Grüne und Moslems haben einen gemeinsamen Feind: Israel und seine Juden

Die Frage, woher der neue Antisemitismus in Deutschland kommt, ist beantwortet. Offen ist die Frage, warum er nicht bekämpft wird.

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Der Islam ist ein Teil Deutschlands. Über diesen Satz lässt sich streiten. Nicht streiten lässt sich dagegen über den Satz: Mit den moslemischen Migranten ist der Antisemitismus in Deutschland zurück. Al-Quds-Märsche in Berlin, brennende Davidsterne, Türken, die vor Synagogen »Scheiß Juden« schreien – wenn man es nicht besser wüsste, man hätte meinen können, wir schreiben das Jahr Dreiunddreißig.

Denn das Schlimmste ist ja: Die deutschen Behörden unternehmen fast gar nichts. Mit Scheuklappen aus Kruppstahl ignorieren Parteien und Politiker eine Entwicklung, die, käme sie von der rechten Seite des politischen Spektrums, einen Aufschrei der Entrüstung auslösen würde. Was sie aber bei Moslems nicht tut. Grad so, als sei der islamische Antisemitismus eine akzeptable Variante des schlimmsten Übels einer in ihrem Selbstverständnis aufgeklärten Epoche.

Vielleicht wäre dieses Schweigen zum islamischen Antisemitismus entfernt verständlich, wenn es Kreise beträfe, die eine lange antisemitische Tradition im historischen Handgepäck bei sich tragen. Etwa die Frei- oder die Christdemokraten. Aber es sind linke Parteien, wie die SPD, die Grünen und wie selbstverständlich die ideologische Restrampe des SED-Staats, die Linke. Sie wahren Stillschweigen. Und jeder Versuch, die neue Variante des Virus Antisemitismus mit Ross und Reiter zu nennen, verläuft nach wenigen Statements im Sande. Kurz darauf brennen schon wieder israelische Fahne, vor Synagogen wird wieder mit türkischem Akzent »Scheiß Juden« gerufen, Juden werden wieder auf offener Straße von arabischen Migranten attackiert.

Hier stimmt etwas nicht! Und das verlangt nach einer Erklärung. Einer Erklärung, die politisch gedacht und zugleich psychologisch fundiert ist. Denn offenbar liegt etwas schief, wenn linke und grüne Politiker den Antisemitismus der einen Seite gnadenlos knebeln und zur anderen Seite das Schoßhündchen spielen.

Zumal diese Haltung ja keineswegs neu ist. Anfang der 1950er Jahre ließ die SED ihre Partei judenfrei machen. Ende der 1960er Jahren wurde von linken Terroristen Anschläge auf Synagogen geplant. Die grüne Galionsfigur Christian Ströbele hat ihren Antisemitismus bei mehr als einer Gelegenheit frei austoben dürfen. Erinnert sei nur an den zynischen Hinweis, Israel hätte die Raketen aus dem Irak im gewissen Sinne verdient.

Eine einfache Erklärung bietet sich an: Linke und Grüne sind in wesentlichen Teilen selber Antisemiten. Und da ist sicher viel dran.

Zu dieser antisemitischen Haltung – immer fein versteckt unter dem Deckmäntelchen anti-israelisch –, zu dieser antisemitischen Haltung kommt eine tiefe Affinität zum Terrorismus aus dem arabischen Raum. Nicht zufällig wurden die Mitglieder der deutschen Terrorbanden in Lagern des Nahen Ostens geschult, bevor es ihnen gelang, nach Anschlägen in Westdeutschland in Ostdeutschland unterzutauchen.

Das wäre eine Erklärung. Und auch wenn man keine Erklärung mehr suchen soll, wenn man eine einfache gefunden hat. Handfeste Widersprüche bleiben bestehen.

Denn insbesondere Grüne, aber zu großen Teilen auch Linke, haben mit der islamischen Haltung zum alltäglichen Leben herzlich wenig am Hut. Vom heiligen Leben erst gar nicht zu reden.

Und auch das ist bekannt. Moslems stehen in ihrer überwiegenden Zahl Schwulen und Lesben kompromisslos ablehnend gegenüber. Mit den meisten Lebenskonzepten des grünen Parteiklientel haben sie nichts, aber auch gar nichts zu schaffen. Ästhetisch hebt sich das Wahlvolk geradezu dramatisch ab voneinander: Weder Blech noch Hautritzereien verschandeln den Körper einer Muslima. Die grünen Damen geben dagegen zu guten Teilen nichts aufs Erscheinen. Nur beim Übergewicht werden die Überschneidungen größer. Und dass ein grüner männlicher Wähler mit einem 300-PS Fahrzeug Rennen in der Berliner Innenstadt fährt, hat Seltenheitswert. So gut wie kein Moslem wird ein Lastenfahrrad besteigen – das ist in seinen Augen etwas für Sklaven.

