Fakt oder Fake_

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Fakt oder Fake_
Datum: 19.07.2017, 11:29

In sich selbst und bei seinen vielen fleißigen Helferlein von Anetta Kahane bis zum Soros-unterstützten Netzwerk „Correktiv“, die nun alle fleißig auf Facebook und im Netz löschen. Die können „Fake und Fakt“ prima und ganz fix unterscheiden, so wie das weiland nur solche Größen wie Heiko Maasens Landsmann Erich Honecker und Karl-Eduard von Schnitzler konnten.
Nun dürften die meisten Meldungen ja nicht schwarz-weiß sein, sondern vermutlich aus leicht fakigen Fakten bzw. auch mal etwas faktigen Fakes bestehen, was es bei der Wahrheitssuche nicht leichter macht.
Sollten wir denn nun jeden Abend Claus Kleber in uns rein schnüffeln oder uns stattdessen lieber mit Vater Putin himself von Russia Today in den Schlaf wiegen lassen?

Vielleicht ist aber die Frage „Fakt oder Fake?“ schon falsch gestellt.
Sofern wir nicht selber irgendwo live dabei waren, was äußerst selten der Fall sein dürfte, machen wir das Glauben oder Nichtglauben von Informationen ja allein vom subjektiven Vertrauen in die Medienquelle abhängig. Das ist dann bereits der unvermeidliche Schritt vom Wissen zum Glauben.
Jeder hat dabei so seine eigene Faustregel, wie er beim „Glauben des Wissens“ vorgeht.

Die einen sagen, je größer das Medium, bzw. je mehr Medien dann berichten, desto objektiver werden die Berichte schon sein, da solche großen Medien ja mehr Recherchemöglichkeiten haben und außerdem einen guten Ruf zu verlieren haben. Bei einem Bericht über eine Demo sollte nach dieser Regel den „Tagesthemen“ z.B. per se mehr Glauben geschenkt werden, als einem privaten Blog. Der Staat ist hier im Zweifel immer der Gute, weil er der größte Medienverbreiter ist.

Andere schwören z.B. als Linke einfach nur auf ihre linken Medien, oder als Rechte auf ihre rechten Medien, was zwar ihr gutes Recht ist, aber aufgrund der naheliegenden eigenen Filterblasen logischerweise nicht immer hilfreich ist. Der Staat und die anderen sind hier so oder so immer tendenziös, nur ihre eigenen Medien schreiben die Wahrheit.

Wieder andere, wobei es hier fast egal ist, ob sie nun rechts oder links verortet sind, verdächtigen immer erst mal die Mächtigsten (gerne also zuerst die USA, oder verschworene Weltregierungen) und glauben am liebsten gerade das Szenario, bei dem sich die maximalsten Abgründe an Perfidie auftun.
Da ist dann z.B. jeder offensichtlich muslimischer Anschlag natürlich nicht nur einfach ein schrecklicher muslimischer Anschlag, sondern logischerweise ein vom Geheimdienst extra inszeniertes Schurkenstück, um die Angst in der Bevölkerung anzuheizen und so dem armen Volk dann noch leichter perfide Überwachungstechnik flächendeckend schmackhaft machen zu können, um es am Ende dann endgültig beherrschen zu können. Der Staat, oder andere verborgene Großmächte sind hier fast immer das absolut Böse, und das Volk immer gut, nur schrecklich naiv und dumm, bis auf die kleine Gruppe der erleuchteten „Bescheidwisser“.
So kann man in man alternativen Medien mit wenig Aufwand auch viel Aufmerksamkeit generieren. Jeder kennt sicher den ein oder anderen von solchen Zeitgenossen aus dem Bekanntenkreis. Meist sind sie einfach nur für den Frieden.
Das Doofe daran ist, das man nach logischen Gesetzen ja gar nichts hundertprozentig ausschließen kann, nicht mal, das irgendwelche Aliens schuld waren.
Mit mehr oder weniger Intelligenz hat das alles übrigens kaum zu tun, sondern nur mit Glauben, bzw. in letzterem Fall besonders mit Mißtrauen.

