Am 21.10. erscheint die YOUCAT-Bibel! Papst Franziskus sagt_ „Ein Buch wie Feuer

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Am 21.10. erscheint die YOUCAT-Bibel! Papst Franziskus sagt_ „Ein Buch wie Feuer
Datum: 15.10.2015, 12:25

Ich habe zu Hause diverse Ausgaben in der Einheitsübersetzung, ein paar weniger in der Herder-Übersetzung (wenn ich ehrlich bin meine Lieblingsausgabe), dann eine Züricher, eine Neue Genfer Übersetzung, die Elberfelder Bibel (lese ich auch gerne), eine ganz alte Luther-Übersetzung und – wenn ich nicht was vergessen habe: last but not least – eine lateinisch-deutsche Allioli-Bibel. Ist das nicht genug?

Die Frage klingt für mich ähnlich wie die, ob man nicht irgendwann genug in der Bibel gelesen haben könnte. Nein, kann man nicht! Und mit weiteren Übersetzungen, jedenfalls „ernsthaften“ von denen ich sowas wie die „Bibel in gerechter Sprache“ ausnehmen möchte, kann man an der Bibel nur im Glauben wachsen.

Am 21.10. erscheint also die YOUCAT-Bibel. Wie es in der Pressemitteilung heißt, „eine Bibel speziell für junge Leute“. Zu denen zähle ich mich zwar nicht mehr zwingend, aber die Erläuterungen machen neugierig:

Dabei ist es weniger die Garde von international renommierten Wissenschaftlern, die daran mitgearbeitet haben, es ist auch nicht das ungemein witzige Layout, das den internationalen Durchbruch bringen wird. Es ist Papst Franziskus selbst, der sich die Bibel zu eigen macht und damit auf die Jugend zugeht. Die Jugendbibel, sagt der Papst, „verlockt dazu, dass man vorne anfängt zu lesen und erst auf der letzten Seite aufhört. Und dann versteckt ihr sie? Nein, so darf es nicht kommen“.

Dazu wird es nicht kommen. Die deutsche Ausgabe ist nur der kleine Vorlauf am Rand der Welt. Schon im kommenden Jahr wird die „Youcat-Bibel“ in ca. 20 Sprachen erscheinen. Jugendliche aus aller Welt werden sie in Rom dem Papst offiziell übergeben. Das ist kein formeller Akt: An den 432 Seiten wurden Jugendliche aus verschiedenen Ländern direkt beteiligt, – sei es durch gemeinsame Beratung, sei es durch ihre Fotos, sei es durch Kommentare. Eine durchgehende Storyline mit einer Fülle von fröhlichen Cartoons ermuntert junge, vielleicht auch bibelferne Leser zur Lektüre.

Papst Franziskus nennt die Neuerscheinung im Vorwort „ein Buch wie Feuer“. Überhaupt das Vorwort! Es wird Aufsehen erregen. Der Papst schreibt:

„Die Bibel ist nicht dazu da, um in ein Regal gestellt zu werden, sondern um sie zur Hand zu haben, um oft in ihr zu lesen, jeden Tag, sowohl allein als auch gemeinsam. Ihr macht doch auch gemeinsam Sport oder geht gemeinsam shoppen. Warum lest ihr nicht zu zweit, zu dritt, zu viert gemeinsam in der Bibel? Draußen in der Natur, im Wald, am Strand, abends im Schein von ein paar Kerzen…ihr werdet eine gewaltige Erfahrung machen!“

Wem das nicht Lust macht, sich diese Ausgabe zuzulegen oder wenigstens seine eigene Bibel mal wieder in die Hand zu nehmen, dem ist eigentlich kaum noch zu helfen. Aber vielleicht tun es die anderen Hinweise des Papstes, die im jetzt auch bei YOUCAT frei erschienen Vorwort des Papstes, nachzulesen sind. Zum Beispiel dieser Satz, der verdeutlicht, was für ein „Kaliber“ von Bibelleser der Heilige Vater ist:

Ich liebe meine alte Bibel, die mich mein halbes Leben lang begleitet hat. Sie hat meinen Jubel gesehen und sie wurde von meinen Tränen benetzt. Sie ist mein kostbarster Schatz. Ich lebe aus ihr. Für nichts in der Welt würde ich sie hergeben.

Ich  bin sicher, die YOUCAT-Bibel wird genau wie der Original YOUCAT und die zwischenzeitlich darum herum erschienen Bücher ein Segen für die Leser sein, ein Turbo für den Glauben. Und nebenbei: Wie großartig, dass dieses Werk durch eine private Initiative entstanden ist – Gott macht es eben möglich!

Und weil es so schön ist, noch mal ein paar abschließende Worte vom Papst:

Ich will Euch sagen, wie ich in meiner alten Bibel lese! Oft nehme ich sie her, lese ein bisschen darin, dann lege ich sie weg und lasse mich vom Herrn betrachten. Nicht ich betrachte den Herrn, sondern ER betrachtet mich. ER ist ja da. Ich lasse mich von ihm anblicken. Und ich spüre – das ist keine Sentimentalität –, ich spüre zutiefst die Dinge, die der Herr mir sagt. Manchmal spricht er auch nicht. Ich fühle dann nichts, nur Leere, Leere, Leere… Aber ich bleibe geduldig da, und so warte ich. Lese und bete. Bete im Sitzen, denn es tut mir weh niederzuknien. Manchmal schlafe ich beim Gebet sogar ein. Aber das macht nichts. Ich bin wie ein Sohn beim Vater, und das ist wichtig.

Wollt Ihr mir eine Freude machen? Lest die Bibel!

Beitrag zuerst erschienen auf papsttreuerblog.de

Sven von Storch

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