Uli Hoeneß_ Von hinten in die Beine
Uli Hoeneß_ Von hinten in die Beine
Datum: 11.03.2014, 10:00
Und Augstein blieb nicht lange allein im Feiertaumel. Die Systemschreiberlinge der Republik wenden sich in diesen Tagen etwas ab von geopolitischen Krisen und schuldenfinanzierten Blasen und rücken den Gerichtsprozess gegen den „Steuerdieb“ Uli Hoeneß in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung. Doch was hat der Präsident des FC Bayern München überhaupt gestohlen?
Nichts. Ganz im Gegenteil. Vor Gericht klagt die Steuerkrake rein fiktive Geldsummen gegen Hoeneß ein. Geldsummen, die nie existiert haben.
Nach eigener Aussage führt Uli Hoeneß „seit Jahren ein Konto bei der Vontobel Bank in der Schweiz.“ Mit diesem habe er „insbesondere in Devisen spekuliert.“ Einen Teil der hieraus entstandenen Gewinne habe er in Aktien und andere, weniger spekulative, Kapitalanlagen investiert. Hieraus resultierten die Kapitalerträge, die er nicht versteuerte. Uli Hoeneß vor Gericht weiter: „In manchen Jahren habe ich zudem hohe Gewinne mit den Spekulationsgeschäften erzielt, in anderen habe ich erhebliche Verluste erlitten. Ich musste leider feststellen, dass sich die Spekulationen in dem fraglichen Zeitraum unter dem Strich nicht gelohnt haben, denn die hier in Rede stehenden Jahre (2003 bis 2009) habe ich trotz zwischenzeitlicher Gewinne im Ergebnis mit einem Millionenverlust abgeschlossen.“
Nach einigen Jahren des Spielens mit Wertpapieren entstand ihm ein Verlust. Die zwischenzeitlichen Gewinne muss er nach dem Willen der Finanzbehörden dennoch versteuern, obwohl er sie nicht realisierte. An diesem Punkt verlangen die Steuervorschriften schlicht und ergreifend Geld, das nicht existiert, niemals existierte. Nach eigener Aussage lief es für Hoeneß in den Jahren 2002, 2003 und 2005 recht erfreulich an der Börse. Seine damals erzielten Gewinne führten zu einer „Steuerschuld“ im zweistelligen Millionenbereich. Von 18,5 Millionen Euro wird gemunkelt.
Doch seine Verluste aus den Folgejahren bis 2009 durfte Hoeneß nicht mit den fiktiven Gewinnen verrechnen. Dabei waren die Verluste am Ende bittere Realität, nicht die Gewinne, die nur in einer kurzen Periode auf dem Papier standen.
Uli Hoeneß musste unter dem Strich mit einem erheblichen Vermögensverlust zurecht kommen. In wenigen Tagen wird die unerbittliche Staatskrake diesen Verlust um einen hohen Millionenbetrag vergrößern. Ihre Besteuerungswut trifft, nicht zum ersten Mal, nichtexistente Einkommen und Vermögen. Es ist die Besteuerung des Nichts.
Uli Hoeneß könnte diesen Irrsinn vor Gericht deutlich auf den Punkt bringen. Nun hat er die Gelegenheit. Doch leider verharrt auch er, der mit eigener Hände Arbeit den FC Bayern München erst zu dem machte, was er heute ist, in dem von den Medien errichteten Hasenherzbau. Er bedauert „zutiefst“. Leider.
Beitrag erschien zuerst auf: ef-magazin.de
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