Quoten sind in Gesetz gegossenes Unrecht
Quoten sind in Gesetz gegossenes Unrecht
Datum: 02.06.2010, 11:22
Quoten widersprechen einem Rechtsverständnis, in dem das Individuum die Verantwortung für sein Handeln übernimmt, zutiefst. Sie entsprechen vielmehr jener archaischen Rechtsauffassung, in der zum Beispiel der Mord an einem Mitglied einer Familie durch den Tod eines Mitglieds aus der Familie des Täters, das selbst gar nicht an der Tat beteiligt war, gerächt werden könnte. Quoten haben nicht den Menschen mit seinen Taten, seinen Leistungen und seinen Möglichkeiten im Blick. Stattdessen reduzieren sie ihn auf seine Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, einer Ethnie, einer Schicht oder irgendeinem anderen nicht-individuellen Merkmal. Quoten richten sich gegen die Vorstellung eines freien Menschen, der sich über seine Taten definiert.
Darüber hinaus ist der volkswirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Schaden, den Quotenregelungen anrichten nicht zu unterschätzen. Wenn nicht die Leistungen des Einzelnen im Vordergrund stehen, können nirgendwo optimale Ergebnisse erzielt werden. Fußballtrainer wissen das: Sie wollen für ihre Mannschaften die Besten – und müssen diese dann entsprechend ihrer individuellen Stärken auf den richtigen Plätzen einsetzen - anders können sie nicht gewinnen. Ganz genauso gehen auch in der Wirtschaft und in der Wissenschaft alle Quoten auf Kosten der Effizienz.
Für die CDU geht die von der Vorsitzenden der Frauenunion, Maria Böhmer, vorgetragene Forderung nach einer Frauenquote für Aufsichtsräte außerdem auf Kosten der Wählerstimmen. Denn wer sich solche staatliche Zwangs-“Beglückung“ herbeisehnt, kann auch gleich das Original wählen.
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