SIMSALABIM – This is your money!

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SIMSALABIM – This is your money!
Datum: 14.08.2025, 11:32

Deutschland – das Land, in dem ein »Simsalabim« reicht, damit Asylbwerber an Bargeld, Wohnung und Krankenversicherung kommen? „Fremdenfeindlichkeit“? Mitnichten! Eine ARD-Doku zeigte 2015 unverblümt, wie leicht Asylbewerber hier versorgt werden – und lieferte damit unfreiwillig das beste Werbevideo für Migranten weltweit. Während andere Länder Sozialleistungen kürzen oder streichen, fließen sie in Deutschland selbst nach abgelehntem Asylantrag weiter. Kein Wunder, dass viele sagen: Hier ist das Land aus Milch und Honig …

Wer sich fragt, warum Deutschland für viele Migranten – ob mit oder ohne Fluchtgrund – ein absoluter „Anziehungsmagnet“ ist, findet die Antwort im sogenannten „Pull-Faktor“: den hier gewährten Sozialleistungen.

In Deutschland erhalten Migranten monatlich 441 Euro plus Unterkunft. Zum Vergleich: In Dänemark sind es 236 Euro, in Frankreich 210 Euro, und in Polen gibt es gar kein Bargeld.

Wird der Asylantrag bewilligt, steigt die Unterstützung in Deutschland für alleinstehende Erwachsene auf 563 Euro Bürgergeld pro Monat – zusätzlich zur Warmmiete und Krankenversicherung. In Polen sind es in diesem Fall neben der Unterbringung lediglich 160 Euro.

Den größten Unterschied gibt es jedoch bei abgelehnten Asylanträgen: In Deutschland fließt trotzdem weiterhin das Bürgergeld. In Frankreich und Polen hingegen werden alle Leistungen sofort gestrichen, in Dänemark ebenfalls – dort kommen abgelehnte Asylbewerber in ein Abschiebelager.

Quelle: www.bz-berlin.de/meinung/kolumne/kolumne-mein-aerger/asylbewerber-5

Ein umstrittenes Video geht gerade erneut viral.

Etwa hier: philosophia-perennis.com/2023/07/29/simsalabim-was-asylbewerber-von-almans-unterscheidet/

Dabei handelt es sich um den Auszug eines Films, den die ARD bereits am 22. Juli 2015 ausgestrahlt hat.

Titel: „Willkommen auf Deutsch“

Zwischenzeitlich ist der Film in der ARD-Mediathek nicht mehr abrufbar.

Der ursprüngliche  Link:  www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Willkommen-auf-Deutsch/Das-Erste/Video

Umstritten ist der Film – und deshalb wohl auch aus der Mediathek entfernt worden – weil er anschaulich aufzeigt, wie unkompliziert Asylbewerber in Deutschland mit Leistungen, vor allem aber mit Geld versorgt werden.

Hier ein Ausschnitt:

 

Mein Kollege Heinz G. Jakuba schrieb damals (22.07.15) auf meinem Blog dazu:

(Freier Online-Journalist und Blogger)

Gestern lief auf der ARD die Dokumentation:

Willkommen auf Deutsch.

In Deutschland geht die Angst vor einer neuen Flüchtlingswelle um. Im vergangenen Jahr haben hier 200.000 Menschen Asyl beantragt, in diesem Jahr werden es noch mehr sein. Doch was passiert, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen? Wenn Menschen aufeinander treffen, die sich fremd sind, die nicht einmal miteinander reden können?

Quelle: www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Willkommen-auf-Deutsch/Das-Erste/Video

Sehr schnell wird dem Zuschauer klar, dass dies ein „Werbefilm“ für Flüchtlinge sein soll. Denn gezeigt werden eifrig lernende, putzende, intelligente und vernünftige Asylbewerber, die gecastet scheinen wie aus einem Hollywood-Streifen.

Direkt um meine Ecke gibt es ebenfalls Flüchtlingsunterkünfte. Und die meisten Asylbewerber haben mit den „Vorzeige-Asylanten“ der ARD-Doku so viel zu tun, wie  mit dem Mann im Mond.

Doch die Doku entpuppt sich nicht nur als ein handwerklich-subtil gemachter „Werbefilm“, sondern als noch mehr. Er offenbart die Wirklichkeit, WARUM Asylbewerber zu zig Hunderttausenden nach Deutschland strömen.

