»Verteidigungs-Soli & Gehirnwäsche«
»Verteidigungs-Soli & Gehirnwäsche«
Datum: 06.03.2025, 10:46
Die von Olaf Scholz seinerzeit prognostizierte „Zeitenwende“ wird nun von dem voraussichtlich neuen Kanzler Friedrich Merz weitergeführt werden.
Und zwar im militärischen Sinne.
Nachdem Donald Trump vorerst sämtliche US-Militärhilfen für die Ukraine gestoppt hat, verfallen die Europäer in Panik
Experten diskutieren schon längst darüber was diesbezüglich die Welt von Deutschland nach der Wahl „erwartet.“
Ja, Sie lesen richtig: „Erwartet!“
Natürlich verheißt das für den hiesigen Bürger nichts Gutes, denn solche „Erwartungen“ sind stets mit deutschen Steuergeldern verbunden. Und mitunter sogar mit Steuererhöhungen!
Doch der Reihe nach.
Berliner Regierungsberater und Außenpolitikexperten fordern jetzt folgendes:
- Massive Aufrüstung.
- Massive Aufstockung des Militärhaushalts.
- Personelle Aufstockung der Bundeswehr bis zu 440.000 Soldaten.
- Rückkehr der Wehrpflicht.
- Grundgesetzänderung zur Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen.
- Dramatische Haushaltsentscheidungen.
- Drastische Einschnitte bei den Sozialausgaben.
- Energische Indoktrination bezüglich eines „Mentalitätswandels“ der Bevölkerung.
- Einführung eines „Verteidigungs-Solis“ von 1 – 1,5 Prozent der Einkommensteuer.
Die nächste Regierung müsse die deutsche Bevölkerung darauf vorbereiten, „dass Deutschland zur europäischen Führungsmacht wird, diplomatisch und militärisch“. Dazu gelte es „die Zeitenwende in den Köpfen zu verankern“. Das gehört zur neuesten Manipulationstechnik der NATO (Kognitive also psychologische Kriegsführung, die als die fortschrittlichste Form der Manipulation, die Psyche jedes Menschen direkt ins Visier nimmt. Der Propagandaforscher Jonas Tögel spricht diesbezüglich von „Kriegspropaganda“, die auch in den ersten beiden Weltkriegen angewandt wurde, um das Volk für einen Krieg zu begeistern).
Aber nicht nur das:
Ein Professor der Münchner Bundeswehr-Universität schlägt die Einführung eines „Verteidigungs-Soli“ von einem bis 1,5 Prozent der Einkommensteuer vor.
Ein solcher „Soli“ für die Verteidigung und die Ukraine würde jeden Arbeitenden dieses Landes noch mehr schröpfen, als bisher schon.
Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München, fordert von der künftigen Bundesregierung die „Einsicht, dass Deutschland das Fundament seiner Sicherheits- und Verteidigungspolitik erneuern muss“ – „und das ist nun mal eine kriegsfähige Bundeswehr“.
Dazu erforderlich sei „eine substanzielle Erhöhung“ des Militärhaushalts; unter anderem „einen Solidaritätszuschlag für Verteidigung, der von allen Menschen entrichtet werden muss, die in Deutschland arbeiten“, etwa in Höhe von „1 bis 1,5 Prozent der Einkommensteuer“.
Davon abgesehen soll die Bundeswehr personell deutlich aufgestockt werden.
Ein internes Papier des Verteidigungsministeriums habe schon vor geraumer Zeit eine Personalerhöhung von aktuell gut 180.000 auf „bis zu 440.000 Soldaten“ erwogen. Allerdings lege der 2+4-Vertrag eine Obergrenze von 350.000 fest.
Dementsprechend wird bereits über eine Rückkehr zur Wehrpflicht nachgedacht; auch über eine Grundgesetzänderung zur Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen.
Und noch mehr:
Jan Techau, Director Europe der Eurasia Group in Berlin erklärte, dass bezüglich der massiven Ausrüstung „alles sehr, sehr teuer“ sei. Der nächste Bundeskanzler werde „dramatische Haushaltsentscheidungen treffen und rechtfertigen müssen“.
Obwohl das allen klar sei, wollte vor der Wahl niemnd darüber reden!
Nun gelte es, Konservative „auf neue Schulden“ und Linke „auf schmerzhafte Strukturreformen“ vorzubereiten.
Als „eigentliche Aufgabe der kommenden Regierung“ aber begreift Techau es, die Bevölkerung darauf einzustimmen, dass Berlin in nächster Zeit „zu manch unerhörter Entscheidung gezwungen sein“ werde.
Das bedeutet nicht nur immense Kosten für Waffen und weiteres Kriegsgerät, sondern auch die Notwendigkeit, einen „Mentalitätswandel, die Zeitenwende in den Köpfen (der Bevölkerung) zu verankern“.
Ulrike Esther Franke vom European Council on Foreign Relations (ECFR) meint, dass die Debatte über militärische Fragen in Deutschland moralisch zu aufgeladen und angstgetrieben sei und Militärexperten mit Misstrauen konfrontiert werden würden.
Franke: Der Ukraine-Krieg schaffe „ein Zeitfenster … in der Bereitschaft, sich mit Verteidigung und Militär auseinanderzusetzen“; das müsse „die nächste Regierung nutzen, um wichtige Weichen zu stellen, bevor die Stimmung umschlägt“: „Jetzt ist der Moment für politische Führung.“
Quelle: www.german-foreign-policy.com/news/detail/9891
Letztlich also wird jeder von Ihnen für die deutsche „Kriegstüchtigkeit“ – Kritiker sagen „Kriegsgeilheit“ dazu – und für die Verteidigung „unserer Werte“ in der Ukraine oder anderswo auf dem Globus noch viel tiefer in die Tasche greifen müssen.
Der Deutsche zahlt. Und bald wird der Deutsche (Soldaten und Zivilisten) für diese Kriegstüchtigkeit auch wieder nach dem Desaster im verlorenen Afghanistan-Krieg sterben müssen!
Seid ihr bereit dazu?
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