Nein, die links-grüne und die islamische Welt leben völlig konträre Konzepte. Und da beide dabei sind, in etlichen Städten Deutschlands die Mehrheit der Bewohner zu stellen, entwickelt sich hier ein gefährliches Konfliktpotential. Denn soviel ist sicher: Mit entchristlichten Christdemokraten mögen Grüne und Linke ihre Experimente ja treiben. Aber kein moslemisches Paar wird sich in der Schule den teils absurden, teils kinderfeindlichen Erziehungsvorgaben linker und grüner Politiker beugen.

Und das wissen sie auch. Die Grünen. Die Linken. Die Moslems. Sie wissen genau, dass sie sich im Grunde nicht grün sind.

Was aber bei einem rechten Zeitgenossen eine gewisse Erwartungshaltung erweckt; frei nach dem Motto: Kauft Popcorn und stellt das Bier kalt; wir schauen zu, wie sich moslemische Migranten und rot-grünes Klientel in Duisburg und Neukölln demnächst beharken, das wird bei den Betroffenen Magenschmerzen auslösen. Sie wissen: Hier stehen Konflikte ins Haus, die nicht friedlich beigelegt werden können.

Es sei denn... Es sei denn, beide Gruppen finden einen gemeinsamen Gegner. Mit einem solchen Feind lässt sich leben.

Den aber gibt es: Den jüdischen Staat. Israel ist in jeder Hinsicht die ideale Projektionsfläche für alles, was Linke, Grüne und Moslems verachten, ja hassen. Liberal und religiös, national und militärisch erfolgreich, wissenschaftlich Weltspitze und zutiefst seinen Traditionen verpflichtet. Und natürlich humorvoll.

Nur solange Israel existiert und ein Rot-Rot-Grüner Senat Moslems moslemische Demonstrationen stillschweigend duldet, brechen die Konflikte zwischen Grünen und Linke hier und Moslems dort nicht auf. Auch in dieser Hinsicht hat sich also in Deutschland nicht viel verändert. Denn Juden wurden mehr als einmal zum gemeinsamen Feind politischer Gegner, um Gemeinsamkeit zu schaffen, wo eigentlich keine war. Schon im später verlorenen Ersten Weltkrieg verfiel die politisch-militärische Führung Berlins auf diesen Gedanken und ließ überprüfen, ob deutsche Juden ihren Anteil an den deutschen Kriegstoten trügen. Von da aus war es nicht weit bis zur Behauptung, Deutschland hätte den Krieg wegen der Juden verloren. Eine Erklärung für die selbstverschuldete Niederlage, mit der Rechte und Linke damals ganz gut leben konnten.

Für die Zukunft würde es mich daher nicht wundern, wenn grüne und linke Politiker die mangelhafte Integration vieler muslimischer Migranten mit der Nähe Deutschlands zu Israel zu erklären versuchten. Anschließend fällt die Abkehr von der Unterstützung Israels leicht. Sie wäre der Preis, den Deutschland zahlt, um die moslemischen Migranten nicht zu sehr zu provozieren. Ob damit aber auf Dauer eine Koexistenz der konträren Lebenskonzepte von Grünen, Linken und Moslems gelingt, wird man sehen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Walter

@ Ede Wachsam

Ich dachte die Nazis waren doch immer die Bösen die andere haben untergehen lassen, hat sich das jetzt umgedreht und die Falschen sind die Bösen und lassen andere untergehen.

Gravatar: Karl Napp

Wenn sich Herr Hebold eine zivilisierte, mitteleuropäische Erwachsenen-Frisur zulegt, werde ich mich für seine Meinung vielleicht einmal interessieren.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Für die Zukunft würde es mich daher nicht wundern, wenn grüne und linke Politiker die mangelhafte Integration vieler muslimischer Migranten mit der Nähe Deutschlands zu Israel zu erklären versuchten.“ ...

Weil sich die Führung der Grünen längst zum Antisemitismus bekannte
https://taz.de/Carolin-Emcke-auf-dem-Gruenen-Parteitag/!5774775/,
auch weil sie längst zu Merkels Sympathisanten gehören, die uns „mit Herz und Härte“ traktieren???
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-11/bundestagswahl-angela-merkel-cdu-fluechtlingspolitik/seite-2

Gravatar: Croara

"... Weder Blech noch Hautritzereien verschandeln den Körper einer Muslima. Die grünen Damen geben dagegen zu guten Teilen nichts aufs Erscheinen. Nur beim Übergewicht werden die Überschneidungen größer.. "
Ich denke, Burkini sollen 1 Pflicht sein - für so manche D Politiker*innen.
Am besten grün/rotes.
Win-win.

Gravatar: Ede Wachsam

Na ist ja bestens, deshalb werden die beiden Gruppen in Kürze auch sang und klanglos untergehen, denn die haben sich mit dem Falschen angelegt.

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