Frauentagsfremdschäm
Frauentagsfremdschäm
Datum: 09.03.2018, 07:40
Der 8. März als Internationale Frauentag, das ist ein linksfeministisches Hochamt und als solches war es auch immer gegen den Muttertag, also den 2. Sonntag im Mai gerichtet.
Anders als der Muttertag (oder auch der Vatertag), der die Elternschaft würdigt, ist der Frauentag (und natürlich auch der feuchtfröhliche allgemeine Männer- oder Herrentag), wenn man das linke Wort schon mal verwenden will, „sexistisch“, da er vorgibt, für alle nur aufgrund der biologischen Geschlechtszugehörigkeit zu sprechen.
Dabei leugnet nun aber gerade diese „Genderei“, dass es überhaupt etwas Biologisches gäbe, das alle verbindet, denn es ist ja nur das sozial erworbene Geschlecht.
Mit diesem kann man also keine Kinder zeugen, da braucht’s, selbst bei der Reagenzglaszeugung leider immer noch der primitiven Biologie.
Aber um als Frau allgemein Opfer der männlichen Gesellschaft zu sein, dafür reicht das weibliche Geschlecht (egal ob Gender oder nicht) dann natürlich doch immer noch.
Jedes Jahr wird in den Medien zum Internationaler Frauentag die gleiche rhetorische Frage scheinheilig gestellt: Brauchen wir denn diesen Tag noch?
Etliche jüngere Mädel‘s sagen dann schon mal unbekümmert in eine Kamera, „Och nö, mir fehlt hier in Deutschland als Frau eigentlich nix, aber ok, international gibt’s sicher noch viel zu tun“, während ältere Feministinnen sich immer gar nicht mehr einkriegen beim Aufzählen, unter welch entwürdigenden Umständen sich Sternchen z.B. in der Filmbranche heute immer noch hochschlafen müssen, weshalb sie dann auch sicher bald eine Quote für cholerische Regisseusinnen fordern.
Nicht zu vergessen natürlich noch, diese nicht totzukriegende Gender-Pay-Gap-Geschichte von den 22% Lohnunterschied: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/03/PD17_094_621.html .
Es gibt natürlich einen Punkt, an dem Frauen auch wirklich heute in Deutschland noch strukturell im Nachteil sind: im Falle der Mutterschaft, bzw. als potentielle Mütter bei der Jobsuche.
Alles andere, wie z.B. durchschnittlich geringere Körperkraft, spielt heute im Arbeitsleben, zu mindestens bei den begehrteren Jobs, keine Rolle mehr.
Es bräuchte dafür also keinen Frauentag, sondern nur den Muttertag.
Einen Grund in Deutschland darüber hinaus auch der Unterdrückung von Frauen, unabhängig von Mutterschaft, an einem Frauentag zu gedenken gibt es leider doch. Zumindest wenn man die Hinrichtung und Verstümmelung von Frauen mitten in Deutschland unter dem eher verharmlosenden Begriff „Unterdrückung“ subsummieren wollte.
Ehrenmorde waren ursprünglich fast ausschließlich mal ein Phänomen von Gesellschaften Nordafrikas, des Nahen und Mittleren Ostens und Asiens, also zufällig genau der aktuellen Hauptherkunftsgebiete der meisten Asylbewerber und Zuwanderer nach Deutschland.
Viele dieser Gesellschaften besitzen eine islamische Bevölkerungsmehrheit, obwohl Ehrenmord kein ausschließlich muslimisches, also religiöses Thema ist, sondern auch andere archaische Kulturen, wie z.B. Jesiden oder Alewiten davon betroffen sein können.
Durch politisch erwünschte „Weltoffenheit“ kamen und kommen leider unerwünschte kulturelle Delikte wie Hinrichtungen und Verstümmelungen von Frauen und Mädchen, z.T. aber auch von Männern, z.B. bei Homosexualität, in unser Land. Täter sind vorwiegend Männer, aber indirekt auch Frauen aus der jeweiligen Familie, die diese Taten mit unterstützen.
