So plant die US-Regierung den Präsidentenwechsel in Kiew! (2)
So plant die US-Regierung den Präsidentenwechsel in Kiew! (2)
Datum: 29.07.2025, 11:29
Nach einem öffentlichen Eklat im Weißen Haus steht fest: Die USA sind bereit, den ukrainischen Präsidenten zu opfern, um Frieden mit Russland zu erzwingen.
Investigativ-Legende Seymour Hersh enthüllt: Ein Machtwechsel in Kiew könnte der geopolitische Schlüssel zur Deeskalation sein – doch zu welchem Preis für Selenskyj? Und für die Ukraine?
Trump und Selenskyj – keine „besten Freunde“
Obwohl Präsident Donald Trump sich öffentlich gegenüber Russland schärfer äußerte und US-Waffenlieferungen in die Ukraine weiter erhöhte, bleibt unklar, wie er wirklich zu einer möglichen Ablösung von Selenskyj steht.
Jedenfalls scheinen die beiden nicht die besten Freunde zu sein, wie der Eklat im Weißen Haus am 28. Februar 2025 zeigte, trotz späterer Wiederannäherung.
Nach einem öffentlichen Streit vor laufenden Kameras wurde das damalige Treffen abgebrochen. Trump beschuldigte Selenskyj, einen Dritten Weltkrieg zu riskieren, und verlangte eine Änderung seiner Haltung. Es kam zu heftigen Wortgefechten, in denen Trump drohte, die Ukraine im Kampf gegen Russland im Stich zu lassen, falls keine Einigung mit Wladimir Putin erzielt werde.
Zudem kritisierte Trump Selenskyj für seine undankbare Haltung und betonte, dass ohne US-Militärausrüstung der Krieg schnell beendet gewesen wäre. Das geplante Abkommen und eine Pressekonferenz wurden abgesagt, und Selenskyj verließ das Weiße Haus. Trump erklärte später, dass Selenskyj „zurückkommen könne, wenn er zu Frieden bereit ist“.
Trumps Einfluss und die Rolle Russlands
Hersh weist darauf hin, dass Trump in seinen Äußerungen eine klare Linie gegen Russland verfolgte, jedoch Zweifel an der tatsächlichen Bereitschaft und Fähigkeit Selenskis äußerte, den Krieg zu beenden.
Der US-Beamte, mit dem Hersh sprach, erklärte, dass Trump als „der Einzige“ angesehen werde, der in der Lage sei, genau dies zu tun. Nämlich damit, Russland „einen Ausweg“ zu bieten, falls Selenskyj durch Zaluzhnyi ersetzt werden würde.
Würde das „Verschwinden“ Selenskyjs Frieden bringen?
Laut Hersh könnten Selenskis Abgang und Zaluzhnyis Aufstieg nicht nur zu einem politischen Wandel in der Ukraine führen, sondern auch als Signal für Russland dienen, den Krieg zu beenden. Der US-Journalist beschreibt, dass genau dies als „Ausweg“ für Präsident Putin angesehen werden könnte, der mit massiven Verlusten zu kämpfen hat.
In einer kürzlich durchgesickerten Einschätzung der russischen Opferzahlen, die auf US-amerikanischen und britischen Geheimdienstquellen beruhen, werden zwei Millionen russische Verluste seit Beginn des Krieges angegeben. Fast doppelt so viele wie bisher bekannt.
USA will Krieg beenden – unter allen Umständen
Die Situation in der Ukraine scheint sich einem dramatischen Wendepunkt zuzuneigen. Washington ist offenbar fest entschlossen, eine Veränderung der Führung herbeizuführen, um den Krieg zu beenden und Russland eine Möglichkeit zur Deeskalation zu bieten.
Doch was wird dann aus Selenskyj? Und wie werden die ukrainischen Bürger auf eine solche politische Umwälzung reagieren?
Es ist klar, dass der Ausgang des Konflikts nicht nur von militärischen Operationen abhängt, sondern auch von den geopolitischen Bewegungen und den internen Machtkämpfen in der Ukraine. Die Rolle der USA, Trumps Einfluss und der mögliche Führungswechsel in Kiew könnten entscheidend für die kommenden Monate und eventuell Jahre sein.
Jedenfalls ist die Botschaft Washington an Moskau klar: „Ihr könnt immer noch sagen, dass ihr gewonnen habt, wenn Selenskyj ersetzt wird!“
Quellen: Seymour Hersh, Substack (Bericht über die US-Pläne bezüglich Selenskyj und Zaluzhnyi) seymourhersh.substack.com; Economist Interview mit Valerii Zaluzhnyi (Herbst 2023); Paul Sonne, New York Times (Russische Reaktionen auf Trumps Äußerungen); tkp.at/2025/07/19/usa-wollen-aera-selenski-beenden/; www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-selenskyj-104.html
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment