Fahrverbote oder Nachrüsten?

Der Diesel-Skandal ist einer der Politik - Was für die CDU-Generalsekretärin vermeintlich „klar“ ist - Nein, verantwortlich ist der Staat, finanziell geradestehen muss gerade er - Ältere Diesel-Autos werden unverkäuflich, deren Eigentümer gleichsam enteignet - Auf das Recht, was beim Wagenkauf galt, muss man auch später vertrauen dürfen - Die Folgen zu tragen hat, wer die Spielregeln mitten im Spiel ändert - Ein inszenierter Anschlag auf die deutsche Autoindustrie - Was zu tun, aber alles andere als einfach wäre

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Hatz auf den Diesel und kein Ende. Fahrzeuge mit Diesel-Motor, die die Abgasnorm (Euro-6-Norm) nicht erfüllen, sollen entweder von den deutschen Straßen verschwinden oder technisch nachgerüstet werden. Aber Fahrverbote machen sich wahlpolitisch nicht so gut: Über 15 Millionen Diesel-Autos*) sind in Deutschland angemeldet, und dahinter stehen mindestens ebenso viele Wähler. Also möglichst lieber Nachrüsten als Fahrverbot. Das hat inzwischen auch Kanzlerin Merkel kapiert.**) Aber das geht ins Geld – zwischen 3000 und gut 5000 Euro, liest man. Wer zahlt? Der Autohersteller? Der Autoeigentümer? Oder der Staat, also die Steuerzahler? Für die CDU-Generalsekretärin Annegret Kram-Karrenbauer und andere Politiker steht fest: die Autohersteller. Falsch, denn die Abgasnormen sind zu hoch festgesetzt, haben also Willkürcharakter. Zudem steckt dahinter überdrehte Umweltschutzpolitik inzwischen aller Altparteien, nicht nur allein der Grünen - und dahinter wiederum ein infames, noch weitergehendes anderes Ziel. Damit dürfte klar sein, wer zahlen müsste.  Bitte hier weiterlesen

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans-Peter Klein

Die Links-Grüne Dilettanten-Politeska meint doch tatsächlich, uns politisch belehren zu können, genau: befehlen zu müssen, was für die globale Umwelt das richtige ist, nämlich: Dem Diesel in Deutschland den Garaus zu machen, damit China, Indien, Afrika, Latein-Amerika und alle Industrie-Nationen unserem Beispiel wohl folgen werden.

Denn so wie's die Deutschen machen, da geht's lang.
Geht's noch? Na toll, im doppelten Sinn.

Diese Links-Grüne Logik, die in Wahrheit einzig der Logik des Linken Dogmas sklavisch folgt, das einzig und allein linker Einheitsbrei das höchste, anzustrebende Glücksversprechen sein kann, dann herrscht (!) endlich ewiger Frieden, alles werde gut auf biegen und brechen.

Dem kann ich, als überzeugter (!) Befürworter (!) der Energiewende, nur entgegnen:
Leute, wenn ihr die Energiewende auch noch an die Wand fahren wollt, dann macht genau so weiter.

Der Diesel, eine deutsche Erfindung, identifikationsstiftend (allein der Name), der beste Verbrennungsmotor überhaupt, genau der kann die zukünftige Lücke zu den synthetischen flüssigen, gasförmigen Treibstoffen aus EE noch lange Zeiträume optimal füllen, währenddessen die direkte Elektromobilität langsam ausgebaut wird.

Mit steigender Attraktivität werden sich alle Alternativen zu den fossilen Treibstoffen von ganz alleine durchsetzen, das war schon immer so, ob bei der Dampfmaschine, der Eisenbahn, der Elektrifizierung mittels netzübertragenem Wechselstrom, der individuellen Motorisierung, der weltweiten IT-Vernetzung der Haushalte. Man spricht von den sog. Kondratieff-Zyklen, langwellige Innovationszyklen, die eine Gesellschaft in nahezu allen Lebensbereichen grundsätzlich verändern.

Wenn sich das Neue, Bessere durchsetzen soll, halte ich es für falsch, das Bestehende, Funktionierende, Bewährte zu verteufeln.

