Gibt es keine westliche Zivilisation_
Gibt es keine westliche Zivilisation_
Datum: 09.05.2019 - 09:00 Uhr
Die klassische Familie wurde von den Mainstream-Medien bereits gründlich zerlegt. Auch die Dualität von Mann und Frau wurde uns ausgeredet. Es gibt so viele Geschlechter wie Sterne am Himmel. Das Christentum wird derzeit seziert und bis zur Unkenntlichkeit reformiert. Unsere nationalen Identitäten werden uns genommen, indem die Geschichte ausradiert wird. Wie sagte Macron? Es gibt keine Dänen und keine Franzosen.
Alles ist relativ. Alles kann intellektuell zerpflückt werden. Nichts hat Bestand. Krieg ist Frieden, Hass ist Liebe. Alles ist nicht so, wie es scheint: Wir sollen tolerant sein, wenn bei uns die Ehen und Beziehungen auseinanderbrechen, wenn Sodom und Gomorrah herrscht. Aber wir sollen auch tolerant sein, wenn in Saudi-Arabien Frauen wegen Ehebruch hingerichtet werden. Wer soll das verstehen?
Wer soll in einer solchen Clown-Welt Halt und Orientierung finden?
Jetzt wird uns sogar der Kern unserer Zivilisation an sich abgesprochen. Der neueste Clou der Clown-Welt: Es gibt keine »westliche Zivilisation«. Alles ist nur moderne Erfindung. Alles nur relativ. Alles wird wieder intellektuell zersetzt wie Fleisch in Salzsäure. Das nennt man Zerstörung einer Identität durch und durch – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
»Es gibt nicht die westliche Zivilisation« – titelte bereits der »Guardian« vor nicht allzu langer Zeit. Und immer mehr linke und kulturmarxistische Journalisten haken nach. Gibt es tatsächlich keine westliche Zivilisation? Ist »der Westen« ein rein theoretisches Konstrukt? Und was bedeutet »weiße Kultur« überhaupt? Gibt es so etwas? Sogar die BBC fragt: »Gibt es so etwas wie westliche Kultur?«
Was sollen diese schwachsinnigen Relativierungen? Als im 15. und 16, Jahrhundert die Europäer die Küsten und Länder Amerikas, Asiens und Afrikas erforschten, war der kulturelle Gegensatz zwischen Entdeckern und Entdeckten so groß, dass bei den Begegnungen beiderseits oft ein Kulturschock einsetzte. Ein Spanier und ein Franzose hatten im 16. Jahrhundert viel gemeinsam. Doch als die Spanier auf die Azteken und Inkas trafen: Was hatten sie historisch, kulturell, religiös und sprachlich gemeinsam?
Wenn man sich durch die Artikel liest, die in den letzten Monaten und Jahren zum Thema geschrieben wurden, dann wird klar, dass es gar nicht um historische oder kulturanthropologische
Erkenntnisfindung geht.
Es geht um etwas ganz Anders, um sehr viel mehr. Es geht darum, unser Identitätsgerüst komplett und vollends zu demontieren. Wenn von der Ehe über die Familie, Nation und Kultur bis hin zu den Säulen der westlichen Zivilisation alles, aber auch wirklich ALLES hinterfragt, seziert, relativiert und auf den Kopf gestellt wird, wenn alle Rollenbilder, alle Vorbilder und Orientierungen, alle Tugenden und Traditionen, unsere kollektive und kulturelle Erinnerung zerlegt werden wie rohes Fleisch beim Metzger, dann sind wir am Ende leer.
Und ein leeres Blatt lässt sich neu beschreiben.
Wann immer radikale Ideologien die Menschen umpolen wollten, hat es desaströse Konsequenzen gehabt. Die Frage, die sich vermutlich jeder selbst stellen muss, lautet: Wer übernimmt die Verantwortung für diese Konsequenzen – und wer stellt sich dem Wahnsinn entgegen?
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