Ab Minute 00:36:50:

Begrüßung von einem Asylbewerber-Ehepaar aus Pakistan in holprigem Englisch von Adrian Dost, einem Mitarbeiter des Landkreises Harburg, der dann sagt:

„Wir gehen jetzt nach oben und holen Ihr Geld ab. Wenn Sie das Geld und Ihr Gepäck haben, fahren wir zu der Unterkunft, wo Sie wohnen werden.“

Die drei gehen dann zum Geldautomaten. Vorher noch schickt Dost die Asylbewerber fort, um ihr Gepäck zu holen und sagt dann auf Hinblick von anderen Flüchtlingen, die anwesend sind: „Wir warten jetzt bis die anderen fertig sind, raus sind und dann gehen wir an den Automat.“

Reporter: „Was ist das für ein Automat?“

Dost: „Ein Kassenautomat. Ein Geldautomat. Die müssen ja hier Geld bar bekommen. Das ist ein Vorschuss auf die Leistungen, die sie zu erwarten haben. Also Sozialhilfe nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.“

Kaum ausgesprochen schiebt der pakistanische Asylbewerber eine Karte in den Bankautomat, die er vorher wohl schon erhalten hat.

Der Mitarbeiter des Landkreises Harburg steht daneben und meint scherzend zu ihm (00:37:48):

„Und dann sagen Sie Simsalabim!“ Dost lacht, erklärt „This is your Money“ und deutet mit dem Zeigefinger auf die Geldscheine, die aus dem Automaten kommen. „Das ist für Sie!“

Artig bedankt sich der Asylbewerber und nimmt das Geld an sich. Danach werden er und seine Frau in eine neu hergerichtete Unterkunft gefahren, in der auch neuer Hausrat etc. wartet.

Diese Szene haut dem Fass – im wahrsten Sinne des Wortes – den Boden aus.

Noch einmal: Der freundliche Deutsche geleitet den Asylbewerber an einen Kassenautomaten, erklärt ihm scherzend, er solle „Simsalabim“ sagen und schon flattert so viel Kohle für ihn aus dem Gerät, wie er in seiner Heimat vielleicht in drei Monaten verdient.

Und da wundert sich noch jemand, warum fast ALLE Flüchtlinge nach Deutschland wollen? Und dass es Vorurteile gegen Flüchtlinge/Asylbewerber gibt. Die arme Rentner-Oma um die Ecke kann leider nicht „Simsalabim“ sagen!

Hallo?

Im weiteren Film werden andere Asylbewerber gezeigt. Unter anderem eine tschetschenische Familie, bei der die Mutter erst einmal sieben Monate in einem deutschen Krankenhaus verbringen musste. Danach wurde dort auch die älteste Tochter wegen Überforderung mit den übrigen fünf Kindern (also ihren Geschwistern) eingeliefert. Kostenlose medizinische Leistungen versteht sich.

Deutsche „Gutmenschen“ kommen zu Wort, von denen einer meint, dass man die Flüchtlinge nicht nur aufnehmen, sondern auch „aufpäppeln“ sollte.

Syrer werden gezeigt, die in der neuen Küche ihrer neuen Unterkunft frisches Fleisch in neuen Pfannen auf dem neuen Herd brutzeln.

Aber auch einen 20-Jährigen aus Albanien, der gerade in seiner Unterkunft in einem extra dafür hergerichteten Hotel angekommen ist und sich über die deutsche (materielle) Willkommenskultur freut (während im Hintergrund sein Kumpel mit dem neuen Handy rumfummelt (01:17:34): „Mein erster Eindruck ist sehr gut. Eine Unterkunft mit allem Komfort. Fernseher, Kühlschrank, Wäscheständer, Betten. Ganz besonders gute Bedingungen. Man kann sehr zufrieden sein, auch mit der Ordnung hier.“

Man kann sehr zufrieden sein.

Also kommt ihr Schäflein aus der ganzen Welt. „Simsalabim“ und der Zaster und die anderen Vergünstigungen fließen im Land aus Milch und Honig!

Das ist die Lösung für unsere Flüchtlingsproblematik.

Keine andere.

Simsalabim.

Soweit damals also mein Kollege Heinz G. Jakuba.

Mit Sicherheit kann man sagen, dass die ARD-Doku, die offenbar auch im SWR wiederholt wurde, nach hinten losging. 

Nicht einfach umsonst ist sie nicht mehr abrufbar.

Jedenfalls wurde mir im Gespräch mit verschiedenen Flüchtlingen versichert, dass Teile dieses Films – insbesondere die „Simsalabim-Szene“ – mit dem Handy vom Fernseher abgefilmt und nach Syrien, Afghanistan und sonst wo geschickt wurde.

Sven von Storch

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