Die Leute brauchen Raum und Zeit um in kleinen Schritten in die neue Richtung gehen zu können.
Und das geht, es geht auch ohne Verbote oder sonstiger Gängelung der Industrie und der Verbraucher.

Es bedarf dazu der nötigen Ruhe, Kraft, Ausdauer und der Überzeugung, in die richtige Richtung zu gehen:
In die Richtung von Energieeffizienz und Erneuerbare Energien,
Ziel: Das Solare Wasserstoffzeitalter, irgendwann ab 2050.

MfG, HPK

Gravatar: Hand Meier

Die Diesel-Fahrverbote betreffen seltsamer Weise den LKW-Liefer-Verkehr noch nicht, oder THW, Feuerwehr, Polizei und Rettungs-Fahrzeuge.
Wo mit die aktuelle Absicht deutlich wird, den „kleinen Mann“ zu demütigen, zu bevormunden und zu enteignen.
Das Sektenhafte kommt so klar zum Ausdruck, wie der vorsätzliche politische Grenzwert-Betrug, mit dem bösartige Politiker und Juristen agieren, die irre Strukturen ansteuern.
Die Vorgehensweise in unseren Nachbarländern bezüglich der PKW`s ist der Beweis dafür, dass wir eine Regierung haben die ihre Bevölkerung hasst und permanent Schaden anrichtet.
Es bleibt im Ergebnis ein teuflisches Werk, dem Merkel als Kultfigur vorsteht.

Gravatar: Hans Diehl

Ich wollte gerade in die Tastatur greifen, als ich den Beitrag vom H.P.Klein gelesen habe.

Bin mal gespannt was seine Kontrahenten, dem vermeintlichen Ökofetischisten H.P. Klein , dieses mal entgegen zusetzen haben.

Ich bin davon überzeugt, kein Teil der Energiewende regelt sich so von alleine wie die Mobilität.

Gravatar: Dirk S

Zitat:"Fahrzeuge mit Diesel-Motor, die die Abgasnorm (Euro-6-Norm) nicht erfüllen, sollen entweder von den deutschen Straßen verschwinden"

Nachweis? Bisher geht es nur um räumlich begrenzte Fahrverbote in einigen Städten. In den schmucken Vorortsiedlungen ist der Diesel kein Problem.

Zitat:"oder technisch nachgerüstet werden."

Was grundsätzlich zu begrüßen ist.

Zitat:"Aber Fahrverbote machen sich wahlpolitisch nicht so gut: Über 15 Millionen Diesel-Autos*) sind in Deutschland angemeldet, und dahinter stehen mindestens ebenso viele Wähler."

Die zum größten Teil nicht von den Fahrverboten betroffen sind.

Zitat:"Also möglichst lieber Nachrüsten als Fahrverbot."

Was auch nur einen Anteil der Leute als Frage wirklich betrifft. Viele werden nachrüsten, einfach um umweltfreundlicher zu sein.

Zitat:"Wer zahlt? Der Autohersteller? Der Autoeigentümer?"

Also, bei allen Diesel-PKW, die von der Schummelsoftware betroffen waren, der Hersteller. Einfach, weil der Eigenschaften versprochen hat, die er nicht gehalten hat und deshalb in der Pflicht steht, die versprochenen Eigenschaften herzustellen. Auf eigene Kosten natürlich.
Bei wem das nicht zutrifft, der Eigentümer. Ist schließlich dessen Kiste.

Zitat:"Oder der Staat, also die Steuerzahler?"

Nö. Gibt keinen Grund für.

Zitat:"Falsch, denn die Abgasnormen sind zu hoch festgesetzt, haben also Willkürcharakter."

Da ist Quark. Die Abgsnormen sind technisch umsetzbar, also für Neufahrzeuge zumutbar. Und das sie für alle gelten, liegt keine Wilkür vor.

Zitat:"Zudem steckt dahinter überdrehte Umweltschutzpolitik"

Sie sollten sich mal neben einen schönen alten 67er VW-Käfer stellen, der als historisches Fahrzeug noch so schon die "gesunden" ungebehandelten Abgase rauspusten kann und eine Nase voll davon einsaugen. Danach kommt Ihnen die Umweltpolitik nicht mehr überdreht vor. Denn erst diese "überdrehte" Umweltpolitik hat uns die heutige saubere Luft beschert.

