Umlaufrendite

Veröffentlicht:

Umlaufrendite
Datum: 12.07.2016, 10:33

Es scheint mir, neben Flüchtlingen und Terror in welchem Land auch immer durch wen auch immer, wird das massivste Problem - das Zahlungsmittelmonopol von Staaten vergessen.

Ich schlage vor sich folgende Grafik anzuschauen:

http://www.finanzen.net/zinsen/Umlaufrendite

Klicken Sie dort auf Maximal und "wundern" sich oder aber "bewundern" die fallende Rendite.

Wie man sehen kann geht es seit den 90 Jahren stetig abwärts, und die höchsten Renditen liegen immer noch unter den letzten Höchstständen. Nun Zinsen sind der Preis für ein Geld und es gilt auch wie immer: Je größer das Angebot desto niedriger der Preise. Daraus folgt unweigerlich. Es gibt ein Geldüberangebot, (korrekterweise müsste man schreiben Zahlungsmittelüberangebot), da niemand außer Banken und Zentralbanken „produzieren“ kann, ist es klar das „Geld“angebot wurde von den Zentralbanken/Banken massiv ausgedehnt. Weiterhin gilt für den normalen Steuerzahler, alles muß mit mind. 25% + Soli oder dem eigenen persönlichen Steuersatz versteuert werden.

Und was man auch sieht in 1990 konnte man bei einer Mio  Euro mit Zinseinkünften von rd 70 – 80 T€ kalkulieren. Damit konnte man also durchaus leben. Am 24.06.2016 bräuchte man für Zinseinkünfte von „nur“ 70 000 €, die beachtliche Anlagesumme von: 63 636 363 Mio. Wer hier nicht in´s Nachdenken kommt, ist mit Blindheit geschlagen. Wie Sie nun sehen können, egal wieviel Zahlungsmittel Sie haben, Sie kommen auf keine 70 000 € Zinsen mehr.

Man kann es auch anders sagen, durch das so stark angestiegene Geldvolumen bei nur leicht steigendem Angebot müssen die Preise steigen. Die Prämisse wäre, alle Preise würden beeinflußt. Da das nicht der Fall ist kann auch folgendes passieren. In einigen Bereichen müssen die Preise sehr massiv steigen, wenn Sie in anderen gleichbleibend und oder fallend sind.

Das es so was gibt kann man z.B. am Baltic Dry Index ablesen: www.bloomberg.com/quote/BDIY:IND.

Die ganz große Gefahr die es nun gibt, das es keinen Preis mehr für Geld gibt, ist eine Kalkulation schwerlich mehr möglich. Daher muß man sich heute wohl mit „Surrogaten“ zufrieden geben. Nur bedeutet das eine Spekulation. Man kennt den Preis für Geld nicht mehr (da er künstlich gedrückt wurde) und kann sich nun maximal damit „begnügen“ diverse Szenarien durchzurechnen. Man kann mit der aktuellen Umlaufrendite kalkulieren -> so gut wie jede Investition lohnt sich. Ganz große Gefahr: Es ist egal wieviel FK man dazu einsetzt! Rechnen wie einfach mal mit einem FK-Anteil von 90 % und 10 % Ek. Und kommen auf eine Rendite von nur 2 %. Dann können wir eine EK Rendite von (100 * 0.02 – 90 * 0.0011) / 10 = 19 %. D.h.  man kann die EK Decke unglaublich verdünnen und erhält eine Bombenrendite, (siehe https://www.q-software-solutions.de/blog/2014/01/hebel/)  Und wenn man dann mal ein Jahr 5% Verlust macht? Dann ist die Hälfte vom EK weg...)

Bei einigen anderen Blogger Kollegen wurde auch die Frage nach "Reichtum" gestellt so z.B. hier

http://www.rottmeyer.de/was-kostet-die-welt-oder-100-kilo-silber/

 

 

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.