Sturmlauf der Feministinnen
Sturmlauf der Feministinnen
Datum: 10.11.2010, 09:48
Ein Spiegelinterview als Aufreger
Letzte Woche hat Ministerin Schröder dem Spiegel ein Interview gegeben, in dem sie es gewagt hat, einige Sexualthesen von A. Schwarzer in Frage zu stellen. Man muss kein begeisterter Anhänger von Frau Schröder sein, um ihren für den Großteil der Bevölkerung selbstverständlich klingenden Aussagen, die aber nicht im Trend der political correctness liegen, zuzustimmen. Auf Spiegel-online ist nachzulesen, was die Hüter des Feminismus in Rage versetzt hat: (Ministerin Schröder rechnet mit Feminismus ab)
Hier einige ihrer Aussagen, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann:
- Zu den von ihr als zu radikal angesehenen Thesen des frühen Feminismus äußerte sie: "Ich glaube, dass zumindest der frühe Feminismus teilweise übersehen hat, dass Partnerschaft und Kinder Glück spenden." Und: "Zum Beispiel, dass der heterosexuelle Geschlechtsverkehr kaum möglich sei ohne die Unterwerfung der Frau. Da kann ich nur sagen: Sorry, das ist falsch." Und weiter: "Es ist absurd, wenn etwas, das für die Menschheit und deren Fortbestand grundlegend ist, per se als Unterwerfung definiert wird. Das würde bedeuten, dass die Gesellschaft ohne die Unterwerfung der Frau nicht fortbestehen könnte."
- Zu der Frage nach einer Quotenregelung, um Frauen in besser bezahlte Positionen zu bringen: "Die Wahrheit sieht doch so aus: Viele Frauen studieren gern Germanistik und Geisteswissenschaften, Männer dagegen Elektrotechnik - und das hat eben auch Konsequenzen beim Gehalt. Wir können den Unternehmen nicht verbieten, Elektrotechniker besser zu bezahlen als Germanisten."
- Zu der Benachteiligung von Jungen in der Schule, die sie z.T. auch auf eine übermäßige Feminisierung der Pädagogik zurückführte: "Mal überspitzt ausgedrückt: Schreiben wir genug Diktate mit Fußballgeschichten? Dafür interessieren sich auch die Jungs. Oder geht es immer nur um Schmetterlinge und Ponys?"
Unsachliche Reaktionen
Da sich vor allem Frau Schwarzer in ihrem Terrain bedroht fühlt, musste sie gleich mit einem offenen Brief reagieren, den es zu lesen lohnt, da er keine Argumente braucht, um die CDU-Politikerin „fertig zu machen“. (Man weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll)
Dabei hätte sich eine sachliche Auseinandersetzung angeboten darüber, was der Feminismus ohne Zweifel an positiven gesellschaftlichen Entwicklungen für Frauen angestoßen hat; aber auch darüber, wo er die Gesellschaft negativ beeinflusst hat, wie in der unlösbar scheinenden demographischen Entwicklung, in Bezug auf die Vielzahl der Abtreibungen oder als Einfallstor für die Gender-Ideologie (vgl.: Kreuz und ‘queer‘).
Stattdessen wirft A. Schwarzer ihr Inkompetenz, mangelnde Empathie für Frauen „Stammtischparolen“, „hanebüchenen Unsinn" vor, um am Ende ihres offenen Briefes ihre Demontage anzukündigen: „Ich halte Sie für einen hoffnungslosen Fall. Schlicht ungeeignet. Zumindest für diesen Posten.“
Auch Renate Künast wollte da nicht zurückstehen. Sie war „entgeistert“, hält Schröders Aussagen für "krude und altbacken" und unterstellt ihr einen "angewandten Spaltungsirrsinn - was ein anderes Wort für Schizophrenie ist".
Man darf gespannt sein, welche Folgen das politisch unkorrekte Ausscheren aus dem Mainstream für die Ministerin haben wird.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf erziehungstrends.de
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment