Verschwiegen: "Ostpreußens Höllenfahrten – Nemmersdorf und Metgethen"

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Einführung

Jahrzehntelang verschwiegen: Was geschah wirklich in Nemmersdorf und Metgethen, als der Krieg Ostpreußen verschlang?

Dieses erschütternde Dossier rekonstruiert anhand von Augenzeugenberichten, historischen Dokumenten und seltenen Bildquellen eines der dunkelsten und umstrittensten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Zwischen Propaganda, Vertuschung und grausamer Realität stellt sich die unbequeme Frage: Warum wurde das Leid deutscher Zivilisten so lange aus dem öffentlichen Gedächtnis verdrängt? Ein schonungsloser Blick in die Abgründe von Krieg, Rache und menschlicher Enthemmung.

"Wie grauenvoll mein Tod gewesen ist, das hat dir keiner noch erzählt, so höre, was er mir getan."Dante Alighieri (italienischer Dichter und Philosoph)

Zwischen den vergilbten Akten, den verstörenden Fotografien und den kaum erträglichen Zeugenaussagen liegt ein Kapitel deutscher Geschichte, das bis heute viele lieber verschweigen, relativieren oder vergessen möchten.

Es ist ein Kapitel voller Blut, Angst und unaussprechlicher Grausamkeit. Ein Kapitel, das nicht in das einfache Schwarz-Weiß-Bild von Tätern und Opfern passt. Und gerade deshalb ist es so unbequem.

Der italienische Dichter Dante Alighieri beschrieb in seiner Göttlichen Komödie die neun Höllenkreise als Stufen eines immer tieferen Absturzes in menschliche Grausamkeit, Schuld und Verdammnis.

Genau daran erinnern auch Nemmersdorf und Metgethen am Ende des Zweiten Weltkriegs: wie Stationen einer ostpreußischen Höllenfahrt, auf der jede Grenze von Menschlichkeit durch die barbarische Enthemmung der Roten Armee zerbrach.

Die Menschen dort gerieten in einen Strudel aus Angst, Gewalt und Rache, der ganze Dörfer in Vorhöfe der Hölle verwandelte. Frauen wurden vergewaltigt, Kinder erschlagen, Greise ermordet, ganze Familien ausgelöscht. Der Krieg zeigte sich hier nicht mehr nur als militärischer Zusammenbruch, sondern als Absturz des Menschen selbst in einen Abgrund, wie ihn Dante einst literarisch beschrieb.

So stehen Nemmersdorf und Metgethen bis heute sinnbildlich für Ostpreußens Höllenfahrten – für einen Weg durch Leid, Terror und Tod, der sich tief in das Gedächtnis der Überlebenden eingebrannt hat.

Dieses Buch will keine Propaganda betreiben. Es will nicht relativieren, aufrechnen oder die Verbrechen des Nationalsozialismus kleinreden. Die deutschen Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs sind hinlänglich historisch belegt.

Doch ebenso unbestreitbar ist: Auch Millionen Deutsche  – vor allem Zivilisten – wurden Opfer der sogenannten »Befreier«.

In meinem Buch "Ohne Gnade – Alliierte Gräueltaten gegen deutsche Zivilisten 1914–1946" dokumentiere ich diese Kriegsverbrechen mit aller Deutlichkeit – darunter selbstverständlich auch jene der Roten Armee.

Im vorliegenden Werk greife ich insbesondere die barbarischen Massaker in den ostpreußischen Orten Nemmersdorf und Metgethen auf. Die dort geschilderten Ereignisse basieren zwar teilweise auf Recherchen aus meinem früheren Buch, wurden hier jedoch um ein Vielfaches erweitert. Sowohl durch zusätzliche schriftliche Quellen, Zeitzeugenberichte, eidesstattliche Erklärungen, internationale Untersuchungen, zeitgenössische Presseartikel als auch durch umfangreiches, schockierendes Bildmaterial.

Manches entstand im Wirrwarr und unter den Bedingungen des Krieges und wurde propagandistisch ausgeschlachtet – sowohl von alliierter Seite als auch von den Nationalsozialisten. Das wird ebenfalls nicht verschwiegen.

Doch Propaganda allein erklärt diese Massaker nicht.

Die hier geschilderten Ereignisse sind schwer zu ertragen. Viele Leser werden sich fragen, wie Menschen zu solchen Taten fähig waren. Andere werden einwenden, man müsse doch die Vorgeschichte bedenken – Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion. Das ist richtig.

Aber auch Leid erklärt nicht jedes Verbrechen. Rache genauso wenig. Denn Kriegsverbrechen bleiben Kriegsverbrechen. Und Erinnerung darf niemals selektiv sein.

Wer nur die Opfer der einen Seite betrauert und die der anderen verschweigt, betreibt keine ehrliche Geschichtsaufarbeitung, sondern in den Zeitgeist eingefärbte politische Erinnerungskultur.

Nemmersdorf war das erste Fanal. Metgethen wurde zum Menetekel. Was dort geschah, kündigte den Untergang Ostpreußens an – und das Schicksal Millionen deutscher Flüchtlinge und Zivilisten, die zwischen Fronten, Ideologien und Vergeltung zermahlen wurden.

Dieses Buch versteht sich deshalb auch als Mahnung: Krieg zerstört nicht nur Städte und Staaten. Krieg zerstört den Menschen und seine Menschlichkeit selbst. Er entfesselt das Dunkelste, das in ihm steckt.

Und genau deshalb dürfen die Schreie von Nemmersdorf und Metgethen niemals verstummen. Denn die Hölle ist stets dort, wo der Mensch seine Menschlichkeit verliert.

Sven von Storch

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Blog comments

Dieser Krieg hat mit dem Tribunal von Nürnberg und mit dem Beginn der Lügen der Sieger das Völkerrecht erstickt. Russen und Angloamerikaner haben ihre Menschlichkeit abgelegt und sind noch heute zu verurteilen. Sie belügen ihr eigenes Volk bis heute.

Es gab den direkten Befehl Stalins, dass der Zivilbevölkerung nichts geschehen durfte. Verstöße dagegen wurden geahndet.

Gräueltaten gab es auf beiden Seiten. Wir als Nachgeborene können den Hass beider Seiten nicht mehr nachvollziehen, ein Aufrechnen von Verbrechen ist sinnlos.

Dummerweise sind wir als Deutsche wieder für den Tod von Russen verantwortlich, weil wir ukrainischen Drohnenfirmen Unterschlupf gewähren. Was müssen die Eltern der Jugendlichen aus Starobelsk empfinden, wenn Drohnenteile mit deutscher Beschriftung gefunden werden?

Es ging allen deutschen Vertriebenen gleich beschissen. Deutschland sollte an alle Vertreiber-Nationen Wiedergutmachung von mehreren hundert Milliarden fordern. 

Doris Mahlberg

05.06.2026 | 01:53

Mein Kommentar zu diesem Thema war kritisch aber wahr und zutreffend. Deshalb wurde er wohl nicht angezeigt. Ich habe mich entschieden, diesen Blog nicht mehr aufzurufen und ihn aus meiner Liste zu löschen. Man sollte auch Meinungen respektieren, die einem nicht gefallen. Man muß sie nicht teilen, aber man sollte in der Lage sein, sie zu respektieren. Alles Gute.   

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