Diese Fälle können inzwischen nicht mehr nur ausländische, sondern immer öfter auch deutsche Frauen betreffen, also auch unsere Töchter, sofern sie potentiellen Tätern mal leichtsinnig vertraut haben (siehe dazu auch den Blog www.ehrenmord.de der Autorin Uta Glaubitz).
Das deutsche Strafrecht kennt überhaupt gar keine Definition für sogenannte „Ehrenmorde“. Geplante Verstümmelungen, wie z.B. Säureattentate, stellen natürlich kein Morddelikt, dar, sondern sind „nur“ eine Körperverletzung, gerade so wie bei einer Kneipenprügelei zwischen Hotte und Kalle.
Fälle vom „Tatmotiv Ehre“ werden in der polizeilichen Kriminalstatistik auch nicht gesondert erfasst, was z.B. auch erklärt, wieso im Fall der im Januar 2015 ermordeten 19-jährigen Maria P. aus Berlin in den Medien ganz unterschiedliche Angaben zum möglichen Tatmotiv erfolgten.
Im Blog www.ehrenmord.de ist der Fall z.B. als ein „Mord aus Ehre“ dokumentiert, - der Anwalt der Nebenklage bestritt wiederum genau das.
TERRE DES FEMMES schließt einen Ehrenmord zumindest nicht aus ( Link: https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/aktuelles/archiv/1726-zwei-gewaltverbrechen-an-jungen-frauen-in-darmstadt-und-berlin-hintergruende-zu-den-taten )
Laut der einzigen Studie des BKA von 2011 zu diesem Thema, liegt das geschätzte Hellfeld der in Deutschland zwischen 1996 und 2005, also innerhalb von 9 Jahren begangenen, versuchten oder vollendeten Ehrenmorde bei 120 Fällen.
Eine begleitende Auswertung auf der Basis der PKS-Einzelfalldaten aller Tötungsdelikte in Baden-Württemberg im gleichen Zeitraum zeigt demnach auch, dass Partnertötungen durch Männer mit türkischer Staatsangehörigkeit, aber auch aus dem ehemaligen Jugoslawien und Albanien dreimal häufiger, und in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre sogar fünfmal häufiger sind, als Partnertötungen durch Deutsche. Dazu muss der unterschiedliche Anteil der Ethnien an der Gesamtbevölkerung in Deutschland berücksichtigt werden, was die Aussage entsprechend verschärft.
Bei vorsätzlichen Tötungsdelikten wird in Deutschland nur zwischen Totschlag und Mord unterschieden, sofern Heiko Maas das nicht, wie angekündigt, auch noch angleicht.
Sogenannte „Ehrenmorde“ werden dabei durchaus häufig als Tötung aus niedrigen Beweggründen eingestuft und dann als Mord bestraft.
Nun könnte man einwenden: Morde sind doch immer schlimm und es gibt ja wohl auch genug deutsche Mörder. Warum soll also der Bezug auf das undefinierte Tatmotiv „Ehrenmord“ so wichtig sein, wenn nicht dazu, Wasser auf rechte Mühlen zu kippen?
Nein, es sollte hier nicht um Pauschalverurteilungen z.B. jedes Türken gehen, sondern um mögliche Prävention durch Aufklärung junger Frauen, sowohl deutscher wie ausländischer.
Bei entsprechendem Wissen wäre bei einer nach dem Ehrenmord-Schema geplanten Hinrichtung eine Prävention viel eher möglich, als bei anderen, z.B. spontanen Tötungsdelikten.
Leider ist das Thema beim Frauentag in Deutschland offiziell kein Thema. Wenn, dann tanzt man bei www.onebillionrising.de lieber ganz allgemein gegen Männer, Gewalt und Kapitalismus. Damit verlor der Feminismus für mich seine Unschuld.
Die Wanderausstellung „Tatmotiv Ehre“ wird von TERRE DES FEMMES wohl leider auch nicht mehr angeboten. Begründung: Keine.
Schade.
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