Mehr Geld = Bessere Bildung_

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Mehr Geld = Bessere Bildung_
Datum: 18.05.2010, 11:27

 und/oder protestierende Studenten fordern vor allem eins: Keine Sparmaßnahmen.

Dass Bildung Geld kostet, ist klar. Klar ist auch, dass diese Kosten als Investition in die Zukunft gesehen werden sollten. Wenn allerdings Bildungssysteme nicht oder nur sehr schlecht funktionieren, ist es keine logische Annahme, dass sie durch mehr Geld verbessert werden können.

Wenn jemand ein gutes, funktionierendes Konzept verfolgt und dafür zum Beispiel Geld für Computer braucht, ist es bestimmt keine schlechte Idee, es ihm zur Verfügung zu stellen. Wenn das Konzept als solches aber schlecht ist, wird sich eine Subvention mit mehr Geld aber sogar kontraproduktiv auswirken. Ein Lehrer, der es aufgrund eines falschen, didaktischen Ansatzes nicht schafft, jemandem lesen und schreiben beizubringen, schafft das auch mit einem höheren Gehalt nicht. In vielen anderen Zusammenhängen (Entwicklungshilfe etc.) wird ebenfalls deutlich, dass mehr Geld an der falschen Stelle eher schädlich als nützlich ist. 

Bloggerkollege Jan Filter hat an dieser Stelle neulich einen interessanten Vorschlag gemacht:

„Statt Schulen einen Betrag x pro Schule zu zahlen und ihnen zu 95% zu befehlen, wie sie das auszugeben haben, könnten sich Kultusministerien ja einfach mal auf die Vorgabe von Zielen beschränken (so nach dem Muster: Wer Abitur haben will, muss mindestens Dreisatz und einiges an Analysis draufhaben und wissen, wer Goethe war) und dann einen Betrag x pro Schüler an deren Bildungseinrichtung zahlen.“

Ich finde das eine sehr gute Idee, denn entscheidend ist nicht so sehr, wie eine Bildungseinrichtung heißt und auch nicht so sehr, was sie kostet, sondern, was man dort lernt. 

Sven von Storch

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