Übrigens waren es die "überdrehten" umweltfreundlichen Kunden, die die Einführung des ungeregelten Abgaskatalysators in DE durchgesetzt hatten, einfach durch ihre Nachfrage. Und natürlich, weil die "Bild" das komplizierte Wort "Katalysator" zum einfachereren Wort "Kat" gekürzt hat.

Zitat:"und dahinter wiederum ein infames, noch weitergehendes anderes Ziel."

Und das wäre? Ein bischen Verschwörungstheorie betreiben? Wo doch die Abgasnormen innerhalb der EU gelten und da für alle Anbieter. Warum können Hersteller aus anderen Ländern die EU-Normen einhalten und müssen nicht außerhalb des Prüfstandes schummeln? Sind die deutschen Ingenieure zu blöd dazu? Oder sind nur wieder Kaufleute Amok gelaufen?

Zitat:"Damit dürfte klar sein, wer zahlen müsste."

Klar, der Betrüger.

Zitat (Artikel): "Nein, es ist nicht Sache der Autohersteller, nicht sie stehen in der Verantwortung. In der Verantwortung steht die Politik mit ihren überzogenen Abgasvorschriften, die zu „Manipulationen“ an der Abgasmess-Software durch Autohersteller erst geführt haben."

Nein, die Autohersteller stehen in der Verantwortung, denn sie haben Produkte verkauft, die nicht den zugesicherten Eigenschaften entsprochen haben. So etwas kann man auch schlicht als Betrug bezeichnen.

Nur mauscheln hier mal wieder Politik und Autoindustrie zulasten der Kunden. Anders in den USA: Da wurden die Kundeninteressen durchgesetzt und die Betrüger zahlten ordentliche Strafen an ihre geprellte Kundschaft. Wird es in DE natürlich nicht geben, da ist die Bundesregierung vor.

Zitat (Artikel): "Es ist ein Skandal, weil es sich um realitätsferne und bürgerfeindliche Politik handelt."

Kommt darauf an, ob man nun Dieselfahrer ist oder Anwohner der Hauptverkehrsstraße. So etwas nennt man Interessenkonflikt und es ist Aufgabe der Politik, einen Interessenausgleich zu finden. Dazu gehört durchaus, strenge Emissionswerte zu definieren. Und besondere Dreckschleudern aus den betroffenen Bereichen zu verbannen.

Zitat (Artikel): "Die Abgasgrenzwerte sind ideologiebestimmt, also ideologisch manipuliert. Sie müssen ideologiefrei sein."

Die Abgaswerte sind von dem bestimmt, was technisch machbar und messbar ist. Ansonsten können wir ja bei den Abgaswerten von 1973 bleiben, die erfüllt jedes moderne Fahrzeug. Nur dann wäre die Luft genauso bescheiden wie damals. Gut, dafür würden wir durch den ganzen Dreck das Klima kühlen und die halbe Bevölkerung an Astma verrecken. Aber man muss eben Opfer bringen lassen.

Zitat (Artikel): "Folglich hat für etwaige Nachrüstungen der Staat zu zahlen – also leider wir Steuerzahler – und von Fahrverboten abzusehen."

Nochmal, die Automobilindustrie hat Fahrzeuge verkauft, die ihre zugesicherten Eigenschaften allenfalls unter ganz bestimmten Bedingungen erfüllen und ansonsten nicht. So was nennt man Betrug und folglich sind die Automobilhersteller in der Haftung.

Wären die Automobilhersteller zum Ergebnis gekommen, dass die Grenzwerte mit Dieselmotoren nicht einzuhalten sind, dann hätten sie eben keine entsprechenden Fahrzeuge anbieten können und dürfen. Aber sie konnten die Grenzwerte durchaus einhalten, technisch ist das gelöst. Nur wollten sie die verhindern, dass ihre Kunden die Hernstofflösung selbst nachfüllen können (denn die ist billig, aber die Nachfüllung im Zuge einer Inspektion teuer), gleichzeitig aber mussten aus Platzgründen die Tanks dafür klein sein. Das funktionierte also nur, wenn die Abgasreinigung sooft wie möglich abgeschaltet wird und damit das bei der Norm-Messung nicht auffällt, haben sie getrickst, um auf dem Prüfstand die vergeschriebenen Werte zu erzielen (Nichtantriebsräder drehen nicht? => Prüfstand => Reinigung einschalten), die Abgasreinigung unter Realbedingungen jedoch so oft wie möglich abzuschalten. Was ist das anderes als Betrug? Und dafür müssen die Hersteller gerade stehen und das liefern, was sie verkauft haben. Oder die mangelhaften Fahrzeuge zurücknehmen, zumindest den Zeitwert erstatten und Entschädigung zahlen.

