Betreuungsgeld

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Betreuungsgeld
Datum: 30.04.2012, 05:19

Ich möchte folgendes klarstellen. Ich bin gegen das Betreuungsgeld, aber auch gegen alle sonstigen Förderungen die es so gibt Kindergeld, diverse Zuschüsse uvm.

Nur zu Erinnerung: Auch hier in D gibt es (noch) einen Steuerfreibetrag, der steht jedem zu, somit auch den Kindern. Er wird den Eltern aber nicht vollständig zugestanden (die Differenz vom Kinderfreibetrag und dem steuerlichen Freibetrag beträgt rund 5000 Euro/Kind)

Ich bin eben nicht dafür, daß der Staat Säuglinge den Müttern von den Brüsten reißt oder Eltern so behandelt als ob sie die größten Feinde Ihre eigenen Kinder wären. Und ich bin auch nicht für staatliche Kinderaufbewahranstalten, und ebenso lehne ich das Schulsystem in dieser Form ab. Das ist aber eine andere Geschichte.

Was mich am Betreuungsgeld aber noch massiver stört ist die Ungleichbehandlung. Warum es besser sein sollte Kinder von professionellen Erziehern "betreuen" zu lassen ist  durch nichts belegt. In den Forschungen  darüber wimmelt es von Andeutungen (könnte helfen, wahrscheinlich, womöglich vorteilhaft) oder so. Wer will kann ruhig mal einige davon durchackern.

Gegen die staatliche Einmischung und die "Lenkung" der Familien kann ich tonnenweise Gegenargumente auffahren. Speziell hier in D haben wir ja reichlichst Erfahrungen mit solchen Eingriffen.

Es fängt sogar vor der Geburt an: Stichwort Lebensborn (Zuhälterei im Namen des Staates auch zur "Rassenhygiene"); dann ging es zu Hitlerjugend, Bund deutscher  Mädel oder auch "Freie Jugend" etc.

Und nun wird das Betreuungsgeld als "Herdprämie" bezeichnet, aber Prämien wie noch mehr Kinderverwahranstalten sollen "gut" sein. Eine derartige Indoktrinierung sollten wir mit den Nationalsozialisten und Sozialisten hinter uns gebracht haben. Aber nein hier wird uns in "Gutsprech" ganz klar  dargelegt. "Ihr seid nicht Bürger sondern Untertanen. Und nur durch den "helden"haften Einsatz der Politiker kann die Welt genesen."


Es ist schlicht und einfach ein Skandal und eine schallende Misshandlung  aller Eltern und/oder alle denen ein "selbstbestimmtes" Leben das geringste bedeutet. Wie sich das mit dem Grundgesetz vereinbaren lässt:

Artikel 6 (Abs 1 und 2)

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.


Siehe z.B. dejure.org/gesetze/GG/6.html

Kann man wohl nur als Anhänger des Großen Bruders verstehen.

 

Sven von Storch

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