ALLIIERTE KRIEGSVERBRECHEN_ »Höllenglut und Feuerwalze« – Hamburg 1943 (1)
ALLIIERTE KRIEGSVERBRECHEN_ »Höllenglut und Feuerwalze« – Hamburg 1943 (1)
Datum: 24.09.2025, 10:47
In Hamburg brannte sich über Generationen hinweg der verheerende Feuersturm in die Gedächtnisse, bei dem in der Nacht zum 24. Juli 1943 in der alliierten »Operation Gomorrha« die dicht besiedelte Altstadt, der Bezirk der Außenalster und die Arbeiterviertel Hamm und Hammerbrook durch Luftminen, Flächenbrände und erstmals auch Phosphorbomben vernichtet werden sollten.
Dabei waren mehr als 40.000 Tote zu beklagen. Manche sprechen von 60.000 bis 100.000 und 750.000 Obdachlosen (bei einer Einwohnerzahl von mehr als einer Million Einwohnern).
Ein wahres Inferno brach damals über die deutsche Hafenmetropole herein, ausgelöst durch Hunderte Bomber der Royal Air Force, in verschiedenen Wellen abgewechselt mit der US-Luftwaffe.
Dabei wurde auch keine Rücksicht auf Feuerwehrmannschaften genommen, die versuchten die immensen Brände zu bekämpfen. Ebenso wenig auf eingetroffene Rettungsmannschaften, die Verwundeten und Verschütteten helfen wollten.
Beispielsweise zeigte sich die monströse Dimension der Luftminen in riesigen, meterhohen Metallbehältern von der Größe einer Litfaßsäule, gefüllt mit Sprengstoff.
Ihre Explosion erzeugte eine Druckwelle, die in einem Stadtviertel auf einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer sämtliche Dächer zerstörte. Danach regneten Tausende kleinerer Brandbomben herab, die wiederum unzählige einzelne und sich selbst weiterentwickelnde Flächenbrände entfachten, die sich schließlich zu einem wahren Flammenmeer vereinten.
Im Zentrum dieser Höllenglut entstand ein Feuersturm, der eine solche Gewalt entwickelte, dass Menschen wie »welkes Laub« von ihm mitgenommen und ins Feuer gerissen wurden.
In den Straßen wurden regelrechte Feuerwirbel erzeugt, Sandhosen ähnelnd, die fauchend zwischen den Fassaden entlangrasten.
Diese Feuerstürme ließen den Straßenasphalt flüssig werden wie kochender Teer, verzehrten jeglichen Sauerstoff.
Durch die unvollständige Verbrennung entstand eine Unmenge von toxischem Kohlenmonoxid, das schwerer als Luft war und sich deshalb am Boden ausbreitete. Dadurch erstickten tausende hilfesuchende Menschen in den Luftschutzkellern.
Ein Augenzeuge berichtete: »Was ihnen (den Feuerstürmen/GG) in den Weg kam, wurde wie mit einer gewaltigen Lötlampe in Augenblicken zu Asche verbrannt (…) Wir sahen Hunderte und Aberhunderte von Toten auf den Straßen und im Schutt. An einer Stelle lagen gleich 25 dicht beisammen, fast ausschließlich Frauen und Kinder, in allen Stadien der Verbrennung. Sie hatten hinter einer dichten Hecke Deckung gesucht, doch die Feuerwalze hatten Menschen und Büsche vernichtet (…)«
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