Zitat (Artikel): "Sie wer­den jetzt un­ver­käuf­lich, die Be­sit­zer ent­eig­net."

Hier irrt die FAZ. Ältere Diesel werden schwerer verkäuflich und der Wertverlust steigt, unverkäuflich sind sie allenfalls in von Fahrverboten betroffenen Regionen. In anderen Regionen hingegen dürften sie verkäuflich sein, wenn auch durch das hohe Angebot zu niedrigen Preisen. Aber das ist ein normales Risiko eines Fahrzeugbetreibers.

Zitat (Artikel): "Das hat die Au­to­in­dus­trie mit­nich­ten, die Au­tos ent­spra­chen der Zu­las­sungs­norm."

Nö, entsprechen sie nicht, wie weiter oben beschrieben. Man könnte sich wohl auch auf die Urteile und Vereinbarungen in den USA berufen. Sind schließlich die gleichen Motoren, die gleichen Steuerungen, die gleiche Software. Nur unterschiedliche Gerichte.

Zitat (Artikel): "Der be­reits fest­stell­ba­re Er­satz von Die­sel- durch Ben­zin­fahr­zeu­ge je­doch pro­du­ziert ei­nen An­stieg der CO2-Emis­sio­nen."

Ist zu erwarten gewesen, zumal der Dieselkombi dann auch gerne durch ein Benziner-SUV ersetzt wird und nicht durch einen sparsamen Kleinwagen, der als Benziner genausoviel oder weniger verbraucht, als der Diesel-Kombi.
Aber mann muss sich auch im klaren darüber sein, dass es nicht nur um CO2-Emissionen geht, sondern auch um andere Emissionen und die sind bei Diesel und Benziner nun mal unterschiedlich. Durch den Rückgang von Dieselfahrzeugen im Straßenverkehr werden die dieseltypischen Emissionen reduziert. Werden Diesel durch Benziner ersetzt, dann werden die benzinertypischen Emissionen steigen. Und wenn die hoch genug sind, werden wir die gleiche Diskussion für Benziner haben. Und dann wird auf E-Antrieb umgestiegen. Nur sind die auch nicht völlig emissionsfrei. Und irgendwann werden auch da spezifische Grenzwerte überschritten.

Das Problem liegt einfach darin, dass der Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Gruppen in DE nicht funktioniert. Ökos und Automobilindustrie haben zuviel Einfluss, auf der Strecke bleiben Kunden und Anwohner.

Zitat (Artikel): "Das pro­gnos­ti­zier­ba­re ge­samt­bi­lan­zi­el­le Emis­si­ons­er­geb­nis lässt den Be­trach­ter über das Kom­pe­tenz­ni­veau der po­li­tisch Han­deln­den – wie so oft – er­stau­nen."

Mich nicht. Ich trauen denen jegliche Inkompetenz zu.

Zitat (Artikel): "We­ni­ger er­staun­lich hin­ge­gen, dass we­der aus Frank­reich noch Spa­ni­en noch Ita­li­en ähn­li­che Dif­fa­mie­rungs­kam­pa­gnen be­kannt wer­den, ob­wohl dort der Markt­an­teil des Selbst­zün­ders an den Pkw-Zu­las­sun­gen we­sent­lich hö­her liegt."

Die messen eben anders...

Zitat (Artikel): "Fahrverbote für sie kämen in der Tat einer entschädigungslosen Enteignung gleich, die es in einem Rechtsstaat nicht geben darf."

