Sieben Lektionen aus meinem Alltag als Vater
Sieben Lektionen aus meinem Alltag als Vater
Datum: 28.11.2013, 10:57
Hier sind sieben Lektionen aus meinem Vater-Alltag.
- Behalte das Szepter in der Hand. Wer liegt morgens nicht noch gerne einige Minuten länger auf dem Ohr? Oder liest den Abschnitt noch fertig? Oder hängt noch ein weiteres Telefonat an? Manchmal ist das für mich ein Weg, um mich aus der Familie “auszufädeln”. Solche “Aussetzer” bringen mich allerdings sofort in den Rückstand. Die Kinder haben die Momente genutzt, und ich bin nur noch am Reagieren.
- Halte dich an eine Grobstruktur. Nicht jede Minute muss durchgeplant sein (denn es kommen ja genug unerwartete Momente mit Kindern). Doch eine Grobstruktur des Tages vereinfacht den Ablauf ungemein: Essenszeiten, Ruhezeiten. Zeiten, in denen die Kinder angeleitet werden – und Momente, in denen sie sich selbst beschäftigen. Dieser Rhythmus ist zur eigenen Erholung unabkömmlich.
- Reserviere Momente zum Regenerieren. Wenn ich mich nicht darauf achte, bin ich von morgens früh bis abends spät im “Gebe-Modus”. Wenn ich mir aber bewusst kleine Ruhepausen gönne und auf ihnen bestehe, gewöhnen sich die Kinder daran.
- Lass Nähe zu. Ich verhalte mich eher distanziert. Lasse ich die Kinder auch zu mir kommen? Oder stosse ich sie (innerlich oder äusserlich) weg von mir?
- Lies den Kindern vor. Wenn ich ein Buch nehme, mich innerlich entspanne und mich auf den Inhalt einlasse, dann passiert oft etwas Faszinierendes: Nach einigen Minuten sitze alle fünf Jungs bei mir!
- Schütze die Mutter. Die Mutter ist bei uns oft erste Anlaufstelle. Es ist bequem Dinge weiter zu delegieren. Es ist aber auch eine Falle für mich als Vater. Ich nehme mich aus der Familie heraus. (Analog im Business: Der Chef läuft im wichtigsten Moment aus dem Raum.)
- Schenke Aufmerksamkeit. Es gibt wichtige Momente im Leben des Kindes, die mir als Vater unwichtig erscheinen oder in denen ich mich zwingen muss, aufmerksam hinzusehen und zu –hören.
Erschien zuerst unter www.hanniel.ch.
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