13 integrative Hinweise für frisch gebackene Eltern

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13 integrative Hinweise für frisch gebackene Eltern
Datum: 12.10.2014, 19:54

Nach über 10 Jahren Vaterschaft kann ich verraten, welche hilfreichen Hinweise mir für die Akzeptanz im Kollegenkreis schon nahe gelegt wurden. (Das ist kein Scherz.)

     

  1. Reserviere vorgeburtlich einen Krippenplatz, um das Kind möglich schnell abgeben zu können. Es braucht professionell ausgebildete Betreuer, die sie ins Leben begleiten.
  2. Decke dich mit allem Baby- und Kleinkind-Material ein, das du je bei Kolleg(innen) entdeckst hast. Mit einem Berg Accessoires bist du dabei. Bitte Marken beachten!
  3. Auf jeden Fall anschaffen: Einen hellblauen oder rosaroten Gehörschutz, damit du mit der Babytasche weiterhin lauten Anlässen beiwohnen kannst.
  4. Unbedingt in den ersten drei Lebensjahren eine Weltreise planen, sonst kannst du nicht mehr mitreden.
  5. Belege mit dem Baby Frühschwimm-, Frühmusik-, Frühtanz-, Frühsprach- und sonstige Kurse.
  6. Übertriff deinen Kollegenkreis mit einer aufwändigen, auf das Kind ausgerichteten Geburtstagsparty.
  7. Decke deinen Nachwuchs möglichst ab erstem Jahr mit Elektrogeräten ein. Je früher, desto besser. Blinken und tuten erfreut das Kind.
  8. Schicke dein Kind möglichst früh in Spielgruppen. Es muss sich verteidigen lernen; falls es zu den Scheuen gehört, soll es Schutz bei den Betreuungspersonen suchen und finden.
  9. Kindsein muss Spass machen: Schicke deinen Nachwuchs, so bald er trocken ist, ins Schwimmen, Schlittschuhlaufen, Eishockeyspielen, in den Ballett-, Tanz- und Turnunterricht.
  10. Im Urlaub sorge dafür, dass du die Kinder ausnahmsweise Animationseinrichtungen überlassen kannst.
  11. Vergiss den regelmässigen Warenhausbesuch nicht. Sorge für eine störungsfreie Bummelzeit und gib deine Kleinen in der wohligen Umgebung von Spielburgen ab.
  12. Weil die Kinderzeit so schnell vergeht, reserviere dir alljährlich einen Termin beim Fotografen. Ansonsten nimm jede Vorführung (und mag sie noch so kümmerlich sein), auf Video oder zumindest mit dem Handy auf.
  13. Lass dir regelmässige Restaurant- und Kinobesuche nicht entgehen. Ohne sie verlierst du den Anschluss an das Tages- und Nachtgeschehen.
  14.  

So. Jetzt weisst du’s.

P. S. Ich erlebe fast alle Peer-sozialisierten Kinder als Ja-Sager gegen aussen (man passt sich der Kollektivmeinung an) und als Nein-Sager nach innen in der Kleinfamilie (man setzt seinen Willen durch). Ich denke aber, dass genau das Umgekehrte wichtig ist: Menschenfurcht zu überwinden in der Öffentlichkeit, Nein sagen und zu einer anderen Meinung stehen können; Unterordnung und Demut nach innen gegenüber den engsten Angehörigen.

Sven von Storch

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