Auch wenn man Unsinn widerholt, wird der dadurch auch nicht wahrer. Fahrverbote sind keine Enteignung. Dass ein Fahrzeug an Wert verliert und ein Fahrzeug, für dass es keinen oder nur einen Nischenmarkt gibt, ganz besonders an Wert verliert, ist das normale Risiko eines Autokäufers. Es gibt kein Recht auf maximalen Werterhalt.
Die sicherste Art, einem Wertverlust eines Autos vorzubeugen ist keines zu kaufen. Ansonsten hat man einen Wertverlust und der ist von Modell zu Modell nun man unterschiedlich.

Zitat (Artikel): "Sie müssen auf das Recht, das beim Wagenkauf galt, auch später vertrauen dürfen."

Rechtsänderungen während der Betriebszeit eines Fahrzeuges sind immer möglich, auch Nutzungseinschränkungen. Nichts ist da in Stein gemeißelt. Deshalb gibt es ja auch den Begriff des "Gefahrenüberganges" bei Übergabe des Fahrzeuges.
Man muss aber darauf vertrauen können, dass bei Gefahrenübergang das Fahrzeug die zugesicherten Eigenschaften hat. Gerade im Bereich der Technik.

Zitat (Artikel): "Daher müssen sie ihr Auto bis zu dessen Ende weiterfahren dürfen."

Das dürfen sie doch. Nur nicht überall. Man hat nicht das Recht, überall herumzugurken.

Zitat (Artikel): "Die Folgen zu tragen hat, wer die Spielregeln mitten im Spiel ändert"

Kennen Sie das deutsche Familienrecht? Nein? Da wird alle naselang für bestehende Verträge (Ehe) das Recht geändert. Und nun dürfen Sie raten, wer dafür aufkommt. Ein Tip: Der Regeländerer nicht.

Zitat (Artikel): "Wenn der Staat für sie Nachrüstungen wirklich durchsetzen will, hat er für sie finanziell auch aufzukommen, denn er ist es, der die Abgasregeln „mitten im Spiel“ geändert hat – nicht die Autoindustrie und schon gar nicht die Diesel-Wagen-Eigentümer."

Der Staat hat das Recht, Spielregeln zu ändern. Wenn Sie mit den Änderungen nicht einverstanden sind, dann steht Ihnen der Rechtsweg offen und / oder Sie nehmen auf die Politik Einfluss. Ein Staat ist kein statisches Gebilde.

Zitat (Artikel): "Ich selbst halte die ganze Diesel-Abgas-Skandalisierung für einen (vor allem aus den USA) inszenierten Anschlag auf die deutsche Autoindustrie"

Auch wenn ich mich wiederhole: Die deutsche Automobilindustrie hat Fahrzeuge mit Versprechen verkauft, die sie nicht eingehalten hat und hat bei den Prüfverfahren geschummelt. So was nennt man nun mal Betrug und so etwas wird gerade in den USA für den Täter teuer. Das ist keine Skandalisierung der Dieselabgase und kein Anschlag auf die deutsche Automobilindustrie. Das ist die die Konsequenz aus Fehlverhalten oder einfach nur Dummheit.
Was ich für einen Skandal halte ist, dass die geprellten deutschen Kunden mit einem "ist uns doch egal" abgespeist werden und selbst (oder der Steuerzahler) für die Herstellung versprochener Leistungen aufkommen sollen.
Langt doch, dass die SW-Industrie Banenware ("reift beim Kunden") ausliefert, soll das jetzt auch die Automobilindustrie? Wie sähe das eigentlich aus, wenn es nicht die Abgasreinigung, sondern die Bremsen betroffen hätte?

Zitat (Artikel): "Widersinnig: Am Arbeitsplatz sind 24mal mehr Stickoxide erlaubt als draußen"

Nicht unbedingt. Schon allein die Expositionszeit ist ein Faktor, der zu berücksichtigen ist.
Ansonsten gibt es eine Erklärung unter https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft .

Zitat (Artikel): "Die „Manipulationen“ von Autoherstellern an ihrer Abgasmess-Software, die ja wohl stattgefunden haben, lassen sich auch als Selbstschutz gegen überzogene Abgaswerte versehen."

