30. JANUAR 1945_ Versenkung des deutschen Flüchtlingsschiffes „Wilhelm Gustloff“

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30. JANUAR 1945_ Versenkung des deutschen Flüchtlingsschiffes „Wilhelm Gustloff“
Datum: 30.01.2025, 12:08

Und doch bleibt dies – über Jahrzehnte hinweg vom linken Mainstream unbeachtet – nur eine historische Randnotiz!

Der 30. Januar 1945 markiert eine absichtlich herbeigeführte Seefahrtstragödie unvorstellbaren Ausmaßes.

21.45 Uhr, rund 60 Kilometer vor der pommerschen Küste: Das Lazarett- und Flüchtlingsschiff Wilhelm Gustloff, das sich auf dem Weg von Gotenhafen nach Kiel und Flensburg befindet, wird vom sowjetischen U-Boot S-13 unter dem Kommando von Kapitän Alexander Iwanowitsch Marinesko angegriffen.

Aus etwa 700 Metern Entfernung feuert es drei Torpedos auf die für lediglich 1.500 Passagiere zugelassene und nun mit rund 10.500 Menschen hoffnungslos überbelegte Gustloff ab. Fast 9.000 von ihnen sind deutsche Vertriebene, die vor der vorrückenden Roten Armee aus Ost- und Westpreußen, Pommern und der Freien Stadt Danzig geflohen sind. Von diesen wiederum sind es mehrheitlich Greise, Mädchen und Jungen sowie Frauen, vor allem Mütter mit mehr als drei Kindern. Darunter sogar 80 Schwangere und fünf an Bord geborene Säuglinge. Bei nur einigen hundert Passagieren handelt es sich um Soldaten. Teils Verwundete und Schwerverwundete aus Wehrmachtslazaretten, zudem 372 Marinehelferinnen und etwa 460 Mannschaftsmitglieder.

Unfassbare Tragödien spielen sich an Bord ab

Bei dem heimtückischen Beschuss sterben über 9.300 Menschen. 1.000 alleine im unteren Promenadendeck, das mit seinem Glasdach zur tödlichen Falle wird. Zudem drängen in der vorherrschenden Panik bis zu 5.000 Menschen – die aufgrund der Torpedierung noch nicht getötet worden oder in den hereinströmenden Fluten ertrunken sind – zur gleichen Zeit auf die Oberdecks. Denn dort befinden sich die Rettungsboote, selbst wenn es viel zu wenige für alle sind.

Auf jeder Treppenstufe des sich immer stärker neigenden Schiffes entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod. Die Schwachen werden zu Tode getrampelt oder erschlagen.

Doch wer das vermeintliche Glück hat, Platz in einem Rettungsboot zu ergattern, ist längst noch nicht in Sicherheit. Denn Tausende erfrieren bei 18 Grad unter null im Schneetreiben. Andere ertrinken in den eisigen, zwei Grad kalten und unruhigen Fluten der Ostsee. Darunter mehr als 8.000 Flüchtlinge. Hiervon die Hälfte Kinder!

„Um mich herum sehe ich nur schwimmende Köpfe, hunderte, im Wasser treiben. Große und kleine Köpfe – Kinderköpfe. Aber auch Kinderbeinchen über dem Wasser, die Schwimmweste hat die Köpfe der Kleinen unter Wasser gedrückt.“ (Bericht des 18-jährigen überlebenden Zahlmeister-Assistenten Heinz Schön).

An diesem Tag schaut Gott weg

Noch nie, seitdem Schiffe die Meere befahren, haben so viele Menschen bei einer Schiffstragödie ihr Leben verloren.

Im Vergleich: Beim Untergang der Titanic am 14. April 1912, der sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben hat, versanken rund 1.500 Passagiere im Atlantik. 7.000 überlebten. Bei der Gustloff-Tragödie hingegen starben rund sechsmal mehr und nur 1.239 Schiffbrüchige entkamen dem Tod. Und das auch nur, weil sie unter schwierigsten und gefährlichen Risiken von Torpedobooten gerettet wurden. Die älteste Überlebende war 86, der Jüngste wurde 24 Stunden vor dem Untergang auf dem Schiff geboren.

 Nur 62 Minuten dauert der Todeskampf des über 25.000-Bruttoregistertonnen schweren Lazarett- und Flüchtlingsschiffes.

Um 22.18 Uhr erfüllt schließlich ein langgezogener Heulton der Sirenen die Luft. Der letzte Todesschrei der Gustloff verstummt schließlich, genauso wie das letzte Licht erlischt.

Das zerschossene Schiff versinkt vollends in 42 Metern Tiefe in seinem eisigen Grab in der Ostsee. Und mit ihm etwa 4.000 unschuldige Kinder und tausende erwachsene Zivilisten.

FORTSETZUNG FOLGT!

 

 

Sven von Storch

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