Wenn wir diesen Glauben nun mal beiseitelassen, sollten die Fragen doch statt „Fakt oder Fake“ z.B. besser lauten: Ist eine beschriebene Tat denn prinzipiell möglich und schlüssig, wie hoch ist eine Schadens-Eintritts-Wahrscheinlichkeit bzw. wird die Wahrscheinlichkeit durch bestimmte Fakten wohl eher zu- oder abnehmen? Und wenn der Schaden eintritt, wen betrifft er vorraussichtlich eher, bestimmte Risiko-Gruppen, also z.B. mich oder ausnahmslos alle?

Der Vorteil dieses Verfahrens: Es muss zu noch gar keinem Schaden gekommen sein, womit auch die „Fake oder Fakt“-Frage in den Hintergrund rückt, es genügt, wenn durch logische Gründe die Schadens-Eintritts-Wahrscheinlichkeit für betroffene Gruppen nachvollziehbar angewachsen ist, um so bereits politischen Protest legitimieren zu können.

Dazu ein Beispiel aus einem anderen Bereich: Ein Hersteller muss z.B. nach EU-Recht seine neue Maschine vor dem Vertrieb aus Sicherheitsgründen intensiv prüfen, wobei er verpflichtet ist, in einer Risikobeurteilung alles zu betrachten, was beim Betrieb erdenklicher Weise so „schief“ gehen könnte, auch Fehlbedienungen, ganz unabhängig davon, was nun bereits eingetreten ist.

Leider gilt diese Maschinenrichtlinie nicht für politische Prozesse in der EU-Maschinerie.

Sonst hätte man bereits im Vorfeld fragen müssen: Ist es wahrscheinlich, das durch eine erhöhte Aufnahme von überwiegend jungen Männern aus dem arabischen Kulturraum, also einer Gruppe, von dem ein erhöhtes Übergriffs-Risiko auf Frauen ausgeht, es nun auch rein statistisch zu einem Anstieg der Übergriffszahlen auf Frauen kommen kann.

Das kann man, auch ohne sieben Semester Logik studiert zu haben, sicher mit ja beantworten.
Keiner braucht nun mehr mit Heiko Maas und Correktiv darüber zu streiten, ob dieser oder jener Einzelfall wirklich stattgefunden hat, denn es ist nur zu offensichtlich: Wir haben keine Medienmacht, weshalb wir damit auch kaum ein Chance haben.

Aber wir haben ein Hirn, welches sagt: Eine erhöhte Aufnahme überwiegend jungen Männern aus dem arabischen Kulturraum, erhöhen das Übergriffsrisiko auf Frauen um den Betrag X. Wie hoch, wissen wir nicht, da uns unser Staat die Daten vorenthält. Es ist aber auch ert mal egal, denn ein Zusammenhang ist logisch. Das Risiko liegt bei uns, wir wollen es nicht. Wir wollen diese Politik nicht. Es ist uns dabei auch ganz egal wie viel bzw. wenig Migranten in Dresden leben.
Diese Sichtweise ist auch keinesfalls rassistisch.

Denn das junge Männer mehr zu Übergriffen auf Frauen neigen, als alte Frauen, das dürfte wohl unabhängig von der Nationalität sein und die Feststellung, dass im arabischen Raum eine archaischere, größtenteils durch den Islam geprägte, männlich dominierte Macho-Kultur vorherrscht, ist auch kein Rassismus, es sei denn, man löst den Rassismus-Begriff völlig von seiner biologischen Grundlage und wendet ihn rein auf die Kultur an, was man allerdings ablehnen sollte. Denn seine Kultur kann jeder Mensch ändern, seine Biologie nicht.

Für die o.g. Freunde der Verschwörung gibt es zum Abschluss noch eine alte Regel, die zwar auch nicht immer zutreffen mag, aber in den meisten Fällen doch etwas die Nerven beruhigt: Ockhams-Rasiermesser (https://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser ) , welche sinngemäß besagt: „Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen. Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.“
Na, also!

Sven von Storch

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