Quatsch. Die Abgaswerte konnte man erfüllen, das war nicht das Problem. Nur wollte man für die dazu notwendige Harnstofflösung möglichst kleine Tanks haben und damit die paar Liter für die Inspektionsintervalle (wo nachgefüllt wird) reichen, musste die Abgsreinigung sooft wie möglich abgeschaltet werden. Warum gibt es diese Probleme nicht bei LKWs (wo übrigens die Harnstoffdieselreinigung seit Jahrzehnten Standard ist und hervorragend läuft, die LKW-Technologie dieselbe ist wie beim PKW, bei dem sie übernommen wurde)? Weil bei denen große Harnstoffbehälter kein Problem sind. Die sind ein künstliches Problem der (deutschen) Automobilhersteller.

Zitat (Artikel): "Man hat sich nur erwischen lassen"

Wir reden hier von massivem Betrug einer Riesenindustrie an Millionen von Kunden und nicht von einem 4-jährigen, der einen Lutscher gemopst hat.

Zitat (Artikel): "in die sich die Autoindustrie teils aus verfehlter political correctness, teils wegen erhoffter zusätzlicher Absatzmöglichkeiten hat hineinziehen lassen."

Was für ein Quatsch. Die haben sich absichtlich da hinein manövriert, weil sie nicht im Traum daran gedacht haben, ihre Zusicherungen einzuhalten. Herr Krause, Sie scheiben Unsinn und versuchen, Betrug zu rechtfertigen. Sie sollten vielleich noch mal über diesen Teil Ihres Artikels nachdenken. Gegenargumente habe ich genug gegeben.

Zitat (Artikel): "Sich von Anbeginn argumentativ öffentlich zur Wehr zu setzen, hat sie nicht fertiggebracht"

Sich gegen Betrug argumentativ zur Wehr setzen? Den Rechtstaat einstampfen und Gesetze täglich neu verhandeln oder wie?

Die Automobilindustrie hat ihre Kunden betrogen. Da gibt es keine Argumente, da gibt es nur Nachbesserung, Entschädigung und um Entschuldigung bitten.

Zitat (Artikel): " – aus Feigheit vor der Politik,"

Ähm sorry, die Sache ist andersrum: Die Politik macht das, was die Autoindustrie will, weil die einfach drohen kann, außerhalb DEs zu investieren. Die Politik hat die betrogenen Kunden im Regen stehen lassen, genauso wie die deutsche Justiz. Das ist der eigentliche verdammte Skandal.

Zitat (Artikel): "aus Angst vor der Prangerwirkung"

Das geht denen am Hinterteil vorbei. Die Deutschen kaufen trotzdem Autos, auch bei dem Hersteller, der sie gerade noch nach Strich und Faden betrogen hat.

Zitat (Artikel): "und in der trügerischen Hoffnung, mittels Willfährigkeit aus dieser unheilvollen Entwicklung doch noch geschäftlich Kapital schlagen zu können."

Jedes verschrottet Auto ist ein neuverkauftes Auto. Und jedes Auto, dass nicht nachgerüstet wird, auch. Dafür gibt es jetzt "Wechselprämien" für betrogenen Dieselkunden.

Zitat (Artikel): "Nun sitzt sie in der Falle."

Quatsch. Die machen gerade beste Geschäfte. Betrug, der sich lohnt.

Zitat (Artikel): "Mit ihr aber auch ihre Kundschaft, die Eigentümer eines Diesel-Autos.

Nö. Die sind die Gelackmeierten. Wobei, in gewisserweise haben die auch selber Schuld. Anstelle die Automobilindustrie mit Klagen zu überziehen und Vertragserfüllung zu fordern, kaufen sie sich bei den selben Betrügern neue Autos. Gibt ja "Wechselprämie".

Zitat (Artikel): "Wenn aber die „Grünen“ in allen Altparteien vor diesen gut 15 Millionen Wählern nicht zittern wollen, sollten sie ganz schnell entscheiden: keine Fahrverbote, kein Nachrüstungszwang, Euro-6-Norm nur für Neuwagen oder ganz überdenken."

Wenn schon die Betrüger, die Autohersteller vor denen nicht zittern, warum sollten es die Politiker? Die Leute murreren und kaufen sich dann doch ein neues Auto. Diesmal einen Benziner-SUV, ist kein Diesel und schließlich sind die Straßen schlechter geworden.

