit dem politischen Islam. Was sie eint, ist der gemeinsame Hass auf die westlich-christliche Zivilisation, der sie vorwerfen, auf rassistischen Füßen zu stehen. „White Supremacy“ – „Weiße Vorherrschaft“: Das ist das gemeinsame Feindbild.


Es sind die weißen, heterosexuellen, patriarchalischen, christlichen oder jüdischen Männer europäisch-amerikanischer Herkunft, die für alles Unheil dieser Welt verantwortlich zu machen seien. Daher müssten sich alle Religionen und ethnischen Minderheiten gemeinsam mit den Frauen dieser Welt gegen die weißen Männer auflehnen.


Dieser Ideologie-Mischmasch hat seine Wurzeln in der kritischen Theorie der Frankfurter Schule, im modernen Feminismus, in der historisch-kritischen Aufarbeitung des Kolonialismus – und er ist von radikalen Ideen vereinnahmt worden, die im Diskurs der Studentenbewegungen die seltsamsten Blüten bildeten.


In den USA fasst man diesen Ideologie-Mischmasch als „Cultural Marxism“ zusammen, also Kulturmarxismus. Doch bevor Sie diesen Begriff in Deutschland verwenden, seien Sie gewarnt: Die Linke hat diesen Begriff mit dem Label „Politisches Schlagwort der neuen Rechten“ versehen, das neu-rechte Verschwörungstheoretiker verwenden würden. Also hat die Linke den Diskurs wieder vorsorglich ideologisch vermint, auf das man keinen Begriff verwenden kann, ohne deswegen als Neurechter angegriffen zu werden.


Man kann den Ideologie-Mischmasch auch als das bezeichnen, was er wirklich ist: nämlich als weltfremder Unsinn, wie er nur im Elfenbeinturm und „Safe Space“ der steuerfinanzierten Geistes- und Sozialwissenschaftler und ihrer „Student*innen“ ausgeheckt werden kann.


Denn jeder normal-denkende Menschen erkennt auf dem ersten Blick, dass links-feministische Ideologie und Islam nicht zusammenpassen und niemals werden. Allein die Tatsache, dass sich in den letzten 70 Jahren in allem islamischen Staaten linke Ideologien (z.B. der pan-arabische Sozialismus von Gamal Abdel Nasser in Ägypten) und traditioneller Islam (z.B. die Muslimbrüder in Ägypten) bis aufs Blut verfeindeten, spricht Bände.


Auch dass der westliche Feminismus und die LGTBQ-(Lesbian, Gay, Trans-Gender, Bi-Sexual, Queer)-Community so ziemlich das Gegenteil von dem sind, was die muslimischen Salafisten und Wahhabiten vertreten, ist für jeden gesunden Menschenverstand kristallklar. In mindestens zehn islamischen Staaten werden homosexuelle Praktiken mit dem Tod bestraft.


Jeder kann sich vorstellen, was mit feministischen „Aktivist*innen“ passieren würde, wenn diese ihr Theater in Mekka auf der Kaba inszenieren würden. Auch in Afghanistan, Pakistan, Iran, im Jemen und anderswo in der islamischen Welt wären westlich-feministische Aktivitäten nicht denkbar.


Was ist mit den Frauen, Schwulen, Lesben und Transsexuellen, die diese radikale Form des Links-Feminismus ablehnen?


Das Internet ist voll von Meinungsäußerungen von Frauen und Mitgliedern der LGBTQ-Community, die zwar für Gleichberechtigung und Emanzipation eintreten, aber die radikale Version des Links-Feminismus ablehnen. Das können zum Beispiel Christen oder Juden sein, oder konservative Homosexuelle.


Doch auch gegen diese Gruppen haben die radikalen „Links-Feminist*innen“ ihre Parolen parat. Die weißen Schwulen und Lesben seien privilegiert, heißt es, weil sie keiner ethnischen Minderheit angehören. Oder sie seien religiös-verblendet oder wüssten nicht, was es heißt, ein Opfer sexueller Gewalt zu sein.


Besonders schmerzhaft ist die Allianz von linkem Feminismus und politischem Islam für die religiös verfolgten Minderheiten des Nahen und Mittleren Ostens – beispielsweise für die Frauen der christlichen Kopten in Ägypten oder die Frauen der Jesiden im Irak. Sie verstehen die Welt nicht mehr.


Ebenso betroffen sind all die vielen Frauen, die sich in der islamischen Welt gegen die Sittenwächter der Mullahs und Imame für Emanzipation und Frauenrechte einsetzen. Nicht vergessen sind die vielen zehntausende Frauen, die in den späten 1970er Jahren in Teheran gegen die Einführung der Kopftuch-Pflicht demonstriert haben – und bitter verloren.


Was ist mit all den unterdrückten Jugendbewegungen im Iran, mit all den jungen Mädchen und Frauen, die sich so gerne mal westlich kleiden möchten oder einfach mal tanzen wollen? Im Iran ist es nämlich verboten zu tanzen.


Was ist mit all den jungen Mädchen in Afghanistan oder in den Bergen des Jemen oder im Nordwesten Pakistans, die so gerne zur Schule gehen würden, es aber nicht dürfen, wegen der religiösen Vorschriften? Was ist mit all den Sexsklavinnen, die aus Bangladesch und Indonesien in Saudi-Arabien gelandet sind und dort ein entrechtetes Leben führen?


Wer für Frauenrechte kämpft, sollte in den islamischen Ländern anfangen


Auf dem Frauen-Marsch in Washington trugen viele Frauen sogenannte Pussy-Caps. Das sind rosa Hüte, die Vaginas symbolisieren sollen. Viele hatten sich überlebensgroße rosafarbene Vagina-Symbole gebastelt, die sie aus Protest gegen Trumps „grab her by the pussy“-Spruch hochhielten.


Vielleicht wäre es an der Zeit, einmal an die Millionen Frauen Afrikas und des Nahens Ostens zu erinnern, die an der Klitoris und Scheide beschnitten wurden. Die weibliche Beschneidung ist ein grausamer Akt. In Ägypten sind rund 90 Prozent aller Frauen beschnitten.


Tatsache ist: Zu keiner Zeit in der Geschichte der Menschheit hatten Frauen so viele Rechte und ein so gutes Leben wie in der heutigen westlichen Zivilisation. Weder in der Antike, noch im Mittelalter, weder im Nahen oder Fernen Osten, noch sonst auf der Welt war die Emanzipation jemals so weit vorangeschritten. Doch ausgerechnet diese Gesellschaft und Zivilisation haben die Links-Feminist*innen zum Feindbild erklärt – und sich dafür mit dem Islam verbündet. Verrückter geht es nicht mehr.

 


Sven von Storch

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