»KRIEGSSPIELE IM PAZIFIK« – Bundeswehr gegen China_

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»KRIEGSSPIELE IM PAZIFIK« – Bundeswehr gegen China_
Datum: 08.07.2025, 11:57

Rund 200 deutsche Soldaten, darunter Fallschirmjäger der Saarlandbrigade, wurden Ende vergangener Woche nach Australien entsandt. Offiziell nehmen sie am Großmanöver „Talisman Sabre“ teil – mit über 30.000 Soldaten aus 19 Staaten, organisiert von den USA und Australien.

Doch in Wahrheit geht es um knallharte Machtprojektion gegen China.

Australien: US-Brückenkopf gegen China

Australien gilt als wichtiger rückwärtiger Stützpunkt für US-Truppen, sollte es zu einem Krieg gegen China kommen. Die Kriegsübungen werden zunehmend offensiver: Wüste, Dschungel, amphibische Operationen, Luftkämpfe – Szenarien, die keine Verteidigung, sondern Angriff und Besetzung trainieren.

Schon seit 2021 mischt Deutschland in der Region mit: Damals schickte die Marine die Fregatte „Bayern“, gefolgt von Luftwaffenbeteiligungen bei „Pitch Black“ und Kriegsschiffen wie der „Baden-Württemberg“.

2024 umkreiste die Bundeswehr mit Flugzeugen und Schiffen erstmals die gesamte Welt. Jetzt also wieder Australien, wieder Kriegsmanöver – Routineübungen für den Ernstfall.

EU will mitrüsten

Die EU unter Ursula von der Leyen plant bereits das nächste Rüstungs- und Verteidigungsabkommen mit Australien. Es geht um mehr Waffenexporte, Rüstungskooperation und Cyberabwehr.

Im Klartext: Mehr Waffen, mehr Milliarden für die europäische Rüstungsindustrie, mehr Eskalation.

Währenddessen bauen deutsche Konzerne wie ThyssenKrupp Marine Systems ihre Geschäfte in Australien aus.

AUKUS wackelt – EU springt ein

Das US-geführte AUKUS-Bündnis (Australien, Großbritannien, USA), das Atom-U-Boote für Australien bauen sollte, wackelt: Die Trump-Administration prüft, ob das Projekt mit ihrer „America First“-Agenda vereinbar ist.

Sollte es kippen, würde Australien plötzlich ohne moderne U-Boot-Flotte dastehen. Kein Wunder, dass sich Canberra nun um EU-Unterstützung bemüht.

China antwortet mit eigener Machtprojektion

China wiederum zeigt, dass es sich nicht einschüchtern lässt: Seit 2017 patrouillieren chinesische Aufklärungsschiffe vor Australiens Küste, 2024 folgte ein Marinemanöver in der Tasmansee und eine Umrundung Australiens.

Für westliche Militärstrategen ein Tabubruch: Erstmals trainieren chinesische Kriegsschiffe nicht nur vor ihrer eigenen, sondern vor westlicher Haustür.

Deutschland spielt mit dem Feuer

Fallschirmjäger im Dschungel, Kriegsschiffe im Pazifik, Rüstungsdeals mit Australien – während Bürger hierzulande zu Hause sparen, exportiert die Bundesregierung Frieden mit Fallschirmen und Marschflugkörpern.

Deutschland rüstet auf, übt Krieg gegen China, beteiligt sich an US-Machtspielen – und verkauft es als „Sicherheitsstrategie“.

Doch die Frage bleibt: Wessen Sicherheit ist gemeint?

Quelle: www.german-foreign-policy.com/news/detail/10045

 

 

Sven von Storch

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