Zitat (Artikel): "Es wäre das Richtige, aber alles andere als einfach, denn das Ganze ist über die EU gespielt worden."

Das einzig Richtige wäre, auch in DE Sammelklagen zuzulassen, damit geprellte Kunden zu ihrem Recht kommen können. Aber das ist in DE nicht gewollt. So einfach ist das. Und das ist der eigentliche Skandal.

Aber hier will sich die EU mal im Interesse der Bürger nützlich machen und Sammelklagen ermöglichen ( https://www.tagesschau.de/wirtschaft/sammelklagen-eu-101.html ). Mal sehen, was daraus wird und ob eine deutsche Regierung das abwürgt.

Abgasfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: Dirk S

@ Hand Meier

Zitat:"Die Diesel-Fahrverbote betreffen seltsamer Weise den LKW-Liefer-Verkehr noch nicht,"

Weil bei Diesel-LKW die Hersteller nicht versucht haben, herumzutricksen, sondern die LKW schön brav so konstruiert haben, dass sie aufrüstbar sind. Den Kern des Diesel-Abgasskandals habe ich oben beschrieben und auch, warum LKW nicht davon betroffen waren.

Zitat:" oder THW, Feuerwehr, Polizei und Rettungs-Fahrzeuge."

Die bekommen Ausnahmegenehmigungen, unproblematisch. Wobei viele Polizei- und Rettungswagen ohnehin den aktuellen Abgasnormen entsprechen dürften.

Zitat:"Wo mit die aktuelle Absicht deutlich wird, den „kleinen Mann“ zu demütigen, zu bevormunden und zu enteignen."

Das ist nicht so ganz richtig. Der "kleine Mann" wird veräppelt und zwar von den Autoherstellern und der Politik, die die Autohersteller und nicht die betrogenen Kunden schützt. Und "zur Strafe" kauft der "kleine Mann" dann bei denen, die ihn betrogen haben, ein neues Auto. Von "demütigen", "bevormunden" und "enteignen" kann nicht die Rede sein, nur von Betrug und Verar***ung.

Die Fahrverbote sind wiederum eine andere Baustelle. Da geht es um Interessenabwägung bzw. einen Interessenausgleich zwischen Autofahrern und Anwohnern. Na ja, und den Kosten, denn ein Dieselfahrverbot ist billiger als eine Umgehnungsstraße.

Zitat:"Das Sektenhafte kommt so klar zum Ausdruck, wie der vorsätzliche politische Grenzwert-Betrug, mit dem bösartige Politiker und Juristen agieren, die irre Strukturen ansteuern."

Wo ist da ein Betrug? Die Grenzwerte sind technisch erreichbar und damit ist es durchaus sinnvoll, sie auch als Norm festzuschreiben. Stellen Sie sich mal hinter einen Käfer von 1969 und nehmen Sie eine Nase voll Abgase. Danach werden Sie das mit den Grenzwerten sicher anders sehen.
Oder meinen Sie die Sache mit dem MAK-Werten? Da habe ich oben einen Link zu gegeben.

Zitat:"Die Vorgehensweise in unseren Nachbarländern bezüglich der PKW`s ist der Beweis dafür, dass wir eine Regierung haben die ihre Bevölkerung hasst und permanent Schaden anrichtet."

Die Wahrheit ist eine andere: Die anderen Länder betuppen einfach. Messstationen im 3. Stock der lokalen Uni? Kein Problem, kratzt da niemanden.
Der Punkt ist: Die Deutschen sehen die Vorschriften als verbindlich an. Andere Völker sehen Vorschriften eher als Vorschläge oder Anleitungen, wie man es machen könnte. Die sehen das einfach lockerer.

Zitat:"Es bleibt im Ergebnis ein teuflisches Werk, dem Merkel als Kultfigur vorsteht."

Falls Sie einen Exorzisten bestellen wollen: Die ideale Lieferadresse wäre:

VOLKSWAGEN AG
Berliner Ring 2
38440 Wolfsburg

@ Hans Diehl

Zitat:"Bin mal gespannt was seine Kontrahenten, dem vermeintlichen Ökofetischisten H.P. Klein , dieses mal entgegen zusetzen haben."

Ich bin zwar kein Kontrahent von HPK, aber mir ist auch nach dem 4. Durchlesen seines Beitrages nicht so ganz klar, was er uns denn nun mitteilen möchte. Aber da er den um 7:04 Uhr verfasst hat, wäre vielleicht ein Kaffee vorher gut gewesen. Oder jemand hat die Gnade, mich zu erhellen.

Kaffeehaltige Grüße,

Dirk S

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Dirk S. , Hans Diehl
Ich will sagen, da man den Übegang zum neuen solar-basierten Energiesystem, also kurzfristig weg von der Kernenergie und langfristig weg von den Fossilen, als gleitenden Übergang gestalten kann und muss, will man unnötige Härten für Industrie und Gesellschaft vermeiden
Den Diesel zu verteufeln gehört zu den völlig unnötigen überzogenen Forderungem a la Globalisten-Linka-Grün.
Jetzt gönn ich mir endlich nen Kaffee, nach Rekord-Weinlese von 104 Öchsle Riesling.
MfG, HPK

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Hatz auf den Diesel und kein Ende. Fahrzeuge mit Diesel-Motor, die die Abgasnorm (Euro-6-Norm) nicht erfüllen, sollen entweder von den deutschen Straßen verschwinden oder technisch nachgerüstet werden.“ ...

Ich denke(?), auf die Nachrüstung sollte verzichtet und ein ´komplettes` Fahrverbot eingeführt werden(?)!

Um das zu minimieren, was uns im Namen der von unserer(?) Göttin(?) verfochtenen NWO fast täglich ´von Oben` berieselt? https://de.sputniknews.com/kommentare/20181001322491277-klima-chemtrials-folgen/

Gravatar: Karl Brenner

Vor einige Jahren hat Gabriel die Abschaffung der Glühlampe in Brüssel durchgesetzt

Bei den viel unkritischeren Grenzwerten für NOx geht das natürlich nicht

Gravatar: Hans

Demnächst auch Fahrverbote für AfD´ler wegen "Verschmutzung" der politschen Atmosphäre??

Gravatar: Dirk S

@ Hans-Peter Klein

Ah, ok, danke.

Zitat:"Den Diesel zu verteufeln gehört zu den völlig unnötigen überzogenen Forderungem a la Globalisten-Linka-Grün."

Eigentlich ist deren Verteufelung eine Adelung. Auf jeden Fall haben die von technisch-physikalischen Gegebenheiten keine Ahnung. Dafür Meinung. Also die vom großen Vorsitzenden vorgegebene.

Zitat:"Jetzt gönn ich mir endlich nen Kaffee,"

Ich mir auch! :-)

Zitat:"nach Rekord-Weinlese von 104 Öchsle Riesling."

Na denn, Prost!

Alkoholfreie Grüße,
Dirk S

Gravatar: Hans

Fahrverbote, Denkverbote und so weiter. Deshalb sehnen sich wahrscheinlich viele Deutsche unbewußt nach afrikanischer Zuwanderung. Denn diese Menschen leben einfach und denken nicht ständig an irgendwelche Verbote.

Gravatar: Karl Napp

Bis vor 3 Jahren wurde der Diesel als besonders umweltfreundlich von Regierung und Leitmedien gepriesen. In der amtlichen Zulassung steht es schwarz auf weiß, daß man mit dem Diesel-Kfz beschränkungsfrei in Deutschland fahren darf. Wenn alle Dieselfahrer demgemäß einfach weiter fahren wie bisher und gegen eventuelle Ordnungsgelder mit dieser Begründung Einspruch einlegen, oder, besser noch, wenn die Städte aus Fürsorge für ihre Bürger und weil die Polizei wichtigeres zu tun hat nicht gegen die Dieselfahrer vorgehen würden, dann müßte der Terror des anwaltlichen Abzockvereins "Umwelthilfe" und der durchgeknallten, anmaßenden grünen Verwaltungsrichter ins Leere laufen. Die Stadtverordneten dürften mit Wiederwahl rechnen, weil sie den mafiosen Abzockern und der bürgerfeindlichen Anmaßung der Dritten Gewalt ihre Grenzen gezeigt haben.

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